Ist der Missionsbefehl in der neuen Luther-Bibel 2017 falsch wiedergegeben? – Ja, schreibe ich in idea spektrum: „Was es heißt, als Jünger seinem Meister Jesus nachzufolgen, wird in den Evangelien erzählt: eine hingabevolle Gemeinschaft, die sich ganz auf Jesu Weisung und Lebensweg einlässt. Wenn nun der auferstandene Jesus seine Jünger beauftragt, Völker ebenso als Jünger zu gewinnen, sollen die Menschen in diese verbindliche Nachfolge eintreten. Zu Recht hat die Missionsbewegung im 20. Jahrhundert die grundlegende Bedeutung der biblisch verstandenen Jüngerschaft (Discipleship) wiederentdeckt. Wenn nun in der neuen Lutherbibel die Jünger-Werdung aus dem Missionsbefehl verbannt ist, wird damit – gewollt oder ungewollt – einem individualistischen religiösen Bewusstsein das Wort geredet.“

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„Ich sehe den Himmel offen“ – Wie Märtyrertum das Kreuz Christi zu erschließen weiß: „Der christliche Märtyrer sucht sich eben nicht zur Verwirklichung einer höheren Sache – sei es ein Lebensideal, eine Religion oder ein Glaube – aktiv aufzuopfern. Vielmehr bezeugt er in passionierter Weise mit seinem eigenen Leben und Sterben, dass Jesus Christus mit seinem Tod am Kreuz und mit seiner Auferstehung aus dem Grab das ewige Leben bei Gott erwirkt hat. Wo sich ein Christ in der Lebensgemeinschaft mit dem dreieinigen Gott selbst wiederfindet, können andere Menschen ihm eben nicht durch Tötung das eigene Leben wirklich nehmen.“

„Ich sehe den Himmel offen“ – Wie Märtyrertum das Kreuz Christi zu erschließen weiß Wer wissen will, um wen und … Mehr

Sudeep Chakravarti, Highway 39. Reportagen aus Indiens aufständischem Nordosten (2015): „Entlang des Highways 39 von Numaligarh am südlichen Ufer des Brahmaputra in Assam bis nach Moreh in Manipur führt er in die komplexe Realität eines weitgehend unbekannten bewaffneten Konflikts zwischen indigenen Ethnien, der indischen Zentralregierung und rivalisierenden Rebellenbewegungen ein. Chakravarti – selbst in Kalkutta geboren – nimmt Partei für die einheimische Bevölkerung und verschweigt nicht die grausamen neokolonialen Verbrechen, die der indische Staat vor allem in den 50iger und 60iger Jahren des vorigen Jahrhunderts unter den Naga begangen hat – weitgehend unbeobachtet von der Weltöffentlichkeit.“

Da ich familiär mit Nordostindien und insbesondere mit Nagaland verbunden bin, bin ich bei Sudeeps Chakravartis Reportage über Indiens Nordosten … Mehr

Evangelischer Gehorsam: „Hören und Gehorchen sind ein Beziehungsgeschehen, in dem jemand sich akustisch auf den Anspruch eines anderen ausrichtet, so wie dies in der hebräischen Interjektion hinneni (‚hier bin ich‘) zum Ausdruck kommt. Wer einem Anspruch gehorcht, vertraut sich dem anderen an. Nirgends besser als im sogenannten šemă‘ jiśrā’el kommt dies zur Sprache: ‚Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.‘ Auf den Herrn hören heißt nichts anderes als von dessen Erwählung eingenommen zu sein. Von solch einem kommunikativen Anspruchsgehorsam ist ein Befehlsgehorsam zu unterscheiden, wo auf Grundlage eines externen Statusrahmens ein rangmäßig ‚Untergebener‘ (subiectum) dem Befehl eines Superiors bedingungslos zu folgen hat.“

Evangelischer Gehorsam (Mission als Namenszeugnis) Von Jochen Teuffel Gehorchen kommt von Hören Auch wenn man es nicht gerne hören mag; … Mehr

Reich des Gottes – eine Utopie in Deutschland: „Unter den Bedingungen eines protestantischen Religionismus entgeht das Reich des Gottes dem eigenen Denken. Was metaphysisches Gottdenken sich an Hoffnung verbaut, wird kaum wahrgenommen. Stattdessen wird die eigene Weltanschauung mit ihrem Abstraktionsgehalt als allgemeingültig gehalten.“

Reich des Gottes – eine Utopie in Deutschland Hört man in einem sonntäglichen Gemeindegottesdienst in Deutschland genauer hin, fällt auf, … Mehr