Predigt über 2. Korinther 6,1-10 Von Hans Joachim Iwand Wir ermahnen aber euch als Mithelfer, daß ihr nicht vergeblich die … Mehr
Kategorie: Hans Joachim Iwand
Hans Joachim Iwand, Antwort. Ein Brief an Josef L. Hromádka (1959): „Wir haben theologisch zwar an der Menschheit Jesu Christi festgehalten, aber dass dieser Mensch ein Jude war, das haben wir dogmatisch oder im Sinne eines allgemeinen Humanismus ethisierend für irrelevant erachtet. Wir haben den inneren Zusammenhang zwischen dem alten und dem neuen Bund weniger klar und scharf gesichtet als es der Gegner tat, der die schwächste Stelle in unserem modernen Christentum erspäht hatte. In diesem Falle lag die Decke eher vor den Augen der Kirche als über der Synagoge. Wir haben nicht gesehen, dass wir mit der Entwurzelung aus Israel unsere Ökumenizität als Kirche verlieren sollten und verloren hätten.“
Antwort. Ein Brief an Josef L. Hromádka zu dessen 70. Geburtstag am 8. Juni 1959 Von Hans Joachim Iwand Lieber … Mehr
Hans Joachim Iwand, Über die methodische Verwendung von Antinomien in der Religionsphilosophie dargestellt an Karl Heims ‚Glaubensgewißheit‘ (1924): „Die Totalität ist aber eine irrationale Größe, die jeder Rationalisierung durch Zerfall ihrer Einheit spottet, d. h. die sich dann eben in Antinomien auflöst. Der Begriff des Gesetzes kann dem der Totalität nicht gerecht werden. Daher darf man, wo es sich um die Ganzheit handelt, die kategorialen Gesetze der Vernunft nicht heranziehen, vielmehr muß man auf die religiöse Setzung der schlechthinnigen Abhängigkeit rekurrieren, der sich die Totalität des Lebens erschließt.“
Über die methodische Verwendung von Antinomienin der ReligionsphilosophieDargestellt an Karl Heims „Glaubensgewißheit“ Von Hans Joachim Iwand Zusammenfassung der gleichnamigen Dissertationsschrift … Mehr
Hans Joachim Iwand, Brief an Rudolf Hermann vom 20. Juni 1937: „In Wahrheit ist doch der Kampf, in den wir geworfen sind, ein Glaubenskampf, nur in zweiter Linie ein Kirchenkampf. Es geht darum, ob der Gott, den wir bezeugen, ein Nationalgott ist, oder der Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat und vor dem wir alle eine Menschheit sind, eingeschlossen in die beiden Pole: Adam und Christus. Jedes Kirchenregiment, das dieser Klärung dient und aus dieser Entscheidung heraus die Gemeinden sammelt, baut auf, jedes Kirchenregiment, das um diese Entscheidung herumkommen möchte, verführt.“
Brief an Rudolf Hermann vom 20. Juni 1937 Von Hans Joachim Iwand Jordan (Neumark), d. 20. VI. 37. Sehr verehrter, … Mehr
Hans Joachim Iwand in seiner Predigtmeditation zu Lukas 6,36 (1950): „Könnten wir von hier aus denken, also von da aus, dass Gott barmherzig ist, dass alles, unser Sein und unser Erlöst-Sein, dies bezeugt und unter Beweis stellt, dann würden wir gewiß die tiefe, sich immer wieder gegen den Richter kehrende Problematik des Richtens begreifen, wir würden von uns aus mithelfen, dass die Umkehrung herbeigeführt wird, dass Gnade vor Recht kommt, Evangelium vor dem Gesetz, Erbarmen vor dem Verurteilen, und würden so die Sache des Höchsten als unsere eigenste Angelegenheit fördern und vertreten.“
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. (Lukas 6,36) Gott ist barmherzig. Wir – obschon wir Staub und Asche … Mehr
Hartmut Ludwig über Hans Joachim Iwand (1899-1960): „Wie kein anderer reflektierte Iwand alles theologische Denken im geschichtlichen Kontext. An Martin Niemöller schrieb er: »Ich will Ihnen gern gestehen, daß ich seit 1945 mich viel mit jenen Vorgängen des vorigen Jahrhunderts beschäftigte, die dem Sturz Napoleons in Europa folgten, und befürchte, dass wir in Gefahr sind, wieder in jene alten Gleise einzubiegen, die sich bereits damals als tote Gleise erwiesen haben.«“
Hans Joachim Iwand Geb. 11. 7. 1899 in Schreibendorf; gest. 2. 5. 1960 in Bonn Von Hartmut Ludwig Nach den … Mehr
Hans Joachim Iwand zu 1. Petrus 1,3-9 (Quasimodogeniti): „Das Verwahrtwerden geschieht in der Kraft Gottes, nicht in der unseres Glaubens. Der uns verwahrt, tut es in derselben Kraft, die den Tod in Jesus Christus zerbrach. Sie holt auch uns aus dem Grab unseres Unglaubens heraus und bewahrt uns fortan. Sie verwahrt uns. Es bedarf also schon einer solchen Kraft, die der Macht des Todes überlegen ist, wenn wir in unseren mannigfachen Prüfungen bestehen, wenn wir jenes Erbe nicht preisgeben sollen.“
Zu 1. Petrus 1,-3-9 (Quasimodogeniti) Von Hans Joachim Iwand Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns … Mehr
Hans Joachim Iwand, Predigtmeditation zu Johannes 20,11–18: „Es gehört schon etwas dazu, von Gott erwählt zu sein, um der Erscheinung des Auferstandenen ausgesetzt zu werden. Aus welcher Höhe, aus welchem Stolz wird Paulus zu Boden geworfen! Aus welcher Tiefe wird Maria emporgehoben! Unter allen Zeugen der Auferstehung steht sie vor uns als die Reinste, Empfänglichste. Sie empfängt, was sie suchte. Sie sagt nur ein Wort: Rabbuni! Ganz leicht, ganz ohne Entsetzen und Erschütterung, wie wenn auf einmal alle Finsternis, alle Geister der Nacht wichen und der schon verloren geglaubte Weg im Licht des Tages unter ihren Füßen liegt; wie wenn sie auf einmal weiß, was sie zu glauben nie aufhörte, so bekennt sie ihren Glauben. Sie hat die Mitte ihres Lebens wiedergefunden. Sie hat gewartet, wo das Warten, das Hoffen, das Suchen schon keinen Sinn mehr zu haben schien. Sie hat nicht umsonst in solchem ‚dunklen Glauben‘ ausgehalten.“
Predigtmeditation zu Johannes 20,11–181 Von Hans Joachim Iwand Auch in dieser Ostergeschichte steht Maria Magdalena im Mittelpunkt der Handlung. Sie … Mehr
Hans Joachim Iwand, Gedanken zum Ostersonntag: „Solange wir noch dieser Botschaft standzuhalten gedenken, wird sie uns nicht treffen. Sie kommt, wo sie kommt, nur zu den Demütigen, den zu Boden Geworfenen, sie kommt wie ein Licht von oben in die tiefste Nacht … Wer an den Rand aller Dinge tritt, an den Rand seiner eigenen Vernünftigkeit, seines sich irgendwie Behaupten-Wollens, allein der wird sie hören, wie die Frauen sie hörten.“
Gedanken zum Ostersonntag Von Hans Joachim Iwand Die Frauen fanden aber den Stein weggewälzt von dem Grab und gingen hinein … Mehr