„Sinn“ und „Wahrheit“. Die „Sinnfrage“ in religionstheoretischer und theologischer Sicht Von Gerhard Sauter Das Wort „Sinn“ ist aufklärungsbedürftig geworden. Es … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Jochen Kleppers Tagebucheintrag zum gelben Judenstern vom September 1941: „Als Gott in Christus Mensch wurde, wollte er den Juden gleich sein. Wer unschuldig leidet in dem ‚Gleichwerden‘ seines Schicksals mit dem Christi unter dem Judentum, erlebt ein in die letzten Tiefen reichendes Ähnlichwerden mit Christus, in dem allein der Sinn unseres Daseins liegt -. Das stellt alles in den Schatten und hebt unser Los ins unvergängliche Licht.“
Tagebucheintrag zur Einführung der Kennzeichnungspflicht für Juden im Deutschen Reich mit „Judensternen“ Von Jochen Klepper 15. September [1941] / Montag … Mehr
Hans Wallhof über die Freude: „Sie ist die große Hochzeit des Geistes. Freude ist die Harmonie, die alle Grundstimmungen des Menschen und alle Erlebnisse der Tage zum Einklang bringt und die sogar Gott in das Spiel des Lebens einzubeziehen vermag und ihn als liebenden und fröhlichen Partner erahnt. Freude ist eine wunderbare Ruhe und eine quicklebendige Unruhe zugleich. Freude fängt das Schweigen ein und macht sprachlos und flirtet zugleich mit vielen Worten, um das Unsagbare in die Sinne zu bringen. Die Freude verwandelt sich immerfort: wohltuendes Licht, bergende Dunkelheit; verheißungsvolle Dämmerung.“
Freude Von Hans Wallhof SAC Freude ist ein Phänomen des Geistes und des Herzens, wie man die Wesensmitte eines Menschen … Mehr
Warum die Jahreslosung 2025 „Prüft alles und behaltet das Gute“ missverständlich ist: „Das Verführerische dieser Jahreslosung ist ‚das Gute‘, im Quartett mit ‚dem Frieden‘, ‚dem Leben‘ und ‚der Liebe‘ eines der verabsolutierten Worte, denen wir Menschen so leicht auf dem Leim gehen: ‚Das Gute‘ scheint für sich selbst zu sprechen, so dass es sich bedenkenlos vereinnahmen lässt. Unter einem ‚gütigen‘ Anspruch kann das eigene Wollen, wenn nicht gar die Begierde sich maskieren bzw. legitimieren.“
Warum die Jahreslosung 2025 „Prüft alles und behaltet das Gute“ im Hinblick auf das Evangelium Jesu Christi missverständlich ist Ich … Mehr
Hans Thimme, ‚Gut‘ in der Bibel: „Der Begriff des Guten ist nach biblischem Sprachgebrauch also theonom bestimmt und innerweltlicher Verfügbarkeit entnommen. Das steht in entscheidendem Gegensatz zum Sprachgebrauch und zur Vorstellungswelt des griechischen Humanismus, innerhalb dessen das Gute eine Idee darstellt, die Wert und Wesen in sich selber hat und der Bezogenheit auf Gottes besondere Offenbarung ermangelt.“
‚Gut‘ in der Bibel Von Hans Thimme „Das sei aber den Einfältigen gesagt, …daß man Gott alleine trauen und sich … Mehr
Hans G. Ulrich, »Wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn« (Römer 14,8). »Sterben« im Verständnis christlicher Tradition, auch im Blick auf die seelsorgerliche Praxis und die Diskussion um den »assistierten Suizid«
»Wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn«[1] »Sterben« im Verständnis christlicher Tradition, auch im Blick auf die seelsorgerliche … Mehr
Hans Graf von Lehndorff, Zu welchem Ziel reisst uns die Zeit noch hin? (zu Johannes 14,6): „So legen wir die Zeit in deine Hand; / mag sie zu noch so fernen Ufern streben – / du bleibst der Weg, die Wahrheit und das Leben, / und alle Tage sind dir zugewandt.“
Zu welchem Ziel reißt uns die Zeit noch hin?(zu Johannes 14,6) Zu welchem Ziel reißt uns die Zeit noch hin?Herr … Mehr
Karl Barth, Wie man die eigene Lebensbahn findet? (Neujahr 1958): „Es geht schlicht um das Hören seines Wortes, das er uns nicht verschwiegen hat, keinem von uns verschweigt. Es ist lebendig mitten unter Bitten und Empfangen, Suchen und Finden, Anklopfen und Aufgetanbekommen sind, indem wir sein Wort hören, Eines. Und wieder indem wir es und in ihm ihn selbst hören, zeigt es uns auch unsere eigene, zeigt es je mir meine, je dir deine Lebensbahn, ist es deines und meines Fusses Leuchte, das Licht auf deinem und meinem Pfade. So auch in dem nun anhebenden Jahr 1958. Wir wissen nicht, wie unsere Lebensbahn in diesem Jahr aussehen wird. Es könnte für mich oder für dich deren letzte Strecke sein. Sie wird aber, indem wir auch in ihm Gottes Wort hören und also mit Gott leben dürfen, auf alle Fälle keine Todesbahn, sondern hell und also gangbar sein. Ein Jahr des Herrn und darum ein Jahr des Heils ist dann auch mit diesem neuen Jahr für uns angebrochen. «Jesu, geh voran, auf der Lebensbahn!»“
Wie man die eigene Lebensbahn findet? Von Karl Barth Indem ich die Frage genau so aufnehme, wie sie mir gestellt … Mehr
Martin Luther über den rechten Gottesdienst wider die Herodisten (Weihnachtspostille, 1522): „Wenn du das heilige Kreuz trägst und musst viel um solchen Glaubens und Bekenntnisses willen leiden, so dass du Leib und Leben, Gut und Ehre, Freund und Gunst daran setzen musst, das heißt recht gefeiert und den Sabbat geheiligt, da nicht du selbst, sondern Gott allein in dir wirkt, und du nur ein leidender, verfolgter Mensch bist. Das ist das dritte Stück des Gottesdienstes, im dritten Gebot zusammengefaßt. Siehe, das ist die erste Tafel mit den ersten drei Geboten, welche in die drei Stücke inbegriffen werden: Glauben, Bekennen und Leiden; dadurch wird diesem Leben und der Welt entsagt und allein Gott gelebt.“
Vom rechten Gottesdienst wider die Herodisten (Weihnachtspostille, 1522) Von Martin Luther Keinen bessern Unterschied kann man hierin haben als Gottes … Mehr