Der Dekalog Von Robert W. Jenson I. Ein Katechismus ist ein Handbuch zur Unterweisung von Katechumenen, also von jenen, die … Mehr
Kategorie: Martin Luther
Martin Luther zur Zukunft der Kirche in seiner Auslegung zu Psalm 90,1 (1534/35): „Die Kirche, das Volk Gottes, besteht von der ersten Stunde bis zur letzten, auch wenn sie manchmal äußerst schwach ist – wie zur Zeit des Elija, der die Kirche aus den Augen verloren hatte und sprach: ‚Deine Propheten?‘ – Den Gottesdienst sehe ich verwüstet, die Ordnung zerstört, das Volk – das heißt: die Propheten – getötet. Damals war die Kirche verborgen und sehr zerstreut (abscondita Ecclesia et valde dispersa), sodass sie mit menschlichen Augen überhaupt nicht sichtbar war, sondern nur in den Augen Gottes, der sprach: ‚Ich habe mir übriggelassen …‘ usw.“
Zur Zukunft der Kirche. Auslegung zu Psalm 90,1 (1534/35) Von Martin Luther Herr, du bist unsre Zuflucht von Generation zu … Mehr
Martin Luther über die guten Werke und den ausbleibenden Dank (Predigt über Matthäus 6,1–4, 1530): „Wer ein Christ sein will, muss sich also so verhalten, dass er kein gutes Werk tut oder unterlässt um der Leute willen, sondern allein deshalb, weil er in seinem Amt, Stand, mit seinem Geld, Gut oder was er hat, Gott dienen und ihm zu Ehren tun will, was er vermag – auch wenn er damit auf Erden niemals irgendeinen Dank verdient. Denn es ist auch unmöglich, dass einem frommen Menschen auch das geringste Werk, das er hier tut, jemals angemessen belohnt werden könnte – selbst wenn man ihn mit Gold krönen und ihm ein ganzes Königreich geben wollte.“
Über die guten Werke und den ausbleibenden Dank (Predigt über Matthäus 6,1–4, 1530) Von Martin Luther Wer ein Christ sein … Mehr
Verantwortung D. Martin Luthers auf das Büchlein wider die räuberischen und mörderischen Bauern, getan am Pfingsttage im Jahre 1525: „Mir als einem Prediger gebührt nicht, mit dem Schwert zu fechten und das Unrecht zu strafen, sondern das Wort zu treiben und zu führen, welches mein Schwert ist. Was ich denn bisher getan, habe sie allenthalben vermahnt, ihren Untertanen Billigkeit zu erzeigen. Tun sie es aber nicht und handeln mit ihnen unbillig und unrecht, gedenke daran, dass sie ihren Herrn und Richter haben werden. Diese Barmherzigkeit ist man ihnen schuldig, wie ich denn auch getan habe und noch stets tue, daß man sie zuerst ermahne und freundlich unterweise, sie möchten von ihrem bösen Vornehmen abstehen, sie auch bedrohe und ihnen (die Gefahr für) ihre Seligkeit eröffne und endlich Gott fleißig für sie bitte, wie wir getan haben.“
Verantwortung D. Martin Luthers auf das Büchlein wider die räuberischen und mörderischen Bauern, getan am Pfingsttage im Jahre 1525[1] Es … Mehr
Martin Luther, Ein christlicher Trostbrief an die Miltenberger, wie sie sich an ihren Feinden rächen sollen, aus dem 120. Psalm (Februar 1524): „So bleibt euch nur noch dies eine: dass ihr euch, wie dieser Psalm zeigt, in dieser Not an den Herrn haltet und vor ihm über solche böse Zungen schreit und mit Ernst und ganzem Herzen bittet um starke Schützen, die scharfe Pfeile auf den Teufel schießen, treffen und nicht verfehlen, und um feurige Wacholderkohlen, die mit Brunst und Eifer die verführten, blinden Leute anzünden und mit gutem Leben erleuchten – zum Preis und zur Ehre des Namens Gottes. Werdet ihr das tun, so sollt ihr in Kürze sehen, wie reichlich ihr euch am Teufel und seinen Schergen gerächt habt, dass euer Herz darüber lachen wird.“
Ein christlicher Trostbrief an die Miltenberger, wie sie sich an ihren Feinden rächen sollen, aus dem 120. Psalm (Februar 1524) … Mehr
The Question of God in the Age of AI and the Freedom of the Children of God (2018): „If the future of Artificial Intelligence has caught up conceptually with the idea of God, then the metaphysical question of God can no longer be posed in the same way. It cannot be answered philosophically alone—it must be answered liturgically by Christians: within the gathered community of believers, the one God is invoked by name—the God who acted for the salvation of the nations through his people Israel and who revealed himself decisively in his Son, Jesus Christ. Christian faith is not directed toward whatever we can imagine as the greatest within ourselves, but toward the one to whom we may entrust ourselves ‚in life and in death‘ (Heidelberg Catechism).“
The Question of God in the Age of AI and the Freedom of the Children of God “That than which … Mehr
Martin Luther, Die Bedingungen des wahren Gebets (Orationis verae conditiones, 1520): „Das Gebet geschehe im Ernst, nicht in schwankendem Geist und nicht so, dass man die Sache, um die man bittet, nicht dringend ersehnt, wie bei einem Abenteuer, kommt’s, so kommt’s, wie wenn man nach einer Birne wirft. Dies wäre sogar eine Verhöhnung Gottes, als wollte er nicht gewähren, was er zugesagt hat. Solche Abenteurer erreichen es nicht nur nicht, sondern reizen vielmehr Gott zu ihrem größten Übel.“
Die Bedingungen des wahren Gebets (Orationis verae conditiones, 1520) Von Martin Luther Jedes Gebet [oratio] wird aus fünf [Merkmalen] bestehen, … Mehr
Welcher Rosenart entspricht die Lutherrose: „Dass die Hundsrose auch weiße Blüten ausbilden kann, wird in unserem Pfarrgarten ersichtlich. Da die Hundsrose die mit Abstand häufigste wild wachsende Art der Gattung Rosen in Mitteleuropa ist und ihre Früchte rot sind – im Unterschied zu den schwarzen bis purpurschwarzen Hagebutten der Bibernell-Rose – gehe ich davon aus, dass die Lutherrose botanisch eine Hunds- bzw. Heckenrose ist.“
Warum die Lutherrose botanisch betrachtet eine Hunds- bzw. Heckenrose ist In seinem Brief an Lazarus Spengler vom 8. Juli 1530 … Mehr
Martin Luther, Lob der Musik (Encomion musices, 1538): „Wo Fleiß und die künstliche Musik hinzukommen, welche die natürliche Musik korrigiert, veredelt und entfaltet, da erst darf man – wenn auch nicht begreifen – doch mit Staunen die vollkommene und absolute Weisheit Gottes in seinem wunderbaren Werk der Musik schmecken. Denn gerade in dieser Kunst zeigt sich eine besondere Vollkommenheit: Während eine einzelne Stimme ihren eigenen Tenor fortführt, spielen ringsum auf wundersame Weise mehrere Stimmen, jubeln, schmücken den Gesang mit den fröhlichsten Verzierungen und scheinen gleichsam einen göttlichen Reigen um sie zu führen. Dies erscheint jenen, die nur ein wenig dafür empfänglich sind, als das wunderbarste Phänomen in dieser Welt.“
Lob der Musik (Encomion musices, 1538) Von Martin Luther Martin Luther an die Musikliebhaber. Grüße in Christus. Ich wünschte von … Mehr