Mein Judesein Von Manès Sperber I Ich schreibe diese Zeilen mitten in der Stadt, deren Namen ich als Kleinkind im … Mehr
Kategorie: Philosophie
Peter Wusts Abschiedswort an seine Schüler vom Dezember 1939 im Angesicht seines bevorstehenden Todes: „Wenn Sie mich nun noch fragen würden, ob ich nicht einen Zauberschlüssel kenne, der einem das letzte Tor zur Weisheit des Lebens erschließen könne, dann würde ich Ihnen antworten: Jawohl, und zwar ist dieser Zauberschlüssel nicht das Denken, wie Sie es von einem Philosophen vielleicht erwarten möchten, sondern das Gebet.“
Abschiedswort Von Peter Wust 1937 erkrankte der Münsteraner Philosophieprofessor Peter Wust (1884-1940) an Gaumenkrebs. Im Februar 1939 muss er krankheitshalber … Mehr
Kirsten Huxel über Jonathan Edwards‘ A Treatise Concerning Religious Affections (1756): „Die Affekte des Gnadenstandes zeichnen sich für Edwards dadurch aus, dass sie in einer geistgewirkten Erleuchtung des Herzens, einer neuen spirituellen Einsicht, Gotteserkenntnis und -liebe gründen, mit einem vollständigen Wandel der menschlichen Natur einhergehen, einen christusförmigen Charakter hervorbringen und sich in christlicher Praxis manifestieren.“
A Treatise Concerning Religious Affections, In Three Parts (amer.; Abhandlung über religiöse Affekte, in drei Teilen), Jonathan Edwards; EA Boston … Mehr
Martin Buber, Die Führungskraft der Schrift (1955): „Die biblische Lehre trägt oft ihr Höchstes nicht vor, sondern lässt es sich auftun, – nicht durch Kryptologie und Allegorese, sondern durch diese jedem unbefangen aufmerksamen Hörleser erkennbaren von Stelle zu Stelle geschlagenen Bogen bedeutsamer Wiederholung.“
Die Führungskraft der Schrift Von Martin Buber Worin ruht die Führungskraft der Schrift für den heutigen Menschen? Seine eigentliche Not … Mehr
Hans von Soden, „Was ist Wahrheit?“ Vom geschichtlichen Begriff der Wahrheit (1927): „Wenn im Alten Testament immer wieder von Gott ausgesagt wird, dass er Wahrheit tue, wirke, bringe, so ist unter der Wahrheit Gottes zunächst nicht verstanden, dass er wirklich, tatsächlich Gott ist, also das ist, wofür er gehalten, und nicht irrig dafür gehalten wird, sondern dass er erfüllt, was man von ihm als Gott, weil er Gott ist, erwartet, dass er sich als mächtig, gütig, gerecht erweist, dass er die Zukunft bestimmt.“
„Was ist Wahrheit?“ Vom geschichtlichen Begriff der Wahrheit Von Hans Freiherr von Soden In einem Buch, das vor einigen Jahren … Mehr
Robert Spaemann, Der Anschlag auf den Sonntag (1988): „Der Sonntag repräsentiert in unserem Lebensrhythmus das, was nicht funktional, nicht ‚gut zu etwas‘ ist, sondern das, was aller Funktionalität erst Sinn gibt. Der Sonntag repräsentiert den Sinn. Der Sonntag ist wie ein Baum, in dessen Schatten wir seit jeher auszuruhen gewohnt sind. Als Ressource darüber hinaus steht er nicht zur Verfügung. Nur wenn das ohne Wenn und Aber klar ist, nur dann werden Wege gefunden, auch ohne einen siebten Arbeitstag zu leben.“
Der Anschlag auf den Sonntag. Plädoyer für die Erhaltung eines kulturellen und religiösen Denkmals Von Robert Spaemann Artikel 140 des … Mehr
Ernst Wolf über Jonathan Edwards (1703-1758): „Der Erweckungsprediger konnte so die prädestinatianische Predigt festhalten. Gott bekehrt den Menschen, indem er ihm einen Willen gibt, der in Freiheit ihn und das Gute liebt. Mit dem Harmoniegedanken verband Edwards eine eigentümliche heilsgeschichtliche Schau, in deren Mitte die Aufrichtung des Königreichs Christi stellt.“
Jonathan Edwards Von Ernst Wolf Edwards, Jonathan (1703-58), * als Sohn eines Farmer-Pfarrers in East Windsor, Conn. In früher Jugend … Mehr
Jonathan Edwards über die Schönheit der Welt (1725): „Wie sehr ähneln die Felder, die mit Pflanzen und Blumen bedeckt sind, jeder Anmut, wenn die Sonne heiter und ungestört auf sie scheint. Wie viel Ähnlichkeit, sage ich, mit jeder Anmut und schönen Gemütsverfassung, mit einer niederen gegenüber einer höheren Ursache, mit einem Erhalter, einem gütigen Wohltäter und einer Quelle des Glücks.“
Über die Schönheit der Welt (Beauty of the World) Von Jonathan Edwards Die Schönheit der Welt besteht ganz und gar … Mehr
Karl Löwith, Fortschritt. Eine Fatalität (Progress: A Fatality, 1967): „Nur wenn es so etwas wie eine immerwährende kosmische Zeit gäbe, in der einige Dinge entstehen, während andere vergehen, würde die Idee des Fortschritts und der Wille dazu ihre unverhältnismäßige Schwere verlieren, die Schwere, die sie für uns hat, weil wir nichts kennen, was ewig währt, da wir den alten Sinn für die Ewigkeit und damit den Sinn für Proportionen in Bezug auf die menschlichen Angelegenheiten verloren haben – la terre des hommes, die jedoch nicht das Universum ist.“
Fortschritt. Eine Fatalität (Progress: A Fatality, 1967) Von Karl Löwith Das Konzept des Fortschritts wird oft mit dem der Entwicklung … Mehr