„Ein Osterzweifel muss in das Herz kommen …“ (Helmut Gollwitzer)

Darstellung des Auferstandenen von Albin Egger-Lienz, 1923/1924

In seinem Buch „Jesu Tod und Auferstehung nach dem Bericht des Lukas“ (Theologische Existenz heute 77, München: Evangelischer Verlag Albert Lempp 1941) hat Helmut Gollwitzer den Osterzweifel wider die Endmacht des Todes eingefordert:

„Das ist das unanzweifelbare Dogma des heutigen Menschen, daß alles andere un­sicher ist, aber der Tod gewiß. Dieses Dogma muß nun ange­zweifelt werden, ein Osterzweifel muß in das Herz kommen, ein fröhlicher und respektloser Osterzweifel, gegenüber der Herrschaft des Todes auf Erden, gegenüber der Hoffnungslosig­keit unseres Lebens, der Unabänderlichkeit des Weltlaufs, der Unbekanntheit und Ferne Got­tes, den harten Gesetzen des Vergehens, der Sinnlosigkeit des Lei­des, der Überlegenheit der Macht über das Recht, der Unterworfenheit der Wahrheit unter die Lüge. Ein fröhlicher Zwei­fel, nicht aus einer optimistischen Weltanschauung heraus, die dann doch rasch erschüttert ist, sondern ein Zweifel von Gott, von der Osterwirklichkeit her.“

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