Stanley Hauerwas, Brief an einen jungen Theologen: „Als Christ sind Sie aufgerufen, mehr zu tun als nur zu überleben. Sie sind dazu berufen, die Ihnen gegebene Gelegenheit zu nutzen, um zu lernen, die Welt als Geschöpf eines Gottes zu begreifen, der möchte, dass wir uns an der Liebe, die uns ins Leben gerufen hat, erfreuen und darin schwelgen. Gott hat Ihrem Verstand eine gute Aufgabe zugewiesen. Als Mitglieder der Kirche zählen wir auf Sie. Es wird nicht leicht sein.“

Brief an einen jungen Theologen Von Stanley Hauerwas „Die christliche Religion“, schreibt Robert Louis Wilken, „ist unausweichlich rituell (man wird … Mehr

Regine Diem über ihre Mutter Annelise Diem, Theologin und Pfarrfrau in Ebersbach an der Fils: „Als es 1939 zum Krieg kam, wurde mein Vater eingezogen. Zunächst war ein Vikar da; als dieser dann auch in den Krieg musste, übernahm meine Mutter ganz selbstverständlich den sonntäglichen Gottesdienst und auch die Beerdigungen. Nach Kriegsende hat der Predigtdienst für meine Mutter wieder aufgehört, der Oberkirchenrat brauchte sie nicht mehr.“

Annelise Burmann war eine der ersten Theologiestudentinnen, die bei Karl Barth in Göttingen studierten. In Tübingen lernte sie im Wintersemester … Mehr

Wolfgang Huber, Die Grenzen des Staats und die Pflicht zum Ungehorsam (1983): „Ziviler Ungehorsam wird missbraucht, wenn er zum Mittel der Selbstdarstellung gemacht wird. Die Absicht, die Reinheit des eigenen Gewissens und der eigenen Gesin­nung darzustellen, steht zum Wesen des zivilen Ungehor­sams in einem unaufhebbaren Widerspruch.“

Die Grenzen des Staats und die Pflicht zum Ungehorsam (1983) Von Wolfgang Huber I Seit es politische Ethik gibt, arbeitet … Mehr

Mary Douglas über Verschmutzung bzw. Verunreinigung (pollution): „Ein großer Teil des Verschmutzungsverhaltens liegt daher außerhalb des Bereichs unserer eigenen Erfahrung: Es handelt sich um die heftige Reak­tion der Verurteilung, die durch alles hervorgerufen wird, was den scheinbar selbstverständli­chen Kategorien des Universums zu widersprechen scheint. Unsere Kultur erzieht uns zu dem Glauben, dass Anomalien nur auf eine vorübergehend unzureichende Formulierung der allgemeinen Naturgesetze zurückzuführen sind.“

Mary Douglas‚ religionsethnologische Abhandlung Purity and Danger. An Analysis of Concepts of Pollution and Taboo von 1966 (auf Deutsch Reinheit … Mehr

Albert Schweitzer, Ethik als Leben im Geiste Jesu Christi (Die Mystik des Apostles Paulus, 1930): „In seinem vollen Glanze erstrahlt Jesu großes Gebot der Liebe in Pauli Hymnus von der Liebe, die größer ist als Glaube und Hoffnung, und in Ge­boten, die er für das alltägliche Leben ausgibt. Das Feuer des urchristlichen Glaubens schlägt aus ihm in den unsrigen hinein. Ein Erleben mit Christo als dem Herrn des Reiches Gottes spricht aus ihm, das uns in die Bahn gleichen Erlebens reißt. Paulus führt uns auf den sachlichen Weg der Erlösung. Er liefert uns Christo aus.“

Ethik als Leben im Geiste Jesu Christi Von Albert Schweitzer Lebendige Wahrheit wird das Christentum den aufeinanderfolgenden Geschlechtern werden, wenn … Mehr

„Das Licht der Öffentlichkeit verdunkelt alles“ (Hannah Arendt mit Bezug auf Martin Heidegger): „In unserem Zusammenhang geht es darum, dass die sarkastisch-pervers klingende Aussage ‚Das Licht der Öffentlichkeit verdunkelt alles‘ den Kern der Sache trifft und eigentlich nicht mehr ist als die prägnanteste Zusammenfassung der bestehenden Verhältnisse.“

Über den Sinnspruch „Das Licht der Öffentlichkeit verdunkelt alles“ Das ist ein Sinnspruch, der es in sich hat und auf … Mehr

T. S. Eliot, Die Einheit der europäischen Kultur. Drei Rundfunkvorträge (1946): „Vor dem Hintergrund des Christentums ist unser gesamtes Denken von Bedeutung. Ein einzelner Europäer mag nicht glauben, dass der christliche Glaube wahr ist, und doch entspringt alles, was er sagt, macht und tut, aus seinem Erbe der christlichen Kultur und hängt in seiner Bedeutung von dieser Kultur ab. Nur eine christliche Kultur konnte einen Voltaire oder einen Nietzsche hervorbringen. Ich glaube nicht, dass die Kultur Europas das vollständige Verschwinden des christlichen Glaubens überleben könnte.“

Die Einheit der europäischen Kultur. Drei Rundfunkvorträge (1946) Von T. S. Eliot I Dies ist das erste Mal, dass ich … Mehr