Martin Luther, Ob man vor dem Sterben fliehen möge (1527): „Hat Christus sein Blut für mich vergossen und sich um meinetwillen in den Tod gegeben, warum sollte ich mich nicht auch um seinetwillen in eine kleine Gefahr begeben und eine ohnmächtige Pest nicht anzusehen wagen? Kannst du schrecken, so kann mein Christus stärken; kannst du töten, so kann Christus Leben geben; hast du Gift im Maul, Christus hat noch viel mehr Arznei.“

Als damals im Frühjahr 2003 in Hongkong die SARS-Epidemie eine Millionenstadt in den Ausnahmezustand versetzt hat, ist mir eine Schrift … Mehr

Predigt zum Gedenkgottesdienst aus Anlass der Terroranschläge vom 11. September (2011): „‚Wohlan, es ist noch eine kleine Weile.‘ Im Buch der Offenbarung findet sich ein himmlisches Gotteslob, das die Prophetie des Jesaja aufnimmt: ‚Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm!‘ Der ‚apokalyptische Blick‘ (Johann Baptist Metz) des Seher Johannes lässt zu Tode gekommene Menschen noch einmal im Himmel gegenwärtig werden, ‚eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen.‘ Da, wo das Lamm gegenwärtig ist, wo sein Geheimnis des Sterbens und der Auferstehung wirklich ist, bleibt gewaltsam hintergangenes Leben nicht länger vernichtet.“

Ich weiß noch, dass ich am Nachmittag dieses Dienstags mich im Aufgang zu meiner Wohnung in Wasserburg am Inn befand, … Mehr

Kirche als liturgische Spielgemeinschaft: „Regeltreue und Können sind unabdingbar, andernfalls kann das heilige Spiel nicht stattfinden. Deshalb müssen Christen als Mitspielende den besonderen Wort-Schatz dieses Spiels erlernt haben und in dessen Sprachregeln eingeführt worden sein.“

Kirche als liturgische Spielgemeinschaft Der katholische Religionsphilosoph Romano Guardini hat in seinem Buch „Vom Geist der Liturgie“ (1919) in gedankenprovozierender … Mehr