Kirchlich-theologische Sozietät, Ein Wort an die Gemeinden zur Entnazifizierung (1946): „Darf ich denn als Christ andere anklagen und belastende Tatsachen gegen sie vorbringen? Die Ant­wort muss heißen: Wenn du ohne den Drang nach persönlicher Vergeltung nicht reden kannst, dann schweig! Wenn du aber im Namen unschuldiger Opfer, um der Sühne böser Taten willen, um der Sicherung des Volkes und vor allem der Jugend vor neuem Nationalsozialis­mus und Militarismus willen Tatsachen vorbringen kannst, dann rede und steh zu deiner Rede!“

Ein Wort der Kirchlich-theologischen Sozietät an die Gemeinden zur Entnazifizierung Liebe Mitchristen! Nationalsozialismus und Militaris­mus sind nach Wurzel, Geist und … Mehr

Emanuel Hirschs Entgegnung auf Karl Barths ‚Theologische Existenz heute‘ (1933): „Nichts als blankes Heidentum scheint Barth darin zu sehen, dass die Deutschen Chri­sten die Frage nach dem Verhältnis von Christentum und deutscher Art, die Frage nach der Möglichkeit kirchlicher Führung durch Männer nichtdeutschen Bluts, an die evangelische Kirche zu stellen gewagt haben. Alles menschliche Schaffen und Gestalten ist gegrenzt und gebunden in der natürli­chen Art, die wir mitbringen ins Leben. Verdirbt das Blut, so geht auch der Geist zugrunde.“

Das kirchliche Wollen der Deutschen Christen. Zur Beurteilung des Angriffs von Karl Barth (Theologische Existenz heute, München 1933) Von Emanuel … Mehr

Hans G. Ulrich, In keinem anderen Namen – das Erste Gebot (Wie Geschöpfe leben): „Die theologische Ethik setzt ein »im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes …«, und somit in keinem anderen Namen, keinem anderen Auftrag, mit keiner anderen Begebenheit oder Geschichte. Sie tritt in das Zeugnis von diesem Namen ein. Diese Ethik rückt in den Blick, dass sich Menschen nicht selbst zum Projekt machen können. So verlieren sie sich, ihr fortwährendes zielloses Tun wird ihnen zur Geschichte.“

In keinem anderen Namen – das Erste Gebot (Wie Geschöpfe leben) Von Hans G. Ulrich Die theologische Ethik setzt ein … Mehr

Wort der Bekenntnissynode der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union zur Auslegung des fünften Gebotes (1943): „Wo wir aber deutlich erkennen, dass Unrechtes von uns verlangt wird, oder dass uns verwehrt wird, das nach Gottes Willen Rechte zu tun, haben wir in eigener Verantwortung zu tun, was vor Gott recht ist, und haben darin Gott mehr als den Menschen zu gehorchen. Wir können uns nicht von den Vorgesetzten die Verantwortung vor Gott abnehmen lassen. Gott wird die von uns fordern, die wir zu Unrecht töteten, und furchtbar ist die Drohung, die gegen den Mörder ausgesprochen wird.“

Das Wort der Bekenntnissynode der Evangelischen Kirche der APU zur Auslegung des fünften Gebotes vom Oktober 1943 enthält aus heutiger … Mehr

Elizabeth Bishop über das Verlieren (One Art): „Die Kunst des Verlierens ist nicht schwer zu meistern; / so viele Dinge scheinen von der Absicht erfüllt zu sein, / verloren zu werden, dass ihr Verlust keine Katastrophe ist. – Selbst wenn ich dich verliere (die scherzhafte Stimme, eine Geste, / die ich liebe), werde ich nicht gelogen haben. Es ist offensichtlich, / dass die Kunst des Verlierens nicht allzu schwer zu meistern ist, / auch wenn es (schreibe es!) wie eine Katastrophe aussehen mag.“

Eine Kunst (One Art) Von Elizabeth Bishop Die Kunst des Verlierens ist nicht schwer zu meistern;so viele Dinge scheinen von … Mehr

Klaus Raschzok, Kirchenraum im evangelischen Verständnis: „Ein Kirchenraum trägt die Spuren der gottesdienstlichen Benut­zung und ist deshalb nach evangelischem Verständnis nicht ein geheiligter, besonderer Raum an sich, sondern ein Raum, der Spu­ren trägt. Es sind Spuren der Benutzung durch eine gottesdienst­liche Gemeinde, aber auch Spuren der Inbesitznahme durch Chri­stus, der in den Gottesdiensten gegenwärtig wird. Und je intensiver und dichter diese Spuren des Gottesdienstes, des Gebetes und der Christusgegenwart in einem Kirchenraum sind, umso machtvoller wird dieser Raum.“

Kirchenraum im evangelischen Verständnis Von Klaus Raschzok In den sogenannten Wolfenbütteler Empfehlungen des Deutschen Evangelischen Kirchbautages zum evangelischen Kirchenraum von … Mehr

M. Douglas Meeks, Gott und die Ökonomie des Heiligen Geistes (1978): „Schließlich wollen die Bank­kaufleute ja auch, dass wir eine animistische Beziehung zum Geld haben, wenn sie uns ermahnen: ‚Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten.‘ Unser ökonomisches Leben ist erfüllt vom Animismus, nicht viel anders als in vielen primitiven Gesellschaftsordnungen. Die Vorstellung vom Heiligen Geist ohne Gott dient der sich immer höher schraubenden Spirale von unersättlichen Wünschen und der Lehre vom wirtschaftlichen Wachstum, die die säkulare Religion unserer Gesellschaft geworden ist.“

Gott und die Ökonomie des Heiligen Geistes Von M. Douglas Meeks Sobald die Irrelevanz des Christentums öffentlich kritisiert wird, denkt … Mehr