Paul Schempp, Predigt über Johannes 7,33-39 (1935): „Wird Gottes Wort weiterziehen und eine tote, selbstsichere Kirche zurücklassen, deren Gottesdienste wie leerlaufende Maschinen sind? Ist vielleicht gar schon die Zeit angebrochen, da man Christus umsonst sucht? An der Kirche wird heute viel herumgedoktert und man möchte sie gern lebendig und stark und einflußreich haben. An der Organisation fehlt’s, sagt der eine; an der zeitgemäßen Predigt, der andre. Ja, ja, es fehlt hinten und vorne, oben und unten, bei den Pfarrern und den Gemeinden, aber es könnte auch noch viel schlimmer sein: Christus könnte uns fehlen.“

Predigt über Johannes 7,33-39 Von Paul Schempp 33 Da sprach Jesus zu ihnen: Ich bin noch eine kleine Zeit bei … Mehr

Günther Dehn über Karl Steinbauers Mosepredigten (1947): „Wenn man beide Prediger Paul Althaus und Karl Steinbauer miteinander vergleicht, so mag man sich wundern, dass sie der gleichen Kirche angehören. Auf der einen Seite steht der ruhige, überlegene Akademiker, der ganz getragen ist von der Atmosphäre eines nicht so leicht aus der Fassung zu bringenden kirchlichen Bildungschristentums und auf der anderen dieser Stürmer und Dränger, der mit jedem Satz, den er sagt, den Bau seiner Kirche (nicht etwa Christus, ihren Grund) zu erschüttern versucht. Dort ist alles historische Kontinuität, hier Neuanfang. Dort ist Stil, gehaltene Form, hier bricht sich die Rede in Katarakten Bahn. Was uns gelegentlich rein sprachlich geboten wird, geht an die Grenze des Möglichen.“

Über Karl Steinbauers Mosepredigten Von Günther Dehn Da hat sich Günther Dehn in seiner Besprechung der Mosepredigten Karl Steinbauers [Karl … Mehr

Jürgen Roloff, Predigt über Offenbarung 21,1-7: „Inbegriff und Sinnbild dieser Treue Got­tes ist die heilige Stadt, das neue Jerusa­lem. Johannes sieht sie auf die erneuerte Erde herabkommen, ‚bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann‘. Ich darf aus diesem sprechenden Bild heraus­hören: Für Gott ist seine Geschichte mit dem alten Jerusalem, jener Stadt im judäischen Bergland, weder eine belang­lose Episode, noch ein gescheitertes Ex­periment. Er steht vielmehr zu ihr.“

Predigt über Offenbarung 21,1-7 Von Jürgen Roloff Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste … Mehr

Walter Brueggemann, Kommentar und Überlegungen zu Exodus 16,1-36 (Manna und Wachteln): „Das Wunderbare an der Verteilung dieses Brotes ist, dass ihre wettbewerbsfreie, nicht hortende Praxis wirklich funktioniert, und zwar für alle! Diejenigen, die viel sammeln, haben nicht zu viel; die, die wenig sammeln, haben keinen Mangel. Das Brot kommt dorthin, wo es gebraucht wird, und jeder hat genug davon. So wird das Brot zu einem Mittel, um auf Gottes Verlässlichkeit zu vertrauen und mit den Nachbarn in vertrauensvoller Gerechtigkeit zusammenzuleben.“

Kommentar und Überlegungen zu Exodus 16,1-36 (Manna und Wachteln) Von Walter Brueggemann Die Wüste ist für Israel nach wie vor … Mehr

Martin Luther, Predigten über das 2. Buch Mose, Kapitel 16 (Juni 1525): „Zerstoßen und gering ist das Evangelium anzusehen, es wird von der Welt verachtet, gelästert und geschändet. Dennoch so hat das evangelische Wort, so wir predigen, so große Kraft, dass es selig macht; es hat eine göttliche Kraft bei sich. Solch Wort Gottes, so aus des Menschen Munde geredet wird und erschallt, das wird mit der Vernunft nicht empfangen, es hat keinen äußerlichen Schmuck noch Ansehen; noch bringt es mit sich den Sieg wider den Tod und Teufel, Hölle und Verdammnis, auch Vergebung der Sünden, und macht zu Gottes Kindern, zu Herren über Himmel und Erde.“

Predigten über das 2. Buch Mose, Kapitel 16 Von Martin Luther Kap. 15,27. Und sie kamen in Elim, da waren … Mehr

Walter Lüthi in der Predigt zu 1. Samuel 24 (1962): „Saul hat viel zu verlieren, David aber mehr. Ja, Saul hat schon verloren, was er verlieren konnte. David aber wird hier davor bewahrt, aus der Gnade der Erwählung zu fallen. Selbsthilfe hätte hier den Verlust seiner Erwählung zur Folge haben können. So baut Gott sein Reich, indem er nicht nur den Verworfe­nen an seinem verwerflichen Tun hindert, sondern auch den Erwählten vor Selbstzerstörung bewahrt.“

Zu 1. Samuel 24 Von Walter Lüthi Der Atem kommt einem zum Stocken, wenn man die Ereignisse verfolgt, die sich … Mehr

Dietrich Ritschl, Predigt zu 1. Johannes 4,17 bei der Beerdigung der Dichterin Marie Luise Kaschnitz (1974): „Ja geht denn ihre Geschichte weiter, jetzt, nach dem Tod? Sie geht doppelt weiter: einmal – und das scheint uns das Nächste – in unserer Erinnerung, aus der wir noch jahrelang Kraft und Hoffnung schöpfen können. Dann aber auch anders: nicht nur in unserer Erinnerung, sondern im Gedächtnis Gottes. Vielleicht ist Gottes Liebe und Gottes Gedächtnis dasselbe. Dort ist der Mensch bewahrt.“

Predigt zu 1. Johannes 4,17 (bei der Beerdigung der Dichterin Marie Luise Kaschnitz) Von Dietrich Ritschl Darin ist die Liebe … Mehr