Reich des Gottes – eine Utopie in Deutschland: „Unter den Bedingungen eines protestantischen Religionismus entgeht das Reich des Gottes dem eigenen Denken. Was metaphysisches Gottdenken sich an Hoffnung verbaut, wird kaum wahrgenommen. Stattdessen wird die eigene Weltanschauung mit ihrem Abstraktionsgehalt als allgemeingültig gehalten.“

Reich des Gottes – eine Utopie in Deutschland Hört man in einem sonntäglichen Gemeindegottesdienst in Deutschland genauer hin, fällt auf,…

Justus Delbrück, In den Tiefen, die kein Trost erreicht (1945): „In den Nächten, wo der Glaube weicht, / lass nicht deine Gnade von mir weichen. // Auf dem Weg, den keiner mit mir geht, / wenn zum Beten die Gedanken schwinden, / wenn mich kalt die Finsternis umweht, / wollest du in meiner Not mich finden.“

Der Jurist und Widerständler Justus Delbrück (mit der Familie Bonhoeffer befreundet bzw. verschwägert), der nach dem 20. Juli 1944 durch…

Alexis von Roenne in seinen Abschiedsbriefen vor seiner Hinrichtung am 12. Oktober 1944: „Ich selbst nun erwarte seit einer Woche von Tag zu Tag den Tod, jetzt z.B. für morgen, und der Heiland hat in Seiner grenzenlosen Gnade mich von allem Grauen frei gemacht. Ich bete und denke tagsüber ganz ruhig und fast ausschließlich an Ihn, schlafe ganz ruhig und fest die ganze Nacht wie ein Kind und wende mich erwachend gleich Ihm zu und bin dabei innerlich völlig frei und dazu ein vollkommen glücklicher Mensch, ein Vorgang, der hier schon oft auffiel und durch Hinweise auf Ihn erklärt wurde.“

Abschiedsbriefen vor der Hinrichtung Vor Alexis Freiherr von Roenne Alexis Freiherr von Roenne (1903-1944) hatte sich aufgrund christlicher Gewissensbedenken nicht…

Hans Joachim Iwand, Predigt über Hiob 1-2 (1944): „An Gott den Schöpfer glauben hieße also darauf verzichten, dass wir einen Anspruch vor Gott haben. Hieße darauf verzichten, dass wir einen Anspruch haben auf alles, was wir besitzen, Haus und Hof, Weib und Kind, Ansehen und Ehre, alles ist Geschenk. Alles ist Gnade. Niemand hat ein Recht darauf, niemand kann Gott anklagen, wenn er ihm nimmt, was er ihm gab. Aber wer kann das? Dass es auch Hiob nicht so leicht konnte, wie es zunächst den Anschein hat, werden wir im Folgenden sehen. Es wird uns trösten. Es wäre ja unmenschlich, Hiob würde uns nicht so nahe stehen, er würde nicht ein leidendes, menschliches, aufbegehrend fühlendes Herz haben, wenn er in scheinbarer Gleichgültigkeit diese Worte so spräche, wie wohl ein Mensch sagt: Hin ist hin, verloren ist verloren.“

Predigt zu Hiob, Kapitel 1 und 2 Von Hans Joachim Iwand [114/115] Das Buch Hiob behandelt die Geschichte eines Mannes,…