Hans Joachim Iwand, Adventspredigt über Lukas 21,25-36 (1940): „Jesus sieht uns wie Gefangene und die Welt als unseren Kerker. Gefangene des Todes, Gefangene der Sünde sind wir immer noch. Jesus sagt: Wenn die Mauern eures Gefängnisses Risse bekommen, wenn gewaltige Stütze das Fundament erschüttern, dann gerade richtet euch auf, dann erhebt eure Häupter, denn dann tagt der Morgen der Befreiung. Die Hand, die von außen her so gewaltige Schläge gegen das Gemäuer führt, ist Gottes Hand. Die fürchterlichen Einschläge sind seine Zeichen. Weil euch Gott nicht vergessen hat, darum geschieht dies alles.“

Predigt über Lukas 21,25-36 (2. Advent) Von Hans Joachim Iwand Liebe Gemeinde! „Alsdann“ heißt es in diesem Text, der die … Mehr

Hans Wildberger, Predigtmeditation zu Jesaja 35,3-10: „Selbst wenn solche Toren die heilige Straße betreten sollten, so werden sie auf ihr nicht irregehen, sondern mitgenommen und mitgetragen von der nach dem Zion Wallfahrtenden Menge, durch die andern mitgerissen zum Gotteslob. So müßte die christliche Ge­meinde die ‚Toren‘ von heute mit hineinziehen können in die Freude am Herrn!“

Predigtmeditation zu Jesaja 35,3-10 (1961) Von Hans Wildberger I. Vorbemerkung: Der biblische Realismus Kapitel 35 beschreibt den zweiten Akt des … Mehr

Rudolf Bultmanns Predigt über Matthäus 25,31-46 von 1959: „Wir alle wissen, dass wir Stunden der Ruhe brauchen – aber soll diese Ruhe nur unserer körperlichen Erholung dienen, damit wir Kraft für unsere Arbeit gewinnen? Sollte sie nicht auch eine Erholung für die Seele sein? Sollte sie uns nicht Zeit geben, über die tiefere Dimen­sion des Lebens nachzudenken, damit wir nicht nur für unsere Arbeit, sondern auch für die unerwarteten Begegnungen mit dem Herrn Kraft schöpfen können?“

Ich frage mich, ob sich Rudolf Bultmann damit einen Gefallen getan hat, seine 1959 auf Englisch gehaltene Predigt über Matthäus … Mehr

Jörg Barthel, Ein Himmel, der nach Erde riecht. Predigt zu Micha 4,1-5: „»Wie ist es im Himmel?«, fragen die Kinder. Und oft sind sie enttäuscht, wenn sie von goldenen Gassen und endlosen Gottesdiensten hören. Ich verstehe die kindlichen Zweifel sehr gut. Micha 4 zeigt uns einen anderen Himmel, einen menschenfreundlichen Himmel, fast möchte man sagen: einen alttestamentlichen Himmel. Einen Himmel, der nach Erde riecht. Ei­nen Himmel, der das kleine Glück der Menschen nicht verachtet, sondern ernst nimmt und ihm Glanz gibt. Ein solches Glück ist in der Tat »u­topisch«, ortlos in der Welt der großen Politik – aber ist es deshalb weniger lebensnah als die Spekulationen der Grundbesitzer und die Strategien der Feldherren?“

Ein Himmel, der nach Erde riecht. Predigt zu Micha 4,1-5 Von Jörg Barthel 1 Und es wird geschehen am Ende … Mehr

John Donne, Todesduell – Todes Duell (Death’s Duel, 1631): „Obwohl ich das Meisterwerk des größten Meisters bin (der Mensch so ist), wird Zerstörung folgen, wenn du nicht mehr für mich tust, wenn du mich dort lässt, wo du mich gemacht hast. Der Mutterleib, der das Haus des Lebens sein sollte, wird selbst zum Tod, wenn Gott uns dort lässt. Das, was Gott so oft droht, das Verschließen des Mutterleibs, ist nicht so schwer oder unangenehm im ersten Fall wie im letzten, und nicht im Fall der Unfruchtbarkeit, sondern im Fall der Schwäche, wenn Kinder zur Geburt kommen, aber keine Kraft haben, zu gebären.“

TODESDUELLODER, EIN TROST FÜR DIE SEELE GEGEN DAS STERBENDE LEBEN UND DEN LEBENDIGEN TOD DES KÖRPERS.GEHALTEN IN EINER PREDIGT IN … Mehr

Stanley Hauerwas, Bürger des Himmels. Predigt zu Genesis 15,6 mit Blick auf Martin Luther: „Wir sind Bürger einer himmlischen Politik, die es uns ermöglicht, ein Volk zu sein, das eine Alternative zur weltlichen Politik darstellt, die auf der Annahme beruht, dass Gott seine Verheißung an Abraham nicht eingehalten hat. Aber Gott hat Abraham für gerecht befunden, und davon hängt unser Heil ab.“

Bürger des Himmels. Predigt zu Genesis 15,6 mit Blick auf Martin Luther Von Stanley Hauerwas „Und er glaubte dem Herrn; … Mehr

Martin Luther in seiner Pfingstpredigt 1534 über Johannes 3,16-21: „Dieses Evangelium ist eine der herrlichsten Predigten, die man im ganzen Neuen Testament finden kann, sodass es wohl billig wäre, wenn es möglich wäre, es mit goldenen Buchstaben ins Herz zu schreiben. Jeder Christ sollte diesen tröstlichen Text wenigstens auswendig können und ihn sich täglich einmal vorsprechen, damit solche Worte uns geläufig werden und wir lernen, sie zum Trost und zur Stärkung des Glaubens zu gebrauchen.“

Dies ist wohl eine der besten Evangeliumspredigten Luthers: Predigt über Johannes 3,16-21 (Pfingstmontag 1534) Von Martin Luther Dieses Evangelium ist … Mehr