Gerhard Sauter, ‚Sinn‘ und ‚Wahrheit‘. Die ‚Sinnfrage‘ in religionstheoretischer und theologischer Sicht (1977): „Wenn nun gesagt wird, die Sinnfrage sei eine heidnische Frage, dann soll dies nicht nur heißen, daß die Theologie für die Beantwortung dieser Frage nicht zuständig sei, sondern die Frage selber wird als illegitim behandelt. Die Theologie hat nicht nur keine Antwort darauf zu geben, sondern die Frage selbst in Zweifel zu ziehen.“

„Sinn“ und „Wahrheit“. Die „Sinnfrage“ in religionstheoretischer und theologischer Sicht Von Gerhard Sauter Das Wort „Sinn“ ist aufklärungsbedürftig geworden. Es … Mehr

Karl. R. Popper, Hat die Weltgeschichte einen Sinn? (Die offene Gesellschaft und ihre Feinde): „Es sollte sicher betont werden, dass wir zahlreiche Ziele und Ideale unse­rer abendländischen Kultur, wie die Freiheit und die Gleichheit, dem Einflusse des Christentums verdanken. Aber zur selben Zeit besteht die einzige rationale und auch die einzige christ­liche Einstellung selbst zur Geschichte der Freiheit in dem Ein­geständnis, dass wir selbst für sie die Verantwortung tragen, und das in demselben Sinne, in dem wir für den Aufbau unse­res Lebens verantwortlich sind.“

Hat die Weltgeschichte einen Sinn? (Die offene Gesellschaft und ihre Feinde) Von Karl. R. Popper Hat die Weltgeschichte einen Sinn? … Mehr

Maximilian Forschner, Das Gute: „Die neuzeitliche Rede vom Guten ist von aller objektiv-teleologischen Interpretation des Seienden abgelöst. Das Gute ist demnach nicht ein Prädikat, das eine objektive Eigenschaft des Seienden beschreibt, sondern ein Relationsbegriff, in dem die wertende Einstellung eines Subjekts zu diesem Seienden zum Ausdruck kommt. Da menschliches Begehren auch und primär in seiner Bedürfnisstruktur wurzelt, wird das (außermoralisch) Gute vielfach in jene Güter gesetzt, die der Befriedigung der Bedürfnisse dienen. Da menschliche Bedürfnisse gesellschaftlicher Vermittlung und geschichtlichem Wandel unterliegen, ist das so verstandene Gute relativ zu Person, Ort und Zeit.“

Das Gute Von Maximilian Forschner Das Gute gehört zu den zentralen Begriffen der Metaphysik und der praktischen Philosophie. Gleichwohl ist … Mehr

Albrecht Grözinger, Wider die falsche Prophetie der Gottesrede: „Gewiss gibt es Beispiele, und wohl sogar nicht wenige, die der Kollege Günter Thomas als Grund und Anlass für seine Polemik anführen kann. Das will ich gar nicht bestreiten. Was mich stört, sind die plakativen und pauschalen Entgegensetzungen, die der differenzierten Wirklichkeit nicht gerecht werden: Hier die Himmelswegwischer – dort die authentische Gottesrede; hier die blanken Moralisten – dort die Gott-Wagenden, etc.“

Wider die falsche Prophetie der Gottesrede Von Albrecht Grözinger Triggerwarnung: Dieser Text ist polemisch und versucht zugleich, sachlich zu sein. … Mehr

Fridolin Stier über die Unerträglichkeit des Glaubens angesichts der eigenen Krebserkrankung: „Bastle dir eine Theo­dizee, kommst du mit der theologischen Notlüge zu­recht! Oder: sei ein Christ, vielleicht schaffst du es, dein unheilbares, dich langsam fressendes Karzinom in das Streicheln der „väterlichen“ Hand zu verwandeln.“

Je kindlicher ich an den Vater glaube, desto unver­ständlicher wird mir die Väterlichkeit des „Willens“, der den Kindern kollektiv und … Mehr

Richard B. Hays (1948-2025), Die Heilige Schrift mit den Augen des Glaubens lesen: „So lehrt uns Lukas – wenn wir sein Evangelium im Kontext des intertextuellen Netzwerks lesen, auf das es verweist – Jesus, der den Armen die frohe Botschaft bringt, als unseren HERRN anzuerkennen, auch wenn wir gefangen und von Zweifeln geplagt sind, auch wenn die Zeit der Ankunft des Königreichs langsam zu vergehen scheint und die Macht der Gewalt noch immer zu herrschen scheint. Wenn wir das erkennen, öffnen sich unsere Augen, wie die Augen der Jünger auf dem Weg nach Emmaus, um in Mose und allen Propheten die Wahrheit des Zeugnisses des Evangeliumszu erkennen: ‚Seid stark und fürchtet euch nicht! Hier ist euer Gott … Er wird kommen und euch retten.’“

Nachdem Richard B. Hays am 3. Januar an seiner Tumorerkrankung gestorben ist, zum Gedächtnis sein Vortrag Reading Scripture with Eyes … Mehr

Jochen Kleppers Tagebucheintrag zum gelben Judenstern vom September 1941: „Als Gott in Christus Mensch wurde, wollte er den Juden gleich sein. Wer unschuldig leidet in dem ‚Gleichwerden‘ seines Schicksals mit dem Christi unter dem Judentum, erlebt ein in die letzten Tiefen reichendes Ähnlichwerden mit Christus, in dem allein der Sinn unseres Daseins liegt -. Das stellt alles in den Schatten und hebt unser Los ins unvergängliche Licht.“

Tagebucheintrag zur Einführung der Kennzeichnungspflicht für Juden im Deutschen Reich mit „Judensternen“ Von Jochen Klepper 15. September [1941] / Montag                                       … Mehr