Hans Bietenhard über HERR als Antonomasie für JHWH: „Indem diese biblischen Linien betont werden, ergibt sich eine Abgrenzung gegenüber alledem, was sich heute als »Herr« gebärdet, d.h. was Anspruch auf Führung und Bestimmung der Menschen erhebt: Gedanken, Ideen, Ideologien, Philosophien, Parteiprogramme, Managertum und Technokratie, »Ismen« aller Art und Herkunft, die sich als Mittel der Lebensbewältigung anbieten, — bis hin zu den politischen »Führern«, die mit Heilsverheißungen auftreten.“

Herr. Hermeneutische Überlegungen Von Hans Bietenhard 1) Wer in den deutschen Bibelübersetzungen das AT liest, trifft auf das Wort »Herr«, … Mehr

Fridolin Stier, Jesus, wer bist du: „Die Wissenschaft sagt, / sagt vieles, sagt Wahres, / aber sie weiß, / dass auch sie nicht weiß, / wer du bist, / wer Du bist. // Sagte Simon Barjona, / genannt Petrus der Fischer: / Du bist der Messias, / der Erwartete bist du, / der Gekommene nun – / König und Retter Israels. / War Petrus so klug, / durchschaute er dich, / dass er wusste?“

Jesus, wer bist du? Jesus!Jesus?Wer bist du?Wir fragen.Sie sagten einst:Johannes der Täufer,von den Toten erstanden.Sie sagten:Von den Propheten einer,und wußten … Mehr

Hans Joachim Iwand, Gott mehr gehorchen als den Menschen! Evangelisch-theologisches Gutachten zur Frage des Widerstandsrechts (1952): „Dieser Ano­mos, der gesetzlose Mensch, ist nach der Auffassung des Neuen Testaments und aus der Leh­re Jesu selbst der eigentliche Anti-Christ. Es ist der gesetzlose Mensch, der den sittlichen Charakter des Rechts innerhalb aller Ordnungen des Glaubens und des bürgerlich staatlichen Lebens so zersetzt, dass der ganze Körper des Staats­wesens bis in die letzten Fugen hinein von einem Gift zerfressen wird und alles zur Auflösung bringt, was heilig ist im Himmel und auf Erden.“

Nachdem Otto Ernst Remer im Mai 1951 bei einer Parteiveranstaltung der Sozialistischen Reichspartei die Attentäter des 20. Juli 1944 als … Mehr

Heinrich Böll, A propos Freude (1974): „Die hoffentlich mögliche Verzärtlichung der Theologie und ihrer Sprache schließt den großen Gegenspieler aus, der Freude, Witz, Ironie, Phan­tasie, wenn nicht direkt verhindert, aber gewiß höchst verdächtig findet: die innerkirchliche Ver­rechtlichung. Es gibt gewiß ein Recht auf Intimi­tät und Zärtlichkeit, aber verrechtlichen lassen sich beide nicht, und es ist und war so sinnlos wie kriminell, Fortpflanzung nicht nur zu wünschen, sondern geradezu vorzuschreiben.“

A propos Freude Von Heinrich Böll Die Bezeichnung der Freude als einer kommenden («Jetzt habt ihr Trauer, aber ihr werdet … Mehr

Sören Kierkegaard, Eine erbauliche Rede über das Gebet (1844): „Wurde der Be­ter verändert? Ja, das ist nicht schwer einzusehen; denn er ist der rechte Beter geworden, und der rechte Beter siegt immer, da dies ein und dasselbe ist. Auf unvollkommene Weise war er schon da­von überzeugt, denn während er genug Innerlich­keit hatte um zu beten, war er zugleich überzeugt, dass der Wunsch erfüllt würde, wenn er recht bäte; recht bäte im Verhältnis zum Wunsche, so ver­stand er es. Nun ist er verändert, aber es ist noch wahr, ja nun ist es wahr geworden, dass wenn er richtig betet, er dann siegt.“

Eine erbauliche Rede über das Gebet (1844) Von Sören Kierkegaard Wer würde in einen Streit gehen, wenn er keine Hoffnung … Mehr

Romano Guardinis Einführung in Blaise Pascals „Pensées“ (1937): „Was wir besitzen, ist also fragmentarisch in jedem Sinne des Wortes. Aber diesen Bruchstücken wohnt eine unbän­dige Kraft inne: Die Existentialität der Wahrheit. Dass hier die Frage aus dem Leben kommt und die Antwort in Leben übergeht, aber nicht in der Form ruhigen Schauens und inniger Aneignung, sondern eines unablässigen Kampfes, das hier der Wahrheitskampf zur Daseinsform wird – daraus kommt die unvergängliche Kraft dieser Bruchstücke.“

Einführung in Blaise Pascals „Pensées“ Von Romano Guardini Im abendländischen Schriftbereich gibt es einige Bücher, welche die Gewähr einer unvergänglichen … Mehr