Jean-Pierre de Caussade, S. J. (1675–1751), Hingabe an Gottes Vorsehung (L’Abandon à la Providence Divine): „Seelen, die im Lichte wandeln, singen Lieder des Lichtes. Die sich im Dunkel vorwärtstasten, singen Lieder der Finsternis. Diese und jene muss man ihr gottgegebenes Lied zu Ende singen lassen, ohne seinem Inhalt etwas beifügen zu wollen. Man lasse alle Tropfen der bittern Galle fließen, womit Gott betäubt. So taten Jeremias und Ezechiel. Ihre Worte waren nur Seufzer und Klagen. Der Trost lag stets nur in der Fortsetzung ihrer Trauergesänge. Wer ihren Tränenstrom gehemmt hätte, würde uns schönste Stellen der Schrift geraubt haben. Der Geist, der trostlos macht, ist der einzige, der auch zu trösten vermag. Trostlosigkeit und Trost sind zwei Wasser, die aus derselben Quelle fließen.“

P. J.-P. DE CAUSSADE S. J. HINGABE AN GOTTES VORSEHUNG BENZIGER VERLAG EINSIEDELN KÖLN Die kirchliche Druckerlaubnis erteilte: Chur, den…

Ernstpeter Maurer, Dreimal eins gleich eins? Drei und doch einer: Der dreieinige Gott: „In jeder der drei Personen ist Gottes Wesen ganz zu fassen — und in jeder der drei Personen wieder auf jeweils eigene Weise auf die beiden andern bezogen. Die Personen unterscheiden sich nicht so, dass sie dreifach das eine göttliche Wesen verwirklichen. Dann müssten wir von drei Göt­tern sprechen, so wie drei Enten dreimal anders das Wesen einer Ente verwirklichen und zu selbstständigen Einzelwesen werden.“

Dreimal eins gleich eins? Drei und doch einer: Der dreieinige Gott Von Ernstpeter Maurer Kennen Sie Tick, Trick und Track?…

Walter Brueggemann, Die Schöpfung singt der Dreieinigkeit. Das große Drama des trinitarischen Hymnus ‚Heilig, heilig, heilig‘: „Das Bewusstsein, dass all diese Geschöpfe gemeinsam mit uns im frohen Lob stehen, könnte uns vor der flachen Sichtweise der Moderne bewahren, in der Kreatürlichkeit lediglich als materielles Phänomen erscheint, das uns zur Nutzung, zum Genuss oder zur Ausbeutung gegeben ist. Im Gegenteil – jedes Element ist ein doxologisches Geschöpf, das mit uns singt.“

Die Schöpfung singt der Dreieinigkeit. Das große Drama des trinitarischen Hymnus „Heilig, heilig, heilig“ Von Walter Brueggemann Warum singen wir…

Gustav Heinemann, Bekenner und kritischer Geist. Zum 75. Geburtstag Karl Barths (1961): „Als 1938 England, Frankreich und Italien im Münchner Pakt mit Hitler unter Preisgabe der Tschechoslowakei den Frieden retteten, war es Karl Barth klar, dass nun der neue Weltkrieg heraufzog. Sein damaliger Brief an Prof. Hromadka in Prag bleibt Zeugnis eines tieferen Verständnisses vom Zeitgeschehen, wie es nur aus der Kraft zur Unterscheidung der Geister erwachsen kann. Als die Katastrophe sich ausgetobt hatte und Deutschland 1945 zerschmettert am Boden lag, war Karl Barth einer der ersten, die inmitten des Strafgerichtes über unserem Volk einer Versöhnung aus neuen Anfän­gen das Wort redete.“

Bekenner und kritischer Geist. Zum 75. Geburtstag Karl Barths Von Dr. Dr. Gustav Heinemann Das theologische Werk von Karl Barth…

J. Neville Ward über Jean-Pierre de Caussade, L’Abandon à la Providence Divine: „Zugleich lehrte er aber auch, dass der Christ auf dem Weg zur Vollkommenheit entdecken werde, dass Enttäuschungen – ja alles, was das natürliche Selbst frustriert – Gelegenheiten zur besonderen Gnadenerfahrung von Gott sind. Solche Erfahrungen, die wie Zeichen von Gottes Abwesenheit erscheinen, werden im Glauben durchlebt zu überaus überzeugenden Beweisen seiner Gegenwart. Sie sind zugleich die wirksamsten Übungen in Loslösung und in der Läuterung unserer Liebe zu Gott – weg von der Liebe zu seinen Gaben hin zur Liebe zu Gott selbst.“

Abandonment (Hingabe, Selbsthingabe) Von J. Neville Ward Dieser Begriff wurde von bestimmten französischen Schriftstellern des 17. Jahrhunderts verwendet, um das…

Dietrich Ritschl, Predigt zu Hebräer 11,8-9 und dem »story«-Konzept (1975): „Wollen wir neu in diese Geschichte eintreten? Damit Sie mich nicht mißverstehen: man kann auch leben, ohne ein Christ zu sein, auch glücklich leben; auch nützlich leben. Natürlich kann man das. – Wollen wir in diese Geschichte eintreten? Wohin sollen wir denn sonst gehen? Der Gott der Zelte ruft. Ihm sei Lob und Ehre und Preis und Anbetung von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Predigt zu Hebräer 11,8-9 und dem »story«-Konzept Von Dietrich Ritschl Aus Glauben erwies sich Abraham, als er berufen wurde, gehor­sam,…