Konrad Grebel im Brief an Thomas Müntzer wider die Kindertaufe (5. September 1524) Der frühe Schweizer Täufer Konrad Grebel (ca. … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Johannes Brenz, Antwort auf das Verzeichnis, das auf die Frage gestellt ist, ob eine weltliche Obrigkeit das Recht habe, in Glaubensangelegenheiten mit dem Schwert zu handeln [Antwort auff die vertzeichnus, so auff diße frag (Ob ein weltliche oberkait recht habe, in des glaubens sachen mit dem schwert zu handeln) gestelt ist, 1530]: „Aber wenn es nicht beim Glauben im Herzen und beim persönlichen mündlichen Bekenntnis bleibt, sondern so weit geht, dass man sich versammelt – sei es öffentlich oder heimlich –, ein neues Lehramt aufrichtet und beginnt zu lehren, dann beginnt es, Sache der weltlichen Obrigkeit zu werden, sich in solches Handeln einzumischen. Dann kann sie solche Versammlungen und Lehrämter fördern, wenn sie nützlich und friedlich erscheinen, oder sie verhindern, wenn sie aus triftigen Gründen als schädlich und unfriedlich erkannt werden.“
Georg Frölich anonym verfasste Gutachten „Ob eine weltliche Obrigkeit das Recht habe, in des Glaubens Sachen mit dem Schwert zu … Mehr
Kristlieb Adloff, Das Judentum als Religion und als Volk: „Was bedeutet hier das fundamentale UND, das uns in der Schöpfungsgeschichte begegnete? Es kann für Israel weder einen ethnisch und religiös homogenen Staat bedeuten noch einen Multi-Kulti-Einheitsbrei. Es kann nur heißen, dass Israel, wenn es denn lebt, in seinen rational nicht auflösbaren Widersprüchen lebt. Das ist ja denn auch für diejenigen, die dem Experiment des Zionismus nicht von vorneherein ablehnend und feindselig gegenüberstehen, etwas Faszinierendes am Staate Israel.“
Das Judentum als Religion und als Volk Von Kristlieb Adloff I. Jüdische Emanzipation Am 23. Dezember 1789 sprach der eifrige … Mehr
Hans Joachim Iwand, Brief an Rudolf Hermann vom 20. Juni 1937: „In Wahrheit ist doch der Kampf, in den wir geworfen sind, ein Glaubenskampf, nur in zweiter Linie ein Kirchenkampf. Es geht darum, ob der Gott, den wir bezeugen, ein Nationalgott ist, oder der Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat und vor dem wir alle eine Menschheit sind, eingeschlossen in die beiden Pole: Adam und Christus. Jedes Kirchenregiment, das dieser Klärung dient und aus dieser Entscheidung heraus die Gemeinden sammelt, baut auf, jedes Kirchenregiment, das um diese Entscheidung herumkommen möchte, verführt.“
Brief an Rudolf Hermann vom 20. Juni 1937 Von Hans Joachim Iwand Jordan (Neumark), d. 20. VI. 37. Sehr verehrter, … Mehr
Viel Kontinuität und volkskirchliches Pathos 1954: 2000 Gäste beim Mittelschwäbischen Kirchentag Landesbischof D. Meiser im festlich geschmückten Burtenbach — ‚Wir wollen Brücken bauen‘: „Der Landesbischof stellte die Festpredigt unter das Bibelwort Matth. 7, 24—29. In der Geschichte unseres Volkes habe es sich erwiesen, daß es nur einen beständigen Lebensgrund gibt, nämlich das Bleiben in der Rede Jesu. Angesichts der widergöttlichen Mächte in der Welt gelte es, dass wir uns in unseren Taten als festgegründete Christen erweisen.“
2000 Gäste beim Mittelschwäbischen Kirchentag [Sonntag, 18. Juli 1954] Landesbischof D. Meiser im festlich geschmückten Burtenbach — „Wir wollen Brücken … Mehr
Martin Luther, Bittbrief an Albrecht von Mainz vom 21. Juli 1525 im Anschluss an den Bauernkrieg: „So ist es nicht gut, Herr sein mit Unlust, Widerwillen und Feindschaft der Untertanen; es hat auch keinen Bestand. Es ist gut, dass Ernst und Zorn bewiesen ist, als die Leute aufrührerisch und in der Tat störrig und verstockt gefunden wurden. Nun sie aber geschlagen sind, sind es andere Leute und neben der Strafe der Gnaden wert. Zu viel zerrisse den Sack auf beiden Seiten; Maß aber ist zu allen Dingen gut, und die Barmherzigkeit rühmt sich wider das Gericht.“
Von einer anderen Seite als in seinen Bauernkriegsschriften zeigt sich Martin Luther in folgendem Bittbrief an Kurfürst Albrecht von Mainz: … Mehr
Conrad Daniel Kleinknecht (1691-1753) in ‚Die gelehrten Theologen Deutschlands im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert‘: „Auf den Namen eines ausgezeichneten Gelehrten hatte Kleinknecht durch seine Kenntnisse in dem Gesamtgebiet des theologischen Wissens gegründete Ansprüche. Für das Missionswesen zeigte er eine große Vorliebe, und war unermüdet, Beiträge zu sammeln, die er mit großer Gewissenhaftigkeit seiner Behörde überliefert. Als theologischer Schriftsteller zeigte er sich durch mehrere Erbauungsbücher, die, wie die wiederholten Auflagen beweisen, in seiner Zeit viel gelesen worden sein müssen, in der unsrigen aber längst den Augen des gelehrten Publikums entrückt sind.“
Conrad Daniel Kleinknecht war den 22. August 1691 zu Leipheim geboren und der Sohn eines dortigen Provisors und Organisten, der … Mehr
Der Leipheimer Pfarrer Conrad Daniel Kleinknecht (1691-1753) über Zeugung und Geburt (Höchst-nöthiger und nützlicher Unterricht für die Heb-Ammen): „So wurde mir erst dieses Jahr in der hiesigen Gemeinde Folgendes bekannt: Ein junges Weib, das zum zweiten Mal schwanger war, hatte einige Wochen vor der Geburt mehrere Tage hintereinander derartige Beschwerden und Anliegen, dass man fast vermutete, die Geburt werde bald ernst. Da sie aber in ihrer Berechnung selbst unsicher war und 14 Tage vorher die Treppe heruntergefallen war und einiges besorgt wurde, gab man ihr nun etwas Stärkendes für Mutter und Kind und ließ sie zu Hause in der warmen Stube bleiben. Allmählich vergingen diese krampfartigen und mütterlichen Beschwerden, die sich eingestellt hatten. Wäre man sie vor Wochen zu früh zur Geburt angetrieben – wie einige Frauen es wollten –, hätte leicht eine gefährliche und unglückliche Geburt erzwungen werden können. Als aber die rechte Zeit gekommen war, ist sie unter allen ordentlichen Umständen glücklich eines, wenn auch kleinen Kindes, einer Tochter, geboren.“
Erstes Kapitel Vom Menschen, dessen Zeugung und Geburt (Höchst-nöthiger und nützlicher Unterricht für die Heb-Ammen) Von Conrad Daniel Kleinknecht Die … Mehr
Fulbert Steffensky, Der Raum baut meine Seele. Von der Bedeutung und Funktion von Kirchenräumen in unserer Zeit: „Für die Kirche selber ist es lebenswichtig, sich darzustellen und ein öffentliches Gesicht zu bekommen. Man wird auch, indem man sich vor anderen zeigt, ich werde der, als der ich mich bezeuge. Wahrheit braucht Öffentlichkeit und die Präsenz des Geistes braucht Repräsentation. Es gibt viele Fälle der voreiligen Selbstverbergung in unserer Kirche. Vielleicht ist uns der Stolz abhanden gekommen und die Gewissheit, dass wir Lebensschätze zu verwalten haben. Wenn man sie nicht zeigt, weiß man nicht, wer man ist. Die Rücknahme der Sichtbarkeit war Konzept bei einigen neuen Kirchbauten. Was aber, wenn aus der moralischen Topographie einer Stadt die Kirchen verschwinden? Je säkularer, ungedeuteter, unbestimmter die Stadt ist, umso deutlicher sollen die Kirchen sein.“
Der Raum baut meine Seele. Von der Bedeutung und Funktion von Kirchenräumen in unserer Zeit Von Fulbert Steffensky Der Kirchbau … Mehr