Auslegung zu 5. Mose 6,4–9 (1529) Von Martin Luther V. 1–5. Dies sind aber die Gebote, dass du den HERRn,…
Martin Luther, Brief an den Kurfürsten Johann den Beständigen zur Kirchenreform vom 31. Oktober 1525: „Die Pfarreien stehen vielerorts elend da. Es gibt kaum Einkünfte, niemand zahlt etwas. Opfer- und Seelenpfennige sind weggefallen, Zinsen sind kaum oder gar nicht vorhanden. Der gemeine Mann achtet weder Prediger noch Pfarrer. Wenn hier nicht durch Eure Kurfürstliche Gnaden eine kraftvolle Ordnung und nachhaltige Sicherung der Pfarreien und Predigtstühle erfolgt, so wird es bald weder Pfarrhöfe noch Schulen oder Schüler geben – und das Wort Gottes und der Gottesdienst werden verkümmern. Darum bitte ich Euch, dass Ihr Euch weiterhin von Gott gebrauchen lasst als ein treues Werkzeug – zum Trost für viele, auch zum Frieden Eures eigenen Gewissens. Denn Ihr werdet durch uns wie durch die Not selbst, gewisslich von Gott, dazu aufgerufen. Ihr werdet Mittel finden: Klöster, Stifte, Lehen, Spenden – es ist genügend da, wenn Eure Kurfürstliche Gnaden nur den Befehl geben, dies zu prüfen, zu ordnen und zu verwalten.“
Brief an den Kurfürsten Johann den Beständigen zur Kirchenreform vom 31. Oktober 1525 Von Martin Luther An den Durchlauchtigsten, Hochgeborenen…
Oswald Bayer, Stadt der Geborgenheit. Jerusalempredigt zu Psalm 46: „Die im Stillehalten und Beten gründende Tat der Förderung des irdischen Friedens liegt zuerst im Einsatz für eine nüchterne Sicht der Welt, in der wir leben. Es gilt ihre abgründige Gefährdung und den Kampf der Götter nicht zu verkennen. Trotz der Hilfe Gottes ‚früh am Morgen‘, am Ostermorgen, und seinem Sieg über den Tod und alle lebensfeindlichen Mächte sind diese – Gott seiʼs geklagt! – nicht einfach verschwunden.“
Stadt der Geborgenheit. Jerusalempredigt zu Psalm 46 Von Oswald Bayer I. Die gefährdete Welt Um einen Machtkampf geht es, einen…
Hans Joachim Iwand: Predigt über 2. Korinther 2,14-17 (1935): „Da hilft nur, dass man da stehen bleibt, wo man hingestellt wird, wenn man in Christo redet. Aus Gott, Gott gegenüber. Das heißt: Gott im Rücken und Gott im Angesicht, so dass es keine Flucht gibt, keinen Rückzug und kein Überlaufen zum Gegner. Gott selbst ist unser Auftraggeber, und Gott selbst ist unser Hörer. Wer sein Wort reden muss, der gerät in den Lichtkegel seiner Wahrheit und wird durchleuchtet bis in die verborgensten Fasern seines Herzens.“
Predigt über 2. Korinther 2,14-17 (1935) Von Hans Joachim Iwand Aber Gott sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in…
Heinrich Schlier, Was ich bin: „Ich bin nicht ein Heiliger, / aber ich möchte es sein. / Wenn nur das Kreuz nicht wäre! // Doch wo ist Heiligkeit, wenn nicht in ihm? / Was bin ich? / Gott sieht mich. / Ich bin sein Augenblick.“
Was ich bin Ich bin nicht ein Gläubiger,aber ich möchte es sein,damit die liebliche,fruchtbare Wahrheit sich öffne. Ich bin nicht…
Patrick D. Miller, Das Große Gebot – das Schma Jisrael (Deuteronomium 6,4–5): „Das Schma Jisrael, das Große Gebot, ist die Grundlage des Lebens Israels, das ethische, religiöse und soziale Ordnung stiftet. Die Liebe zu Gott ist total, umfassend und konkret. Die Einheit Gottes und die Einheit der menschlichen Hingabe spiegeln einander wider. Die Forderung des Schma Jisrael ist sowohl Anforderung als auch Geschenk, das das menschliche Leben ermöglicht und stabilisiert. Mit dieser Forderung ist die zentrale Aussage des Deuteronomiums über das Bekenntnis, die Einheit Gottes und die Liebe zu Gott abgeschlossen.“
Das Große Gebot – das Schma Jisrael (Deuteronomium 6,4–5) Von Patrick D. Miller Mit diesem Kapitel kommen wir zu dem…
Jack R. Lundbom über Deuteronomium 6,4-9: „Im Alten Testament überschneiden sich die Begriffe אַהֲבָה („Liebe“) und חֶסֶד („Bundestreue“) häufig. Die Aufforderung, JHWH zu lieben, ist eine stehende Wendung im Deuteronomium, und „JHWH lieben“ geht Hand in Hand mit ihn zu fürchten, in seinen Wegen zu gehen, an ihm festzuhalten, ihm zu dienen, seiner Stimme zu gehorchen und seine Gebote zu tun. Diese Liebe zeigt sich also in konkretem Handeln – für Israel bedeutet sie vor allem Gehorsam gegenüber JHWH, seinem Bund und seinen Geboten.“
Jack R. Lundbom, mir durch seinen Gastaufenthalt am Lutheran Theological Seminary in Hong Kong 2007/08 wohlbekannt, dürfte in seinem Kommentar…
Helmut Gollwitzer, Begegnung mit Luther (1955): „Jetzt kommt die Bibel in Bewegung. Sie wird aus einem widerspruchsvollen alten Buch mit dunklen Lehren zu einem Chor lebendiger Zeugen, die alle auf die gleiche Mitte weisen. Ihre Worte sind Träger und Gefäß des einen Wortes; darum muss man auf sie mit höchster Sorgfalt hören, und alle Worte der Kirche haben ihnen zu entsprechen. Es ist bekannt, wie aus diesem Achten auf die biblischen Worte, aus der Bemühung um ihre zutreffende Übersetzung unsere neuhochdeutsche Sprache hervorging — und man denke nicht, dass dieser biblische Ursprung dabei zufällig sei. Das Wort, das Faust ’so hoch unmöglich schätzen‘ konnte, musste als ein so hoch zu schätzendes auftreten, damit sich an ihm alle Möglichkeiten des Lutherischen Sprachgenies entzündeten. Weil die deutsche Sprache in den höchsten Dienst trat, erwuchsen ihr plötzlich so ungeahnte Fähigkeiten. — Die Kirche wird aus einer Institution, die herrscherlich die Heilsgüter verwaltet, zur ‚Herde, die auf ihres Hirten Stimme hört‘, zur Schar von Menschen, die den Ruf gehört haben und weitertragen. Alle Beziehungen zwischen Gott und Mensch werden aus sachhaften zu personalen.“
Begegnung mit Luther (1955) Von Helmut Gollwitzer Wem dieser Band unter die Augen und in die Hand kommt, dem ist…
Mascha Kaléko, Wie sag ich’s meinem Kinde?: „Es war nicht pädagogisch, / Vom Fortbestand der Seelen, / Und viel zu theologisch, / Vom Himmel zu erzählen. // Doch mangels akkuraten / Berichts aus jenen Sphären, / Erschien es mir geraten, / Zu trösten statt zu lehren.“
Wie sag ich’s meinem Kinde? Jüngst sah mein kleiner SohnDen ersten Totenwagen.– Er gab nicht einen TonUnd stellte keine Fragen.…