Robert W. Jenson, Kommentar zu Ezechiel 2-3. Ordination und Beauftragung: „So wie das Wort des Herrn in der Beauftragung Ezechiels sakramental verkörpert ist, so ist es auch in der gesamten Rede der Propheten über dieses Wort. Das heißt: Das Wort Gottes, das die Geschichte bestimmt, ist selbst inmitten der aufeinanderprallenden und sich vereinigenden Körper, die Geschichte machen, voll beteiligt. Das entspricht den Andeutungen der Inkarnation, die wir in Ezechiel gefunden haben und noch finden werden: Gott regiert nicht nur von außen, sondern auch aus dem Inneren der Geschichte.“

Kommentar zu Ezechiel 2-3. Ordination und Beauftragung Von Robert W. Jenson Visionen von Gott zu sehen oder ihn sogar sprechen … Mehr

Julius Schniewind, Die Taufe Jesu nach Matthäus 3,13–17 (NTD): „Der Sinn der Taufe Jesu ist vielmehr der, dass er ‚alle Gerechtigkeit erfüllt‘; dies ist’s, was ihm ‚geziemt‘. Die Rechtsordnung Gottes besteht darin, dass der Messias, der Gotteskönig, sich zu seinem Volk hält, dass der Knecht Gottes für die ‚Vielen‘ eintritt. Jesus stellt sich mit denen zusammen, die Sünder sind. Dies war schon der Sinn der Überlieferung von Matthäus 1; es ist der Sinn der Erzählungen von Jesu Helfen und Vergeben, wie sie durch alle Evangelien gehen und bei Matthäus uns von Kapitel 8 an begegnen.“

Die Taufe Jesu nach Matthäus 3,13–17 (vgl. Mk 1,9–11; Lk 3,21f.) Von Julius Schniewind 13 Damals kommt Jesus von Galiläa … Mehr

Rolf Wischnath, Alles neu. Predigt zur Jahreslosung 2026 (Offenbarung 21,5): „GOTTes neue Welt kennt keine Ausgrenzung: Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Alter, Beeinträchtigung, sexuelle Identität oder soziale Stellung verlieren ihre trennende Kraft. GOTTes Liebe in Jesus Christus gilt allen Menschenkindern seiner wunderbaren Schöpfung. GOTT nimmt sie in ihrer Unterschiedlichkeit, in ihrer Würde und Ehre an. Ich hoffe, dass es für mich als einem leidigen Sünder Vergebung geben wird für meinen Ungehorsam – und für die Anderen auch.“

ALLES NEU. PREDIGT ÜBER DIE JAHRESLOSUNG 2026 Von Rolf Wischnath „SIEHE, ICH MACHE ALLES NEU!“ (Offenbarung 21,5). I Das ICH … Mehr

Walter Brueggemann, Kommentar zu Jesaja 61,1-11: „Die Gemeinschaft soll erfüllt werden von Gerechtigkeit und Lob. Wie ein Garten wird sie aufblühen — gerechte, lebensfördernde Beziehungen, die in Doxologie münden. Diese Vision ruft das Judentum aus der Verzweiflung. Die Hoffnung ist in JHWH verwurzelt, betrifft aber eine erneuerte, sichtbare Gemeinschaft. Die Nationen, die JHWHs Irrelevanz vermuteten, werden das ’stattdessen‘ Gottes sehen. Die österliche Freude der Kirche mag Parallelen haben — doch der Text gehört zuerst der jüdischen Hoffnung: Der ewige Bund nimmt konkrete Gestalt in einer neu konstituierten Gemeinschaft an.“

„Ich will einen ewigen Bund schließen.“ Kommentar zu Jesaja 61,1-11 Von Walter Brueggemann Diese poetische Einheit setzt die Grundakzente von … Mehr

Gerhard von Rad, Predigtmeditation zu Josua 1,1-9 (Neujahr): „Unser Glaube ist schon zufrieden, wenn er je den nächsten Schritt als von Gott gewiesen erkennen darf. Tatsächlich gehen V. 3 und 5 in einem äußersten Pathos der Zuversicht einher, das uns den Atem verschlagen möchte. Aber hier geht es nicht um den individuellen Weg dieses oder jenes Menschen, sondern um den des ganzen Gottesvolkes in seine Ruhe, und von ihm gilt: Gott geht mit ihm, ja, er hat ihm in jeder Hinsicht den Weg schon bereitet; an jeden Fußbreit Bodens hat er gedacht.“

Predigtmeditation zu Josua 1,1-9 (Neujahr) Von Gerhard von Rad Entscheidend für das Verständnis dieses Textes ist die Be­stimmung des heilsgeschichtlichen … Mehr

Johannes Chrysostomus, Vom Trug des Vergänglichen: „Solange die Zuschauer da­sitzen und die Aufführung dauert, so lange sind auch die Masken in Geltung; kommt aber der Abend, dann ist das Spiel zu Ende und alle gehen nach Hause. Dann werden die Masken beiseite gelegt, und der bei der Darstellung ein König war, entpuppt sich jetzt vielleicht als ein Kupfer­schmied. Die Masken sind abgelegt, die Täuschung ist vor­über, die Wahrheit tritt zutage. Der im Schauspiel ein freier Mann war, den findet man draußen als Sklaven wieder; denn dort galt die Täuschung, hier gilt die Wahrheit. Der Abend kam, das Schauspiel war zu Ende, die Wahrheit trat zutage.“

Vom Trug des Vergänglichen Von Johannes Chrysostomus Hier auf Erden geht es zu wie in einem Schauspiel. Ihr seht im … Mehr

Rolf Wischnath, Blutspritzer auf den Schuhen. Eine Weihnachtsbesinnung zu Lukas 2,7: „Mit dieser Szene öffnet Strittmatter die Ohren dafür, was der Glanz, den wir so oft um die Weihnachtsgeschichte des Lukas legen, uns meist nicht sehen und hören lässt: die raue und blutige und schreiende Realistik einer Menschen-Geburt; die damit verbundene leidvolle, körperliche Erschöpfung der Gebärenden und des Geborenen. Damals: Unter freiem Himmel. Allein. Es gibt keinen Anlass, uns die Geburt des Jesus von Bethlehem anders vorzustellen.“

Blutspritzer auf den Schuhen. Eine Weihnachtsbesinnung zu Lukas 2,7 Von Rolf Wischnath Als Fakt geschieht nicht mehr als eine dörfliche … Mehr

Karl Rahner, Von der seligen Reise des gottsuchenden Menschen. Gedanken zum Fest der Erscheinung des Herrn (1949): „Siehe, die Weisen haben sich aufgemacht. Denn ihr Herz ist zu Gott ge­pilgert, als ihre Füße nach Bethlehem liefen. Sie suchten ihn; aber er führte sie schon, da sie ihn suchten. Sie sind solche, die nach dem Heiland verlangen in Hunger und Durst nach der Gerechtigkeit, und darum nicht meinen, es dürfe der Mensch seinen einen Schritt unterlassen, weil Gott ja doch tausend machen müsse, damit beide sich finden. Sie suchen Ihn, das Heil, am Himmel und im Herzen. In der Stille und bei den Menschen, selbst bei den Juden und in ihren heiligen Schriften. Sie sehen einen Stern seltsam am Himmel empor­steigen. Und er läßt — selige Milde Gottes — auch ihre Astrologie einmal ge­raten, obwohl sie töricht ist, weil ihr reines Herz es nicht besser wusste.“

Von der seligen Reise des gottsuchenden Menschen. Gedanken zum Fest der Erscheinung des Herrn Von Karl Rahner, S. J., Innsbruck … Mehr