Einführung in Blaise Pascals „Pensées“ Von Romano Guardini Im abendländischen Schriftbereich gibt es einige Bücher, welche die Gewähr einer unvergänglichen … Mehr
Kategorie: Philosophie
Weisen des Glücks (Seligkeit, Zufall, Glücksgefühle, Eudaimonia, Hedonismus, Utilitarismus …): „Wird menschliches Glück auf extrinsische Erlebnisse oder aber intrinsische Lebenshaltungen reflektiert, unterliegt das jeweilige Glücklich-Sein dem eigenen Empfinden eigenen Urteil. In der christlichen Lehre wird – ausgehend von Jesu Seligpreisungen – Lebensglück als Seligkeit konträr zur eigenen Erfahrung und jenseits eigener Selbstbestimmung göttlich zugesagt: ‚Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.'“
Weisen des Glücks Wenn die Rede über das Glück sich nicht in Vieldeutigkeit verlieren soll, empfehlen sich folgende Unterscheidungen: 1. … Mehr
Hannah Arendt über kollektive Verantwortung (1968): „Die stellvertretende Verantwortung für Dinge, die wir nicht getan haben, das Auf-uns-Nehmen der Konsequenzen von Dingen, an denen wir vollkommen unschuldig sind, ist der Preis, den wir für die Tatsache zahlen, dass wir unser Leben nicht mit uns allein, sondern unter unseren Gefährten leben. Sie ist der Preis dafür, dass die Fähigkeit zum Handeln, die schließlich die politische Fähigkeit par excellence ist, nur in einer der vielen und mannigfaltigen Formen menschlicher Gemeinschaft verwirklicht werden kann.“
Kollektive Verantwortung Von Hannah Arendt Obwohl ich dem zustimme, von dem ich meine, daß es die beiden Kernthesen von Mr. … Mehr
Hans Saner, Altwerden heute – Abschied von einer Ausnahme: „Alt in einem zeitlichen Sinn ist man, wenn man schon lange Zeit gealtert hat. Altern, ebenfalls zeitlich verstanden, ist weder eine Verminderung von Fähigkeiten noch eine Rückentwicklung noch ein Niedergang, sondern das eindimensionale, immer irreversible Kontinuum, in dessen Fluß alle Entwicklung steht. Es gibt kein Werden, auch keine Selbstentfaltung, ohne Altern. Kindheit und Jugend sind ebenso bestimmte Phasen des Alterns wie das Greisenalter. Jung in zeitlichem Sinn ist, wer noch nicht lange gealtert hat.“
Altwerden heute – Abschied von einer Ausnahme Von Hans Saner Als die hier porträtierten Menschen zur Welt kamen, hatte ein … Mehr
Hannah Arendts Gedicht (1951) „Was wir sind und scheinen / Ach wen geht es an. / Was wir tun und meinen, / Niemand stoss’ sich dran.“
Was wir sind und scheinen Was wir sind und scheinen,Ach wen geht es an.Was wir tun und meinen,Niemand stoss’ sich … Mehr
Helmuth Plessner über das Lächeln in seiner Philosophischen Anthropologie: „Durch seine Distanziertheit gewinnt das Lächeln Bedeutung als Mittel und Ausdruck der Kommunikation. Man gibt sich lächelnd zu verstehen: gemeinsames Wissen um etwas, Gemeinsamkeit überhaupt, auch in der Form des Getrenntseins wie Triumph und Niederlage, Überlegenheit, Verlegenheit, Demut. Das Lächeln reagiert auf die Situation und bestätigt zugleich sich selbst und dem anderen, dass man die Situation begreift und insofern ihre Bindung wieder gelockert hat.“
Das Lächeln Von Helmuth Plessner An Vieldeutigkeit alle anderen mimischen Bewegungen des Menschen übertreffend, scheint das Lächeln seine Ausnahmestellung darin … Mehr
Clifford Geertz, Religion als kulturelles System: „Jemand, der beim Ritual in das von religiösen Vorstellungen bestimmte Bedeutungssystem »gesprungen« ist (vielleicht ist dieses Bild für die tatsächlichen Vorgänge ein wenig zu sportlich – »geglitten« mag zutreffender sein) und nach Beendigung desselben wieder in die Welt des Common sense zurückkehrt, ist – mit Ausnahme der wenigen Fälle, wo die Erfahrung folgenlos bleibt – verändert. Und so wie der Betreffende verändert ist, ist auch die Welt des Common sense verändert, denn sie wird jetzt nur noch als Teil einer umfassenderen Wirklichkeit gesehen, die sie zurechtrückt und ergänzt.“
Religion als kulturelles System Von Clifford Geertz Der Versuch zu sprechen, ohne eine konkrete Sprache zu sprechen, ist ebenso zum … Mehr
Jürgen Moltmann über den Urknall (100 Wörter des Jahrhunderts): „Warum Ur-»knall« und nicht Ur-»sprung«? Es klingt mechanistisch, nicht so menschlich, wie man früher von einer »Geburt der Welt« aus ihrer göttlichen Mutter oder von einer »Schöpfung der Welt« aus Wort und Geist des göttlichen Vaters gesprochen hatte. Es klingt kriegerisch und männlich. Eigentlich gibt es doch nichts Geistloseres als »Knall«, »Blitz« und »Explosion«. Sollen wir im Ernst sagen: »Am Anfang war der Knall«?“
Urknall Von Jürgen Moltmann Die Weltentstehungslehre des 20. Jahrhunderts wird mit den Namen »Urknall«, »Big Bang«, »Urblitz«, »Blitzstart« und »Explosion« … Mehr
Peter Gross, Unendliches Begehren nach Mehr (Die Multioptionsgesellschaft, 1994): „Wie auch immer, mit oder seit Augustinus zieht sich die Vorstellung, die Seligkeit sei etwas ganz anderes, mehr und mehr zurück und dringt eine diesseitige Glücksvorstellung in die Welt und die Menschen hinein. Der Abgrund zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und der Welt, zwischen der absoluten Wahrheit und der Unsicherheit und Lüge, zwischen Vernunft und Erfahrung, zwischen Möglichem und Wirklichem wird enthierarchisiert. Die Himmelsleiter führte himmelwärts und endete im ganz Anderen. Nun wird sie wie von einem Baum, dessen Früchte gepflückt sind, weggenommen und auf die Erde abgesenkt.“
Fast 30 Jahre ist es her, dass Peter Gross‘ Die Multioptionsgesellschaft bei Suhrkamp erschienen ist. Furios geschrieben mit einer religiösen … Mehr