Pastoraler Restschamanismus und die eigene Bodenhaftung Als evangelischer Pfarrer genießt man ein besonderes Ansehen bei anderen Menschen, nicht nur bei…
Wem ich im christlichen Glauben verbunden bin – Erfahrungen aus Hongkong: „Mit der Zeit bin ich in Sachen Gottesdienste vielsprachig geworden, kann selbst an katholischen Messen eines marianisch geprägten alten Priesters bei uns in Vöhringen innerlich teilnehmen. Da ließe sich die Frage stellen, ob ich in Sachen Gottesdienst und Glaube beliebig geworden bin. Ich würde das verneinen, kann mitunter in Sachen evangelischer Gottesdienst und Glaube messerscharf urteilen. Aber mir ist bewusst geworden, dass all die unterschiedlichen Gottesdienste und Denominationen je eigene Akzentuierungen unseres christlichen Glaubens haben.“
Wem ich im christlichen Glauben verbunden bin. Erfahrungen aus Hongkong Die Jahre, die ich als Dozent von 2002 bis 2008…
Gerhard von Rad, Die Diskussion über die Leiden Hiobs (1961): „Hiob steht in einer äußersten Dramatik des Glaubens; das Gottesbild hat sich ihm beinah in zwei Aspekte zerrissen, denn er appelliert allen Ernstes an den Freund Gott gegen den Feind Gott, der ihn zerstört.“
Gerhard von Rad hatte sich im Oktober 1961 in zwei Vorträgen für den damaligen Südwestfunk des Buchs Hiob angenommen. Hier…
Gerhard von Rad, Die Erzählung von den Leiden Hiobs: „»Der Herr hat’s gegeben, der Satan hat’s genommen.« Hiob hat es ausschließlich mit Gott zu tun. Aber das, was Hiob sagt, das ist entscheidend, denn – wieder hat Herder es prächtig formuliert – : Dieser Hiob leidet als der Ruhm und Stolz Gottes.“
Von Gerhard von Rad stammt der oft zitierte Spruch „Die legitimste Form theologischen Redens vom Alten Testament ist […] immer…
Wer bin ich wirklich? Ein Gebet im Anschluss an Psalm 139: „Befreie mich von Selbsttäuschungen, und auch von den falschen Vorstellungen, die ich von meinem Leben habe.“
Wer bin ich wirklich? Ein Gebet im Anschluss an Psalm 139 HERR, mein Gott,erforsche mich und erkenne mein Herz,prüfe mich…
„Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, damit du dich nicht zugrunde richtest.“ Friedrich Mildenbergers Auslegung zu Prediger 7,15-18 für den Sonntag Septuagesimae: „Sicher sind sie himmelweit voneinander, wenn wir auf das sehen, was jeder über sich selber denkt, der besonders Fromme wie der Gottlose. Aber in einem gehören sie doch ganz nah zusammen: Sie wollen es beide erzwingen, das bessere Leben, das Glück. Dem einen muss es ohne Gott gelingen, und der andere will es gerade mit Gott schaffen. Darin unterscheiden sie sich schon. Aber darin gehören sie zusammen, dass sie es nicht nehmen wollen, wie es kommt.“
In der neuen Perikopenordnung ist für den Sonntag Septuagesimae nunmehr in der ersten Predigtreihe ein wirklich ungewöhnlicher Text aus dem…
Johannes Wirsching, Häresie als Glaubensphänomen: „Ein Heil, das der Häretiker sich selber nicht mehr vermitteln zu lassen braucht, kann er auch nicht anders als unvermittelt zur Geltung bringen. Im Grunde steht er damit außerhalb der Gemeinschaft des Glaubens, sieht sich jedoch — als der wahre Gläubige — erst recht in ihr, um ihr nunmehr vorzuhalten, wie sie verbessert, überboten und vollendet werden muss. Sowohl die gesamtkirchlich vermittelte Heilserfahrung aller Gläubigen als auch die aktuell vermittelte Heilsverkündigung durch Wort und Sakrament werden dem Häretiker auf diese Weise zu Bedingungen oder doch Möglichkeiten der Selbstvermittlung und sind darin paradigmatisch für den Gläubigen schlechthin, das heißt, sie werden zu Legitimationsformen des Heilszwanges. Das Heil des Menschen ist immer schon vermittelt, es muss nur noch als solches gelebt und — ethisch, sozial, politisch — durchgesetzt werden.“
Häresie als Glaubensphänomen Von Johannes Wirsching Ob das, was nach herkömmlichem Sprachgebrauch häretisch heißt, überhaupt bemerkt, geschweige denn abgearbeitet wird,…
Kleider machen Leute – Vom Christus-Gewand (Kolosser 3,12): „Tag für Tag heißt es, dieses Kleid bewusst anzuziehen, um als Christ unseren Mitmenschen gegenüberzutreten. Das Christusgewand prägt uns so wohl innerlich wie auch äußerlich. Kein nacktes ‚ich‘ mit all seinen Stimmungen und Launen, sondern herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Freundlichkeit und Geduld hüllen mich ein und wirken zugleich auf Menschen um mich herum.“
Kleider machen Leute. Vom Christus-Gewand An Fasching ist es offensichtlich: Kleider machen Leute. Wer verkleidet oder gar maskiert auftritt, ist…
„Luther und Hitler sind zwei Männer, von denen das deutsche Volk noch nach Jahrhunderten mit Ehrfurcht spricht.“ – Aus einem Schulaufsatz vom 20. November 1933
„Luther und Hitler sind zwei Männer, von denen das deutsche Volk noch nach Jahrhunderten mit Ehrfurcht spricht.“ – Aus einem…