Über das verfehlte Reden von Opfern Wenn gegenwärtig in unserer Gesellschaft von Opfern die Rede ist, wird in aller Regel … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Prädestination, Erlösung und Verdammnis im wirklichen Leben: „Es ist die Pilgerschaft des Glaubens, die in einer Prädestinationslehre nicht vorweggenommen bzw. in den Status ‚gerettet‘ eingedampft werden kann. Keine Theorie mit genereller Begrifflichkeit kommt dem wirklichen Geschehen von Menschen mit ihrem je eigenen Namen gleich. Wir können uns eben nicht von der Bühne stehlen und in einen göttlichen Regieraum gehen, um das Drama von oben zu übersehen.“
Prädestination, Erlösung und Verdammnis im wirklichen Leben Die Lehre von der Prädestination zum Heil oder zur Verdammnis enthält Aussagen, die … Mehr
Hans Steinacker über Joseph Wittig (1879-1949): „Der »Roman mit Gott«, erschienen 1950, ist das radikalste, persönlichste Buch Wittigs, geht es in diesen »Tagebuchblättern der Anfechtung« doch um die »Geschichte und den Ausgang meiner unglücklichen Liebe zu dem, was man Gott nennt«. So spricht Joseph Wittig als ein zeitgenössischer Hiob: Von seiner Kirche verstoßen und der beruflichen Existenz beraubt – trotz seiner vagen Wiederaufnahme –, hungernd und frierend, an Leib und Seele tödlich bedroht, harrte er bis zum letzten Augenblick in der geliebten Heimat aus, um dann mit Frau und Kindern hinausgetrieben zu werden.“
Die angefochtene Gottesliebe des ökumenischen Grenzgängers Joseph Wittig (1879-1949) Von Hans Steinacker »Froh wollte ich alle Leser machen in dem … Mehr
Wolfgang Niederstraßer in seiner Predigt zu Psalm 10 im Trauergottesdienst für Gefallene 1942: „Man drängt die Kirche zurück aus dem öffentlichen Leben, zunächst in ihre Mauern, doch auch dort lässt man sie nicht. Anstelle der Taufe tritt die Namensgebung. Anstelle der Konfirmation tritt die Jugendreife, die politische Verpflichtung der Jugend. Anstelle der Trauung die Eheweihe. Anstelle der christlichen Beerdigung die Totenehrung. Es ist die Absicht vorhanden, dass auf christlichen Friedhöfen auch nicht christliche Bestattungen stattfinden müssen, dass selbst die Gotteshäuser zu solchen Feiern geöffnet werden müssen. [. . .] Genug. Warum bist Du so ferne, verbirgst Dich zur Zeil der Not? Warum?! Weil der Gottlose Übermut treibt, muß der Elende leiden!“
Es ist Björn Mensing zu verdanken, dass der Widerstand und die Inhaftierung des Pfarrers Wolfgang Niederstraßer (1907-1981) im KZ Dachau … Mehr
Viktor Warnach über Odo Casel: „Die Liturgie war für ihn wahrhaft ‚Opus Dei‘, aber gerade nicht als unsere Leistung, sondern als Gottes Werk an uns, das wir freilich glaubend mitvollziehen müssen, wenn wir an seiner Heilsfrucht Anteil haben wollen.“
Odo Casel Von Viktor Warnach Odo Casel, geboren am 27. September 1886 in Koblenz-Lützel. Nach kurzem Studium in Bonn 1905 … Mehr
Christian Möller, Joseph Wittig – ein (fast) vergessener Schlesier: „Es ist ein Unglück, das sich vor allem in der protestantischen Theologie ausgeprägt hat, dass das Leben Jesu historisiert und die biblischen Texte in die Abständigkeit abgeschoben werden und die Christologie in dogmatischer Richtigkeit konserviert wird, während darüber das Leben Jesu verloren geht, das durch Wort und Sakrament immer wieder neu gestiftet wird in Schlesien und anderswo. Der Glaube verliert seine Vollmacht, wenn Menschen sich nicht mehr selber als Söhne und Töchter Gottes zu verstehen wissen.“
Joseph Wittig – ein (fast) vergessener Schlesier Von Christian Möller 1. Joseph Wittig – wer war das? Er stammt aus … Mehr
Wolfgang Huber über den Begriff ‚Fortschritt‘ (1980): „Fortschritt wird also vorrangig als Steigerung ausgelegt. Erst allmählich tritt die Frage auf, ob im Prozess derartiger Steigerung die Bedingungen menschlichen Lebens zugleich erhalten werden können; und ebenfalls allmählich erst verbindet sich damit die Frage, ob nicht durch fortschreitende quantitative Steigerung die Bedingungen menschlicher Freiheit aufs Spiel gesetzt werden.“
Fortschritt Von Wolfgang Huber 1. Der Begriff und seine Herkunft Für das „wissenschaftlich-technische Zeitalter“ ist kaum ein Begriff kennzeichnender als … Mehr
Alfred Delp, Der Stern wird über der Wüste stehen (Epiphanias 1945, Haftanstalt Berlin-Tegel): „Es steht schlimm um ein Leben, wenn es die Wüste nicht besteht oder sie meidet. Die Stunden der Einsamkeit müssen mit denen der Gemeinsamkeiten in einem bestimmten Verhältnis stehen, sonst verkümmern die Horizonte und werden die Gehalte zerredet und vertan. Das ist eine der bewußten Befreiungstaten, die der Mensch an sich selbst tun muss, dass er sich immer wieder in der Einsamkeit dem großen Frager und dem echten Anblick der Dinge stellt.“
Der Stern wird über der Wüste stehen (Epiphanias 1945, Haftanstalt Berlin-Tegel) Von Alfred Delp In diesen Wochen der Gebundenheit habe … Mehr
Eintretendes Schweigen. Was Dichterinnen und Dichtern den anderen im Jüngsten Gericht möglicherweise voraushaben: „Wie viele unnütze Worte schon längst gesprochen worden sind und ausgesprochen werden – und dann heißt es aus Jesu Mund, dass im Jüngsten Gericht für jedes dahergesagte Wort wiederum mit weiteren Worten Rechenschaft zu geben ist. Ich kann mir da nur einen unendlichen Wortschwall aus unzähligen Menschenmündern vorstellen – ein Gerede, das vor dem Richter kein Ende finden kann.“
Mir geht das Jesus-Wort nach Matthäus 12,36 nach: „Ich sage euch aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Tage … Mehr