Ruth Lödel, Predigt zu Jesaja 60,1-6: „Die Finsternis verbreitet Furcht. Und Furcht macht stumm. Wer sich davon nicht beirren lassen will, sondern sich die Freiheit nimmt, laut die Herrlichkeit des Herrn zu verkündigen, der muss ganz schön Arsch in der Hose haben. […] Und so werdet auch ihr, Könige und Königinnen der ELKB, weiterhin das Lob des Herrn verkündigen, dass es eine Lust ist, und unsere Herzen werden erbeben und weit werden, denn was ist der Reichtum der Königin von Saba gegen das Gold der guten Worte, die wir uns sagen lassen dürfen: Steh auf! Die Nacht ist vorüber. Steh auf und lobe Gott!“

Predigt zu Jesaja 60,1-6 (Epiphaniaszeit) Von Ruth Lödel Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit … Mehr

Karl Rahner, Von der seligen Reise des gottsuchenden Menschen. Gedanken zum Fest der Erscheinung des Herrn (1949): „Siehe, die Weisen haben sich aufgemacht. Denn ihr Herz ist zu Gott ge­pilgert, als ihre Füße nach Bethlehem liefen. Sie suchten ihn; aber er führte sie schon, da sie ihn suchten. Sie sind solche, die nach dem Heiland verlangen in Hunger und Durst nach der Gerechtigkeit, und darum nicht meinen, es dürfe der Mensch seinen einen Schritt unterlassen, weil Gott ja doch tausend machen müsse, damit beide sich finden. Sie suchen Ihn, das Heil, am Himmel und im Herzen. In der Stille und bei den Menschen, selbst bei den Juden und in ihren heiligen Schriften. Sie sehen einen Stern seltsam am Himmel empor­steigen. Und er läßt — selige Milde Gottes — auch ihre Astrologie einmal ge­raten, obwohl sie töricht ist, weil ihr reines Herz es nicht besser wusste.“

Von der seligen Reise des gottsuchenden Menschen. Gedanken zum Fest der Erscheinung des Herrn Von Karl Rahner, S. J., Innsbruck … Mehr

Martin Luther über den rechten Gottesdienst wider die Herodisten (Weihnachtspostille, 1522): „Wenn du das heilige Kreuz trägst und musst viel um solchen Glaubens und Bekenntnisses willen leiden, so dass du Leib und Leben, Gut und Ehre, Freund und Gunst daran setzen musst, das heißt recht gefeiert und den Sabbat geheiligt, da nicht du selbst, sondern Gott allein in dir wirkt, und du nur ein leidender, verfolgter Mensch bist. Das ist das dritte Stück des Gottesdienstes, im dritten Gebot zusammengefaßt. Siehe, das ist die erste Tafel mit den ersten drei Geboten, welche in die drei Stücke inbegriffen werden: Glauben, Bekennen und Leiden; dadurch wird diesem Leben und der Welt entsagt und allein Gott gelebt.“

Vom rechten Gottesdienst wider die Herodisten (Weihnachtspostille, 1522) Von Martin Luther Keinen bessern Unterschied kann man hierin haben als Gottes … Mehr

Alfred Delp, Der Stern wird über der Wüste stehen (Epiphanias 1945, Haftanstalt Berlin-Tegel): „Es steht schlimm um ein Leben, wenn es die Wüste nicht besteht oder sie meidet. Die Stunden der Einsamkeit müssen mit denen der Gemeinsamkeiten in einem bestimmten Verhältnis stehen, sonst verkümmern die Horizonte und werden die Gehalte zerredet und vertan. Das ist eine der bewußten Befreiungstaten, die der Mensch an sich selbst tun muss, dass er sich immer wieder in der Einsamkeit dem großen Frager und dem echten Anblick der Dinge stellt.“

Der Stern wird über der Wüste stehen (Epiphanias 1945, Haftanstalt Berlin-Tegel) Von Alfred Delp In diesen Wochen der Gebundenheit habe … Mehr

Die Legende vom vierten König: „Sein Stern, der ihn zum König der Welt führen sollte, blieb über dem Pfahl in der Mitte stehen, leuchtete noch einmal auf – es war, als schrie der Stern – und war erloschen. Da traf ihn der Blick dieses Menschen, der da am Pfahl hing. Alles Leid, alle Qual der Erde musste dieser Mensch in sich gesogen haben, so war dieser Blick.“

Die Legende vom vierten König Nach einer alten russischen Legende Wisst Ihr auch, dass nicht drei, sondern vier Könige aus … Mehr

Jürgen Roloff, Predigt über Matthäus 2,1-12 (1988): „Wir haben mit unseren theologischen Gedanken die Zeugnisse Gottes von seinem Heilshandeln durchdrungen und durchforscht, wir haben ge­lernt, damit umzugehen – so meinen wir wenigstens. Wie leicht kommt es aber dazu, dass wir dieses Wissen dazu benutzen, um uns vor dem lebendigen Handeln Gottes abzuschirmen!“

Predigt über Matthäus 2,1-12 Von Jürgen Roloff Jedes Jahr habe ich mich als Kind darüber gefreut, daß der Schluß der … Mehr