Ein Bund und ein Mensch Von Walter Dirks Die beiden Glücksfälle, die möglicherweise meinem Leben Richtung gaben, hängen eng miteinander … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Hans Joachim Iwand, Morgenandacht über Lukas 14,25-35 (1935): „Jesus Christus steht nicht darum als Herr vor uns, weil wir uns zu ihm bekennen, er lebt und wirkt nicht, weil Menschen ihn als ihren Heiland und Erlöser anerkennen, sondern weil sich Gott selbst zu ihm bekannt hat, als ihn alle verrieten, weil eine Stimme von oben ihn als den Herrn der Welt bezeugt hat, als die Menschen meinten, nun sei es aus mit ihm. Alles, was wir Bekenntnis und Nachfolge nennen, ist nichts anderes als ein demütig-gehorsames Nachsprechen dessen, was Gott über diesen Jesus von Nazareth gesprochen und bezeugt hat: ‚Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.'“
Morgenandacht über Lukas 14,25-35 (1935) Von Hans Joachim Iwand Wir hören das Wort Gottes, das für den heutigen Tag festgelegt … Mehr
Verena Pfenninger-Stadler, Brief an Karl Barth in Sachen Caprez-Roffler (1932) und Karl Barths Antwort: „Wir haben ja niemals von unseren Mitchristen, von den christlichen Redaktorinnen unseres Landes und nicht einmal von unseren Kirchenbehörden verlangt, dass sie das Wagnis, das wir im Glauben unternehmen, mit uns wagen. Wir haben uns gefreut über jeden, der mit uns ging, aber verlangt haben wir nur das Eine, dass man uns nehme und allenfalls bekämpfe als das, was wir sind: Menschen, die vielleicht irren, aber jedenfalls meinen, im Glauben gehandelt zu haben und daher von da allein angegriffen werden müssen.“
Brief an Karl Barth in Sachen Caprez-Roffler Von Veronika Pfenninger-Stadler Brig, Tunnelstraße 9,31. VII. 32 Herrn Prof. Dr. Karl Barth,Bonn … Mehr
Margreth Härdi-Caprez über ihre Eltern Gian und Greti Caprez-Roffler (1994): „Im Sommer 1944 geschah das Seltsame: Die gleiche Behörde, die neun Jahre zuvor Gretis Kirchgemeinde als Strafmassnahme das Kirchenvermögen fortgenommen hatte, fragte Gian und Greti Caprez an, ob sie die neugeschaffene Stelle der Pastoration in den kantonalen Anstalten miteinander übernehmen wollten! So zogen sie im September nach Chur in ein wunderschönes Privat-Haus am Calunaweg. Dieses Haus war ihnen sechs Jahre lang Heim und Zuflucht, wenn ihre Herzen schwer geworden waren ob all den vielen dunklen Schicksalen, die ihnen bei ihren Begegnungen in Spitälern, psychiatrischen Kliniken und Gefängnissen anvertraut worden waren. In der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember 1942 kam der kleine Christ-Josias auf die Welt. Seine Mutter hatte bis fast zuletzt mit ihm zusammen in all die Dunkelheiten hineingehen müssen, und dann war es doch so ein Sonnenkind.“
Rückblick auf das Leben von Greti Caprez-RofflerPfarreringeb. 17. August 1906 – gest. 19. März 1994 und Gian Caprez-Rofflerdipl. Bauing. ETH … Mehr
Greti Caprez-Roffler, Die Pfarrerin. Lebenserinnerungen der ersten Bündner Theologin (1980): „Gestern wurde ich ins Kantonsspital gerufen zu einer Frau, die am Morgen in einem Anfall von Schwermut Salzsäure getrunken hatte und nicht mehr zu retten war. Nie werde ich dieses Sterben vergessen. Eine junge Frau, erst 33 Jahre alt, eine schöne Frau, mit wunderbaren dunklen Augen, krausem schwarzem Haar, schön gewachsen, geliebt von Mann und Kind. «Es ist niemand schuld, mein Mann war immer, immer lieb zu mir», das waren ihre ersten Worte. Sie war ganz gelöst vom Leben, es war keine Reue über ihre Tat da, nichts vom Willen, ins Leben zurückzukehren. Nur die Schuld ihrer Tat lag auf ihr, das Verlangen nach Vergebung. Sie litt furchtbare Schmerzen und quälenden Durst und konnte nicht mehr trinken. Ich nahm sie in meine Arme. So beteten wir, bald sie, bald ich; sprachen wir, bald sie, bald ich. Meine Tränen hinderten mich oft am Sprechen. Sie weinte nicht. Sie freute sich zu gehen.“
Die Pfarrerin. Lebenserinnerungen der ersten Bündner Theologin von Greti Caprez-Roffler Vom Hüschergada zur Universität «Im Sommer 1906 gingen meine Eltern … Mehr
Karl Barth, „So wahr mir Gott helfe!“ Die Frage des Führereides und ihre Behandlung in der Bekennenden Kirche in Deutschland im Sommer 1938: „Der neudeutsche Führereid ist ein Totalitätseid, mit welchem sich der Schwörende mit Haut und Haar, mit Leib und Seele dem unerforschlichen Willen einer ihm gänzlich unübersichtlichen anderen Instanz verschreibt. Treue und Gehorsam gegen Adolf Hitler bedeutet eo ipso (und eo ipso ohne jede Möglichkeit irgend eines Vorbehaltes!) die Inanspruchnahme des ganzen Menschen für den Dienst dieser mit allen Merkmalen einer Gottheit ausgestatteten Persönlichkeit.“
„So wahr mir Gott helfe!“ Die Frage des Führereides und ihre Behandlung in der Bekennenden Kirche in Deutschland im Sommer … Mehr
Eduard Thurneysen, Pfarrer Samuel Dieterle zum Gedenken (1950): „Es ist ja nicht ganz selbstverständlich, dass zwei Pfarrer an der gleichen Gemeinde es immer leicht haben, miteinander Schritt zu halten und der Gemeinde in wirklicher Eintracht zu dienen. Ich erinnere mich noch eines Gespräches, das ich mit einem Altersgenossen und Studienfreund von Samuel Dieterle hatte, bald nachdem ich nach Brüggen gewählt worden war. Er meinte, mir voraussagen zu müssen, dass ich neben einem Prediger von Format wie Dieterle durchaus im Schatten werde zu leben haben. Aber davon war nun wirklich keine Rede. Ich durfte mich selber sein und bleiben, ohne von Dieterles «Format» mich erdrückt zu fühlen.“
Pfarrer Samuel Dieterle zum Gedenken (1950) Von Eduard Thurneysen Ob ich der rechte Mann bin, um dem so plötzlich unter … Mehr
Die Erfindung des Esstisches aus dem Geist der Eucharistie: „Weil Jesus sich an seinem Tisch als Diener und Herr zugleich hingibt, sind in seinem Reich für alle, die an seinem Leben und Sterben Anteil haben, Würdesitze vorgesehen. Das Essen am gemeinsamen Tisch in Jesu Namen, bei denen die Teilnehmer auf Stühlen sitzen, wird zur Vorwegnahme der eschatologischen Heilsgemeinschaft.“
Die Erfindung des Esstisches aus dem Geist des Abendmahls Jesu Das Abendmahl Jesu stellen wir uns gewöhnlich als Tischmahlzeit vor. … Mehr
Johannes Cochläus, Ein kurzer Begriff von Aufruhren und Rotten der Bauern in hohem Deutschland [Süddeutschland] (1525): „Doch die Frauen, die so lutherisch waren und ihre Männer zur Rebellion anstachelten, müssen ihr Leben lang ein Ulmer Schild in den Farben Weiß und Schwarz an all ihren Kleidern tragen als Zeichen ihrer Streitsucht. In anderen Ortschaften und Dörfern dieser Stadt wurden ebenfalls die aufrührerischen und lutherischen Amtspersonen abgesetzt, die Häuser wurden mit einer Brandschatzung belegt, Waffen und Wehr wurden verboten, und alle Versammlungen, die ohne Wissen der Obrigkeit stattfinden, wurden untersagt. Auch bei Kirchweihen dürfen keine Waffen getragen oder Ratschläge und Versammlungen abgehalten werden.“
Ein kurzer Begriff von Aufruhren und Rotten der Bauern in hohem Deutschland [Süddeutschland] Von Johannes Cochläus In Schwaben Kempten: Am … Mehr