Gott Von Christoph Schwöbel »Woran du nun … dein Herz hängst und verlassest, das ist eigentlich dein Gott.« So hat … Mehr
Kategorie: NAMENSlehre
Emmanuel Lévinas, Der Name Gottes nach einigen talmudischen Texten (Le Nom de Dieu d’après quelques textes talmudiques, 1969): „Das Tetragramm – der ‚ausdrückliche‘ Name (Schem Hameforasch) – besitzt ein besonderes Vorrecht. Es besteht in der merkwürdigen Bedingung, dass er niemals ausgesprochen werden darf (außer wenn der Hohepriester am Versöhnungstag, dem sogenannten ‚Jom Kippur‘, ins Allerheiligste tritt – was im nachexilischen Judentum bedeutet: nie). Der Name Adonai – der wiederum nicht vergeblich ausgesprochen werden darf – ist der Name des Tetragramms. Der Name hat einen Namen! Der Name zeigt sich und verbirgt sich zugleich. Es ist notwendig, dass das Eintreten in den Bedeutungszusammenhang immer zugleich auch ein Rückzug (eine Anachorese) oder eine Heiligkeit ist; notwendig, dass die Stimme, die im Sprechen ertönt, auch die Stimme ist, die sich zurücknimmt oder schweigt. Der Eigenname kann diese Modalität haben. Er ist ein Name, der dem, was er bezeichnet, ‚anhaftet‘, ganz anders als der Gattungsname, der durch das Sprachsystem erhellt eine Art oder Klasse bezeichnet, aber nicht ‚haftet‘, sondern den Einzelnen in die Gleichgültigkeit des Allgemeinen einschließt, sozusagen. Der Eigenname, nahe dem Benannten, steht in keiner logischen Beziehung zu ihm und ist daher – trotz dieser Nähe – eine leere Hülle, eine permanente Zurücknahme dessen, worauf er verweist, eine Entleibung dessen, was sich durch ihn verkörpert. Durch das Verbot, ausgesprochen zu werden, bleibt er in diesem Dazwischen: ein Tetragramm, das nie so ausgesprochen wird, wie es geschrieben ist.“
Der Name Gottes nach einigen talmudischen Texten (Le Nom de Dieu d’après quelques textes talmudiques, 1969) Von Emmanuel Lévinas 1. … Mehr
Carol und Eric Meyers, Auslegung zu Sacharja 14,9 (The Anchor Bible): „Und der HERR wird König sein über alle Lande. An jenem Tag wird der HERR der einzige sein und sein Name der einzige.“
Auslegung zu Sacharja 14,9 (The Anchor Bible, 1993) Von Carol L. und Eric M. Meyers Und der HERR wird König … Mehr
Wenn in Jesaja 50,4-9 „’ădonāj JHWH“ falsch übersetzt wird …: „Mit Hellmut Rosin bzw. Kornelis Heiko Miskotte kann nicht oft genug betont werden, dass in der Bibel der NAME dem Appelativum (Gattungsnamen) ‚Gott‘ vorgängig ist. Der Bekenntnissatz lautet: ‚JHWH ist Gott‘ (analog zu ‚JHWH ist König‘), aber niemals umgekehrt. Wer von „Namen Gottes“ redet oder sagt ‚Gott heißt [im Alten Testament] JHWH‘, macht sich an einem anonymen bzw. metaphysischen Gottesbegriff fest und kann damit die biblische NAMENsverheißung nicht gelten lassen.“
Wenn in Jesaja 50,4-9 „’ădonāj JHWH“ falsch übersetzt wird … Nachdem am morgigen Sonntag Palmarum, 13. April, über Jesaja 50,4-9 … Mehr
Hans G. Ulrich, In keinem anderen Namen – das Erste Gebot (Wie Geschöpfe leben): „Die theologische Ethik setzt ein »im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes …«, und somit in keinem anderen Namen, keinem anderen Auftrag, mit keiner anderen Begebenheit oder Geschichte. Sie tritt in das Zeugnis von diesem Namen ein. Diese Ethik rückt in den Blick, dass sich Menschen nicht selbst zum Projekt machen können. So verlieren sie sich, ihr fortwährendes zielloses Tun wird ihnen zur Geschichte.“
In keinem anderen Namen – das Erste Gebot (Wie Geschöpfe leben) Von Hans G. Ulrich Die theologische Ethik setzt ein … Mehr
Hans Bietenhard, Der Name Gottes in der Bibel (1950): „In Johannes 12,28 bittet Jesus: «Vater, verherrliche deinen Namen.» Jesus spricht diese Bitte aus im Angesicht des Todes. Es ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass nach jüdischer Lehre die «Verherrlichung des Namens Gottes» gleich ist der «Heiligung des Namens Gottes»; Jesu Gang ans Kreuz bedeutet die Verherrlichung und damit die Heiligung des Namens Gottes. Die Verherrlichung des Namens Gottes, auf die das Alte Testament blickt und die es erhofft, kommt zu ihrer Erfüllung im Leben, Sterben und Auferstehen Jesu.“
Der Name Gottes in der Bibel1 Von Hans Bietenhard Wie in allen Religionen ist auch in Israel das Verlangen da, … Mehr
Klaus Neumann, Name in der Bibel: „Einen Namen zu haben heißt ‚Jemand‘ zu sein; der gute Name/Ruf ist eines der höchsten Güter. Der Name steht für die Bedeutung und die Rechtspersönlichkeit eines Menschen. Wer dagegen ‚ohne Namen‘ ist, existiert quasi nicht.“
Name in der Bibel Von Klaus Neumann Altes Tesament 1. Der Name (šēm) ist der wichtigste „identity marker“ und Vertreter … Mehr
Martin Buber, Biblischer Humanismus: „Die eigentliche Wirkung tut nur das ursprüngliche Wort im Geheimnis seiner Gesprochenheit: wenn man es so nachspricht, dass es jetzt und hier gesprochen ist. Das biblische Wort ist übersetzbar, weil es einen Gehalt hat, mit dem es an den Menschen ergeht. Es ist unübersetzbar, weil es ein Sprachgeheimnis hat, mit dem es an Israel ergeht. Im Zentrum eines biblischen Humanismus steht der Dienst an dem unübersetzbaren Wort.“
Biblischer Humanismus Von Martin Buber Als 1913 ein von mir versammelter und geleiteter kleiner Kreis pädagogisch interessierter Juden den Plan … Mehr
Edmund Schlink, Der heilige Gott und die Lehre von den göttlichen Eigenschaften (Ökumenische Dogmatik): „Gott ist heilig als der von allem anderen Unterschiedene. Mit keinem Menschen und darüber hinaus mit nichts außer ihm Seienden ist der heilige Gott zu vergleichen. Er ist der ganz andere. Diese Grenze behauptet Gott gegenüber allen Versuchen der Menschen, sie eigenmächtig zu überschreiten und Gott selbstgewählten Zwecken dienstbar zu machen.“
Der heilige Gott und die Lehre von den göttlichen Eigenschaften Von Edmund Schlink In der Mitte des gottesdienstlichen Lobpreises der … Mehr