Das tausendjährige Reich (Exkurs zu Offenbarung 20,1-10) Von Jürgen Roloff Das tausendjährige Reich ist seit alters das wohl umstrittenste Thema … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Werner Schmauch, Predigt über Matthäus 5,13-16 (1957): „Das ist doch das Einzigartige dieser christlichen Botschaft, dass nicht der Mensch als einzelner in ihrem Blickfeld steht, dass es nicht mehr um mein Ich geht, um meine Existenz und um den Sinn meines Daseins. Dass es vielmehr nur soweit um mich selber geht, als es geht um meine Bestimmung für den anderen. Wenn es heute wieder verstanden wird, dass Menschen und Völker nur in der Koexistenz zu existieren vermögen, so müssen wir sehen, Christen existieren in der Proexistenz für den anderen, für die Welt.“
Predigt über Matthäus 5,13-16 (1957) Von Werner Schmauch Liebe Brüder und Schwestern! Wer sind wir eigentlich? Väter, Mütter, Söhne, Töchter, … Mehr
Tagesgebet zum 8. Sonntag nach Trinitatis, 10. August 2025
Herr Jesus Christus,mitten in unserer Welt, in aller Dunkelheit,hat deine Friedensherrschaft schon begonnen. Du hast uns berufen,Salz der Erde und … Mehr
Theophil Wurm über die Theodizee (1941): „Alle diese Erfahrungen, die das Übel als mit der Heiligkeit und Güte Gottes nicht unvereinbar, ja sogar das Böse als in seinen Heilsplan eingestellt betrachten lassen, sind nur dem Glauben möglich, d. h. der Fähigkeit, auch gegen den Augenschein an den in Christus offenbaren Gott zu glauben. Je stärker dieser Glaube an Gott noch mit eudämonistischen und egozentrischen Gedanken und Trieben durchsetzt ist, desto schwerer wird es auch dem Christen, zu der soteriologischen und eschatologischen Theodicee durchzudringen.“
Theodicee Von Theophil Wurm Theodicee bedeutet Rechtfertigung Gottes gegenüber den Anklagen, die gegen die von ihm geschaffene Welt und seine … Mehr
Martin Niemöller, Predigt zu Jesaja 62,6-12 (1935): „Wir haben nicht zu fragen, wieviel wir uns zutrauen; sondern wir werden gefragt, ob wir Gottes Wort zutrauen, dass es Gottes Wort ist und tut, was es sagt! Wir mögen wohl kleinmütig und verzagt dastehen, wenn wir die starken Worte hören, mit denen heute dem ‚Wüstendämon Jahve‘ der Kampf angesagt wird; und es mag uns bange werden, wenn wir sehen, wie die Wege, auf denen unser Volk früher zu dem lebendigen Gott geführt wurde, einer nach dem andern, mit meterhohem Geröll verschüttet wird.“
Predigt zu Jesaja 62,6-12 (1935) Von Martin Niemöller Gnade, Barmherzigkeit und Friede sei mit euch von Gott dem Vater und … Mehr
Aufruf des Geistlichen Vertrauensrats der DEK an die obersten Behörden der deutschen evangelischen Landeskirchen zur Glocken-Opferfeier (1940): „Aber der wahre Wert eines Opfers besteht in der Freudigkeit, mit der es gebracht wird. Und darin wollen und werden unsere Gemeinden sich von niemand übertreffen lassen. Die Glocken haben schon in so manchem Krieg ihr Leben dahingeben müssen, um nach dem Kriege wieder schön und strahlend aufzuerstehen. Was von dem toten Metall gilt, gilt in viel tieferem Sinne von uns Menschen. Nur wer bereit ist, sein Leben einzusetzen, vermag das Leben zu gewinnen, und nur das Volk, dessen Söhne auch vor dem Opfer des Lebens nicht zurückschrecken, wird von Gott großer Aufgaben gewürdigt. In solchem Geiste wollen wir Führer und Vaterland die Glocken schenken und in dieses Opfer unsere heißen Wünsche und Gebete flechten.“
Aufruf des Geistlichen Vertrauensrats der DEK an die obersten Behörden der deutschen evangelischen Landeskirchen Charlottenburg, 26. April 1940 Der Beauftragte … Mehr
Ute Schmidt, Religiöse Motive für die Einwanderung württembergischer Kolonisten nach Bessarabien zu Beginn des 19. Jahrhunderts: „Eine Auswanderung der »Zioniten« nach Palästina auf direktem Weg war freilich unter den dort herrschenden Verhältnissen nicht möglich. Daher galten die chiliastischen Hoffnungen einem anderen Ziel, nämlich einem Zufluchtsort außerhalb Palästinas, an dem sich die Gläubigen auf das Kommen des Herrn vorbereiten sollten. Aller Augen richteten sich nun nach Osten: Im Kaukasus, in der Nähe des Berges Ararat, dem Bergungsort der Arche Noah, sollten die Gläubigen der letzten Tage die verheißene Zuflucht finden und an diesem einsamen Ort als Gemeinde des Herrn aus den Drangsalen des Antichrist errettet werden.“
Religiöse Motive für die Einwanderung württembergischer Kolonisten nach Bessarabien zu Beginn des 19. Jahrhunderts Von Ute Schmidt »Chiliasten« und »Separatisten« … Mehr
Richard Sennett, Liebesmühen. Über den Handwerker (craftsman): „Die meisten Menschen haben das Potenzial, gute Handwerker zu werden. Sie verfügen über die Fähigkeiten, sich zu verbessern und sich mehr mit ihrer Arbeit zu identifizieren – über die Fähigkeit zu lokalisieren, zu hinterfragen und Probleme zu öffnen, was schließlich zu guter Arbeit führen kann. Auch wenn die Gesellschaft diesen Einsatz nicht ausreichend belohnt – am Ende können sie Selbstachtung gewinnen. Und das ist Lohn genug.“
Liebesmühen. Über den Handwerker (craftsman) Von Richard Sennett Das Wort Handwerker ruft sofort ein Bild hervor. Man blickt durch ein … Mehr
Martin Luther, 42 Thesen zur Disputation über Johannes 1,14 »verbum caro factum est« (1539): „Obwohl an dem Satz festgehalten werden muss: »Alles Wahre steht mit dem Wahren in Einklang«, so ist doch nicht dasselbe wahr in verschiedenen Wissensbereichen. In der Theologie ist wahr, dass das Wort Fleisch geworden ist. In der Philosophie ist das schlicht unmöglich und absurd. Wir täten also besser, wenn wir lernten, Dialektik oder Philosophie in ihrer Sphäre zu belassen und mit neuen Sprachen zu reden im Reich des Glaubens, außerhalb jeder Sphäre.“
42 Thesen zur Disputation über Johannes 1,14 »verbum caro factum est« (1539) Von Martin Luther DISPVTATIO THEOLOGICA. AN HAEC PROPOSITIO … Mehr