Meditation zu Römer 8,38f Von Gunda Schneider-Flume „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte … Mehr
Kategorie: Literatur und Gedichte
Christine Lavant, Von meiner Seele, Herr, rede ich nimmer: „Dieses ist eine sehr große Rechnung, o Herr … / Und wenn ich dich jetzt sanftmütig bitte / und wenn ich dich jetzt zornmutig beschwöre / mir Zeit zu lassen die Summe meiner Verschuldung zu prüfen, / so solltest du mich wohl erhören, / solltest Einsehen haben um der Gerechtigkeit willen / und mir bis zur völligen Klärung / ersparen den Irrsinn.“
Von meiner Seele, Herr, rede ich nimmer Von meiner Seele, Herr, rede ich nimmer,die ist schon für alles verloren.Aber den … Mehr
Christine Lavant, Als Gott gewahrte: „Als Gott gewahrte, wie so schön geraten / dein holdes Herz in aller Armut war, / warf er noch einmal mit dem Spaten / viel Leid auf dich, damit nach Tag und Jahr / dies Rot noch röter auferblühe.“
Als Gott gewahrte Als Gott gewahrte, wie so schön geratendein holdes Herz in aller Armut war,warf er noch einmal mit … Mehr
Gunda Schneider–Flume, Hoffnung: „Wo es scheint, als käme nichts mehr, / tut sich neue Hoffnung auf, / wider Erwarten / und wider Kalenderansage, / denn Gott kommt da, / wo vermeintlich / nichts mehr kommt.“
Hoffnung[1] Wo es scheint, als käme nichts mehr,tut sich neue Hoffnung auf,wider Erwartenund wider Kalenderansage,denn Gott kommt da,wo vermeintlichnichts mehr … Mehr
Reinhold Schneiders Sonett ‚Auferstehung‘ (1942): „Ein jeder Schmerz will Ihn im Grabe wecken, / Und jeder Tote wartet auf Sein Wort, / Das aus der Tiefe Kerkermauern reißt.“
Auferstehung Doch will der König in dir auferstehn,Mein trauernd Volk, du darfst sein Grab nicht sein.Der Erde Macht, des Abgrunds … Mehr
Elazar Benyoëtz, Gott nimmt uns bei seinem Wort: „Wir kennen das Wort Gottes nur in unserer Sprache, darum kann er uns, nicht aber wir ihn beim Wort nehmen“
Gott nimmt uns bei seinem Wort Von Elazar Benyoëtz Wir erkennen den Schöpfer in seiner Schöpfung nicht,Gott aber im Reiche … Mehr
Willy Kramp, Gotteswort und Dichterwort (1939): „Was kann der Dichter doch nicht alles durch die Magie seines Wortes vollbringen! Er kann erhöhen, was gering ist, und er kann erniedrigen, was hoch ist. Er kann dem Sinnlosen einen Sinn geben. Er kann das Stumme sprechend machen. Er kann die Wahrheit seiner Welt mittels seiner Gestaltungen verwirklichen, statt wie der Prediger des Evangeliums unter der Last eines fremden, übermenschlichen und kaum verständlichen Auftrages nur Worte zu stammeln.“
Gotteswort und Dichterwort Von Willy Kramp 1. Wer vom Worte Gottes in seinem Verhältnis zum Wort des Dichters spricht, der … Mehr
Emanuel Hirschs selbstgerechte Einsamkeitstheologie ‚Der nahe Gott‘ (1960): „Und dünk ich einsam euch zu sein: / Ich gehe keinen Weg allein. / Unmerklich fast ein leiser Tritt / Rührt an das Pflaster. Gott geht mit. // Sein Auge hab ich nie geschaut. / Nie hört ich seiner Stimme Laut. / Kaum daß ich einst, in hoher Stunde, / Den Atem spürt’ von seinem Munde.“
Der nahe Gott 1 Und dünk ich einsam euch zu sein:Ich gehe keinen Weg allein.Unmerklich fast ein leiser TrittRührt an … Mehr
Ernst Toller, Unser Weg (1920): „Wir haben andern Weg zu Gott gefunden, / Uns sind nicht stammelndes Gebet die Stunden, / Das Reich des Friedens wollen wir zur Erde tragen, / Den Unterdrückten aller Länder Freiheit bringen / Wir müssen um das Sakrament der Erde ringen.“
Nachdem Ernst Toller nach Niederschlagung der Münchner Räterepublik im Juni 1919 verhaftet, wegen Hochverrats angeklagt und einen Monat später zu … Mehr