Deutschgläubiges „Erntedank“-Gedicht Am Sonntag, den 29. September 1935, wurde vormittags 10 Uhr auf das Erntedankfest hin eine Morgenfeier aus Leipzig…
Karl Barth, Brief an Hans von Soden in Sachen Treueid auf Adolf Hitler (1934): „Ein Eid auf Hitler nach nationalsozialistischer und also maßgeblicher Interpretation bedeutet, dass sich der Schwörende mit Haut und Haar, mit Leib und Seele diesem einen Manne verschreibt, über dem es keine Verfassung, kein Recht und Gesetz giebt, dem ich zum vornherein und unbedingt zutraue, dass er ganz Deutschlands und so auch mein Bestes unter allen Umständen weiß, will und vollbringt, von dem auch nur anzunehmen, dass er mich in einen Konflikt führen könnte, in dem er Unrecht und ich Recht hätte, schon Verrat wäre, dem ich mich also, wenn ich ihm Treue und Gehorsam schwöre, entweder den Einsatz meiner ganzen Person bis auf meine verborgensten Nachtgedanken oder eben gar nichts zuschwöre.“
Brief an Hans von Soden, Marburg, vom 5. Dezember 1934 in Sachen Treueid auf Adolf Hitler Von Karl Barth Prof.…
Tagesgebet zum Sonntag Erntedank, 5. Oktober 2025
Gott, unser Vater,die Erde ist erfüllt von deinen Gaben.Du öffnest deine Handund sättigst uns mit allem Guten. Ich danke dir…
Karl Barth im Gespräch mit Heinrich Vogel über die ewige Vollendung in Gottes Reich: „»Ist es nicht eine viel schönere und kräftigere Hoffnung, dass dort das offenbar wird, was wir jetzt so gar nicht verstehen – nämlich dass dieses Leben nicht vergeblich war, weil Gott nicht umsonst zu ihm gesprochen hat: Gerade dich habe ich geliebt!?« Und er fügte hinzu: »Sicher, das wird dann schon etwas ändern. In diesem Licht wird sie dann gewiss ganz oben sitzen am Tisch, während wir« – er deutete auf sich und den Freund –, »während wir dann, wenn wir überhaupt zugelassen werden, ganz unten zu sitzen haben werden.«“
Ganz oben am Tisch Ich muß vorausschicken, daß es von der folgenden Geschichte zwei Fassungen gibt. Ich erzähle sie so,…
Hermann Diems Predigt über Matthäus 5,33-37 wider den Führereid für Pfarrer (1937): „Wir würden unsere christliche Zeugenpflicht versäumen, wenn wir der Obrigkeit das Zeugnis schuldig bleiben würden, dass auch ihre Macht von dem Willen unseres Gottes lebt und an ihm ihr Ende findet. Wenn die Obrigkeit uns so nicht schwören lässt, wie es für uns als Christen allein möglich und selbstverständlich ist, dann, liebe Freunde, können wir eben in Gottes Namen nicht schwören.“
Eure Rede sei: Ja, ja; nein, nein! Predigt über Matthäus 5,33-37[1] Liebe Gemeinde! Ihr wißt, warum ich heute diesen Text…
Eberhard Jüngel, Wie ich mich geändert habe (1997): „Die Theologie muss vom Evangelium her versuchen, so etwas wie eine Kategorientafel des Bösen zu entwerfen, nicht um uns vom Bösen faszinieren zu lassen, sondern um es mit dem ihm gebührenden scharfen schrägen Seitenblick an seinen Platz zu verweisen. Man kann das Böse nur bekämpfen, wenn man es durch strenges Denken auf den Begriff bringt, um es daraufhin durch tapferes Handeln in seine Grenzen zu verweisen. Dass damit noch nicht das Himmelreich auf Erden beginnt, das ist wohl wahr. Aber es wäre damit immerhin verhindert, dass die Erde zur Hölle wird.“
Wie ich mich geändert habe (1997) Von Eberhard Jüngel Meine Damen und Herren! Sie sehen mich einigermaßen bleich, und zwar…
Friedrich Gogarten, Die Krisis unserer Kultur (1920): „Für die Religion, die sich selbst nicht verlor, kann eine Krisis der Kultur niemals Schicksal sein, sondern immer nur Aufgabe, zu vollziehen, was diese Krisis nur beginnt und auch nur dann beginnt und dann auch wieder nur gleichnisweise beginnt, wenn die Religion es vollzieht: nämlich das Gericht.“
Die Krisis unserer Kultur Von Friedrich Gogarten 1. Die Sache; 2. Die psychologische, philosophische und religiöse Betrachtungsweise; 3. Die Bedeutung…
Dietrich Bonhoeffer’s Letter to Mahatma Gandhi (1934): „It is no use to foretell the future which is in God’s hands, but if not all signs deceive us, everything seems to work for war in the near future, and the next war will certainly bring the spiritual death of Europe. What we need therefore in our countries is a truly spiritual living Christian peace movement. Western Christianity must be reborn on the Sermon on the Mount and here is the crucial point why I am writing to you. From all I know about you and your work after having studied your books and your movement for a few years, I feel we western Christians should try to learn from you, what realisation of faith means, what a life devoted to political and racial peace can attain. If there is anywhere a visible outline towards such attainments, than I see it in your movement. I know, of course, you are not a baptised Christian, but the people whose faith Jesus praised mostly did not belong to the official Church at that time either.“
Dietrich Bonhoeffer’s Letter to Mahatma Gandhi Pastor Lic. Dietrich Bonhoeffer23, Manor Mount, S.E. 23. London October 17th, 1934 Revered…
Hans Joachim Iwand, Die Liebe als Grund und Grenze der Freiheit (1951): „An Ostern wurde der Sieg der Liebe offenbar in der Kraft der Auferstehung. Hier triumphierte Gottes Gerechtigkeit. Und seit Ostern ist die Hand über dem Elenden entmachtet, so dass wir sie nicht mehr zu furchten haben. Seit Ostern ist die Tür der Freiheit offen für die Tat der Liebe. Seit der Auferstehung Jesu Christi von den Toten ist eine andere Hand ausgereckt über allen Entrechteten und Verlorenen – die Hand dessen, der zur Rechten Gottes ist. Der Auferstandene verbürgt jene Einheit von Liebe und Freiheit, die allen Menschen gilt und doch immer den einzelnen sucht.“
Die Liebe als Grund und Grenze der Freiheit (1951) Von Hans Joachim Iwand I. Die geistige Situation im heutigen Deutschland,[1]…