Gunda Schneider-Flume, Meditation zu Römer 8,38f: „Die Ewigkeit ragt in das Jetzt und schenkt erfüllte Zeit, / das Fest der Freude. – / Doch später das Gericht, / das aufdeckt alle Taten, / die Täter und die Opfer. / Gott hebt sie alle auf. / Er fügt die Splitter und die Scherben, / die Bruchstücke vergangener Geschichte / und schafft daraus ein ganzes Bild, / um zu bewahren, wie er selbst gedenkt.“

Meditation zu Römer 8,38f Von Gunda Schneider-Flume „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte … Mehr

Christine Lavant, Von meiner Seele, Herr, rede ich nimmer: „Dieses ist eine sehr große Rechnung, o Herr … / Und wenn ich dich jetzt sanftmütig bitte / und wenn ich dich jetzt zornmutig beschwöre / mir Zeit zu lassen die Summe meiner Verschuldung zu prüfen, / so solltest du mich wohl erhören, / solltest Einsehen haben um der Gerechtigkeit willen / und mir bis zur völligen Klärung / ersparen den Irrsinn.“

Von meiner Seele, Herr, rede ich nimmer Von meiner Seele, Herr, rede ich nimmer,die ist schon für alles verloren.Aber den … Mehr

Willy Kramp, Gotteswort und Dichterwort (1939): „Was kann der Dichter doch nicht alles durch die Magie seines Wortes vollbringen! Er kann erhöhen, was gering ist, und er kann erniedrigen, was hoch ist. Er kann dem Sinnlosen einen Sinn geben. Er kann das Stumme sprechend machen. Er kann die Wahrheit seiner Welt mittels seiner Gestaltungen verwirklichen, statt wie der Prediger des Evangeliums unter der Last eines fremden, übermenschlichen und kaum verständlichen Auftrages nur Worte zu stammeln.“

Gotteswort und Dichterwort Von Willy Kramp 1. Wer vom Worte Gottes in seinem Verhältnis zum Wort des Dichters spricht, der … Mehr

Emanuel Hirschs selbstgerechte  Einsamkeitstheologie ‚Der nahe Gott‘ (1960): „Und dünk ich einsam euch zu sein: / Ich gehe keinen Weg allein. / Unmerklich fast ein leiser Tritt / Rührt an das Pflaster. Gott geht mit. // Sein Auge hab ich nie geschaut. / Nie hört ich seiner Stimme Laut. / Kaum daß ich einst, in hoher Stunde, / Den Atem spürt’ von seinem Munde.“

Der nahe Gott 1 Und dünk ich einsam euch zu sein:Ich gehe keinen Weg allein.Unmerklich fast ein leiser TrittRührt an … Mehr