Ich glaube an das „Wir“ des Glaubens – Warum unser Glaube das gemeinsame Feuer braucht

Lagerfeuer klein

Jeder hat seinen eigenen Glauben (oder Nichtglauben). Dem anderen will man da mit seiner eigenen religiösen Überzeugung nicht zu nahe kommen. Aber geht das auf Dauer wirklich gut, wenn das, was mich im Innersten angeht, anderen gegenüber nicht zur Sprache kommt?

Ein verschwiegener Glauben lässt nur schwer erhalten. Unser Glauben ist nämlich auf Bestärkung im Glauben der anderen angewiesen. Dass einer, Gott Vater, das Universum aus dem Nichts geschaffen hat und alles und alle in ihrem Leben auf Ihn bezogen sind, lässt sich ja nicht einfach einsehen. Und dass einer, Jesus Christus, durch Kreuz und Auferstehung unser Herr und Erlöser ist, kommt einem nicht von selbst in den Sinn.

Bei einem Lagerfeuer werden die Hölzer von der Glutmitte her entzündet und am Brennen gehalten. Genauso braucht auch unser Glaube ein gemeinsames Feuer. Werden die brennenden Hölzer aus der Glutmitte einzeln an den Rand herausgezogen, erlischt das Feuer. Zurück bleiben angebrannte Hölzer auf der Asche. Im Buch des Propheten Jesaja heißt es dazu passend: „Wer Asche hütet, den hat sein getäuschtes Herz verführt. Er wird sein Leben nicht retten“ (Jesaja 44,20).

„Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen.“ Mitunter tun sich Christen mit diesen Worten aus dem Glaubensbekenntnis schwer. Kirche als Institution scheint nicht ohne weiteres vertrauenswürdig zu sein. Dabei lassen sich die Worte anders umschreiben: Ich glaube an das „Wir“ des Glaubens:

Ich glaube, dass mein Glaube an Jesus Christus in der Gemeinschaft mit anderen Gläubigen durch sein Wort neu entzündet und getragen wird. Ich glaube, dass dieser Glaube auch für andere Menschen ansprechend und gewinnend ist. Ich glaube, dass das gemeinsame Feuer des Glaubens, das Evangelium von Jesus Christus, nicht erlöschen wird. Amen.

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