Huub Oosterhuis, Requiem Aeternam. Grabrede für Toon Asselbergs: „Toon Asselbergs wollte nicht in unvorstellbare Überirdischkeit aufgehoben werden. Das war nicht seine Sorge. Er sorgte sich um Menschen, die hier und jetzt keinen Anteil am Leben haben. Und er wusste, wie sehr Menschen innerem Chaos, Einsamkeit und Verzweiflung ausgeliefert sein können – er sah diese Menschen, verstand sie, und er lief nicht vor ihnen davon. Licht und Ruhe und Frieden – sie sollten hier sein, vor allem für sie. Er wusste auch zu gut, was Worte sind, um achtlos mit ihnen umzugehen. Je näher der Abschied kam, desto weniger Worte gab es. Der Name Jesus war da, das Wort „Gott“ kaum; das Wort ‚Jenseits‘ kam ihm nicht über die Lippen. ‚Vielleicht‘, sagte er.“

REQUIEM AETERNAM(Deutsche Übersetzung) Toon Asselbergs16. März 1934 – 6. Mai 1987 1Wir waren Jugendfreunde – am 1. September 1940 begegneten … Mehr

Friedrich Schleiermachers Predigt am Grab seines Sohnes Nathanael 1829: „Wie ich immer nur habe sein wollen ein Diener des göttlichen Wortes in freudigem Geist und Sinne: warum denn hätte ich nicht glauben sollen, daß der Segen der christlichen Gemeinschaft sich auch an ihm bewähren würde, und daß durch christliche Erziehung ein unvergänglicher Same in ihm wäre niedergelegt worden? warum sollt ich nicht auch für ihn, selbst wenn er strauchelte, auf die gnädige Bewahrung Gottes hoffen?“

Am 21. November gedenken wir des 250. Geburtstags Friedrich Schleiermachers und am 10. Dezember des 50. Todestages Karl Barths. Beide … Mehr

Paul Schempp, Grabrede für das verstorbene Mädchen Ruth zu Matthäus 9,24 (1939): „Wir kön­nen es uns nicht selber einreden oder aus eigener Kraft glau­ben, dass das auch von diesem toten Kindlein gilt, was Chri­stus einst so kühn von dem Mädchen in Kapernaum sagte: „Das Mägdlein ist nicht tot, sondern es schläft.“ Aber wir können um den Glauben bitten, dass Gott der Herr Sein Reich weit aufgemacht hat; dass in des Heilands Na­men alle Kinder und auch alle Erwachsenen wie Kindlein zu Ihm kom­men dürfen und wir einmal erfahren, warum der Herr reich und arm macht.“

Wie zart und einfühlsam bei dem Tod eines Kleinkindes ohne billigen Trost das Evangelium Jesu Christi unverhofft zugesprochen werden kann, … Mehr

Wilhelm Löhes Grabrede für ein totgeborenes Kind: „Wir legen ein Samenkörnlein in Gottes Acker, dessen Leben wir kaum wahrgenommen haben. Dennoch zweifeln wir an seinem ewigen Leben nicht. Es ist dies Kindlein in der höchsten Not der Geburt und schon zuvor durch das gläubige Gebet gottesfürchtiger, lieber Eltern und anderer Christen dem allmächtigen Gott zugetragen und empfohlen worden.“

Grabrede für ein totgeborenes Kind Von Wilhelm Löhe (1808-1872), Landpfarrer in Neuendettelsau und maßgeblicher Reformer der evangelischen Kirche in Bayern … Mehr