Predigt zu Jesaja 62,6-12 (1935) Von Martin Niemöller Gnade, Barmherzigkeit und Friede sei mit euch von Gott dem Vater und … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Aufruf des Geistlichen Vertrauensrats der DEK an die obersten Behörden der deutschen evangelischen Landeskirchen zur Glocken-Opferfeier (1940): „Aber der wahre Wert eines Opfers besteht in der Freudigkeit, mit der es gebracht wird. Und darin wollen und werden unsere Gemeinden sich von niemand übertreffen lassen. Die Glocken haben schon in so manchem Krieg ihr Leben dahingeben müssen, um nach dem Kriege wieder schön und strahlend aufzuerstehen. Was von dem toten Metall gilt, gilt in viel tieferem Sinne von uns Menschen. Nur wer bereit ist, sein Leben einzusetzen, vermag das Leben zu gewinnen, und nur das Volk, dessen Söhne auch vor dem Opfer des Lebens nicht zurückschrecken, wird von Gott großer Aufgaben gewürdigt. In solchem Geiste wollen wir Führer und Vaterland die Glocken schenken und in dieses Opfer unsere heißen Wünsche und Gebete flechten.“
Aufruf des Geistlichen Vertrauensrats der DEK an die obersten Behörden der deutschen evangelischen Landeskirchen Charlottenburg, 26. April 1940 Der Beauftragte … Mehr
Ute Schmidt, Religiöse Motive für die Einwanderung württembergischer Kolonisten nach Bessarabien zu Beginn des 19. Jahrhunderts: „Eine Auswanderung der »Zioniten« nach Palästina auf direktem Weg war freilich unter den dort herrschenden Verhältnissen nicht möglich. Daher galten die chiliastischen Hoffnungen einem anderen Ziel, nämlich einem Zufluchtsort außerhalb Palästinas, an dem sich die Gläubigen auf das Kommen des Herrn vorbereiten sollten. Aller Augen richteten sich nun nach Osten: Im Kaukasus, in der Nähe des Berges Ararat, dem Bergungsort der Arche Noah, sollten die Gläubigen der letzten Tage die verheißene Zuflucht finden und an diesem einsamen Ort als Gemeinde des Herrn aus den Drangsalen des Antichrist errettet werden.“
Religiöse Motive für die Einwanderung württembergischer Kolonisten nach Bessarabien zu Beginn des 19. Jahrhunderts Von Ute Schmidt »Chiliasten« und »Separatisten« … Mehr
Wendel Hiplers Beratungsplan für den Bauerntag in Heilbronn (Mai 1525): „Zum Schluss soll Einigkeit darüber erzielt werden, wann und wo die Reformation stattfindet. Wer zur Reformation berufen und bestimmt werden soll – Gelehrte, Bürger oder Bauern – und wie viele. Ebenso soll den Fürsten, Herren und Edelleuten zugestanden werden, eine Anzahl von Räten zu bestellen, die die Gegenposition vertreten. Wer sind die Personen, die im Namen des gemeinen Mannes alle nötigen Beschwerden vorbringen sollen, damit auf beiden Seiten die beauftragten Männer die Reformation nach gerechtem Maßstab ordnen können – zur guten Ordnung und mit dem Ziel, alle Beschwerden zu beseitigen. Und wie, von wem und in welcher Weise die Kosten für die bestellten Männer sowie für die, die den Vortrag halten sollen, getragen werden.“
Wendel Hiplers Beratungsplan für den Bauerntag in Heilbronn (Mai 1525) Im Mai 1525 wurden Anführer und Gesandte der verschiedenen Aufständischentruppen … Mehr
Philipp Melanchthon, Von Leiden und vom Kreuz sowie von wahren Tröstungen (Loci praecipui theologici): „Da nun die Leiden der Kirche viele zu Zweifeln bringen – ob Gott sich um irgendeinen Teil der Menschheit kümmert, ob es überhaupt eine Kirche Gottes gibt, ob die, die die prophetische und apostolische Lehre annehmen, wirklich Gottes Volk sind, ob Gott diese Gemeinde in ihrer Not erhört –, da also solche traurigen Anblicke viele vom Glauben abbringen und zu epikureischen Irrtümern führen, muss die Kirche gegen solche Anfechtungen gewappnet sein. Sie muss gelehrt werden, warum sie so großem Leid unterworfen ist und dass sie dennoch gehört, gestärkt, erhalten und schließlich erlöst wird. Das ist die besondere Weisheit der Kirche. Deshalb müssen zuerst die Beweggründe und Endursachen erkannt, gelernt und oft durchdacht werden.“
Von Leiden und vom Kreuz sowie von wahren Tröstungen (De calamitatibus et de cruce et de veris consolationibus – Loci … Mehr
Georg Merz, Tausendjähriges Reich: „Sie erhoffen das Reich Christi als ein Ereignis der Geschichte, unterscheiden darum das Tausendjährige Reich als eine Epoche dieser Geschichte von der Wiederkunft Christi in seiner Herrlichkeit als dem Ende aller Geschichte. In der Aussage von Offenbarung 20 und in den auf dieses Kapitel sich beziehenden Aussagen der Schriften Alten und Neuen Testaments sehen sie ein unüberhörbares Zeugnis für die Realität der dieser Erde zugesagten Hoffnung.“
Tausendjähriges Reich Von Georg Merz In der Offenbarung des Johannes wird im 20. Kapitel berichtet, daß der Satan „tausend Jahre“ … Mehr
Bericht über die Anfänge der Wiedertaufen in Zürich (30. Januar-7. Februar 1525): „Darauf habe ihn Blaurock gefragt, ob er die Gnade Gottes begehre, was er bejahte. Da sei Felix Manz aufgestanden und habe gesagt: »Wer will mir wehren, dass ich ihn nicht taufe?« Blaurock habe geantwortet: »Niemand!« Er habe also ein Gefäß mit Wasser genommen und ihn getauft im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Daraufhin sei Jakob Hottinger aufgestanden und habe ebenfalls um die Taufe gebeten. Diesen habe dann Felix Manz getauft. Danach seien alle anderen gegangen, nur Manz und Blaurock seien über Nacht bei ihm geblieben.“
Bericht über die Anfänge der Wiedertaufen in Zürich (30. Januar-7. Februar 1525) Der folgende Bericht beschreibt einige der ersten Erwachsenentaufen … Mehr
Konrad Grebel im Brief an Thomas Müntzer wider die Kindertaufe (5. September 1524): „Da du das alles ziemlich klar in deinen Protestschriften gegen die Kindertaufe bekannt hast, hoffen wir, du handelst nicht gegen das ewige Wort, Weisheit und Gebot Gottes, nach denen man allein Gläubige taufen soll, und dass du keine Kinder taufst. Solltest du oder Karlstadt nicht genug über die Kindertaufe geschrieben haben mit allem Notwendigen – wie und warum man taufen soll –, so will ich, Konrad Grebel, mein Heil daran versuchen und das, was ich begonnen habe, zu Ende schreiben gegen alle, die bisher (außer dir) über die Taufe verführerisch und wissentlich geschrieben und die unsinnige, gotteslästerliche Form der Kindertaufe verteidigt haben – wie Luther, Löw, Osiander und die Straßburger, und einige, die es noch schändlicher gemacht haben. Wenn Gott es nicht wendet, so bin ich – und sind wir alle – gewiss der Verfolgung sicher, vor allem durch die Gelehrten.“
Konrad Grebel im Brief an Thomas Müntzer wider die Kindertaufe (5. September 1524) Der frühe Schweizer Täufer Konrad Grebel (ca. … Mehr
Johannes Brenz, Antwort auf das Verzeichnis, das auf die Frage gestellt ist, ob eine weltliche Obrigkeit das Recht habe, in Glaubensangelegenheiten mit dem Schwert zu handeln [Antwort auff die vertzeichnus, so auff diße frag (Ob ein weltliche oberkait recht habe, in des glaubens sachen mit dem schwert zu handeln) gestelt ist, 1530]: „Aber wenn es nicht beim Glauben im Herzen und beim persönlichen mündlichen Bekenntnis bleibt, sondern so weit geht, dass man sich versammelt – sei es öffentlich oder heimlich –, ein neues Lehramt aufrichtet und beginnt zu lehren, dann beginnt es, Sache der weltlichen Obrigkeit zu werden, sich in solches Handeln einzumischen. Dann kann sie solche Versammlungen und Lehrämter fördern, wenn sie nützlich und friedlich erscheinen, oder sie verhindern, wenn sie aus triftigen Gründen als schädlich und unfriedlich erkannt werden.“
Georg Frölich anonym verfasste Gutachten „Ob eine weltliche Obrigkeit das Recht habe, in des Glaubens Sachen mit dem Schwert zu … Mehr