„Pfarrer’s Wort hört man zu spät“ – Arthur Appelberg über einen Berufsstand

Von meinem neuen Kollegen Bernhard Werner in der Andreasgemeinde in Ludwigsfeld habe ich eine Farblithographie zum Berufsstand des Pfarrers mit passendem Gedicht  von Arthur Appelberg erhalten.

Appelberg - Der Pfarrer 2
Der Pfarrer (Farblithographie von Arthur Appelberg, Dinkelsbühl)

Der Pfarrer

Im größten Haus in jedem Ort
verkündet laut, man kann sich’s denken,
der Pfarrer täglich Gottes Wort,
die meiste Zeit vor leeren Bänken.

Kaum geboren, ganz geschwind,
trägt zur Taufe man das Kind.
Wird ein Name ihm gegeben.
Pfarrer, segne ach dies Leben!

Danach folgt die Pause, lang.
An den Pfarrer denkt man nicht.
Erst zur Hochzeit, Gott sei Dank,
nimmt erneut man ihn in Pflicht.

In die Kirche, voller Licht,
nur zu Feiertagen drängt,
stets der Mensch sich dicht an dicht,
zeigt, was man sich hat geschenkt.

Guter Vorsatz, oft gebrochen,
Pfarrer’s Wort hört man zu spät.
Kommt der Tod erst angekrochen,
erntet man, was man gesät!

Arthur Appelberg

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