Protest! Ernst Käsemanns Replik zu einem Aufsatz von Jürgen Seim „Zur christlichen Identität im christlich-jüdischen Gespräch“ (1992): „Sollte ein evangelischer Pfarrer nicht laut und unverzagt das Kommen des Gottesreiches in der Fleischwerdung des Gottessohnes, die irdische Erlösung, in Wundern und Zeichen vorweggenommen, zu Ostern und Pfingsten bezeugt, den Anbruch der Freiheit der Kinder Gottes bis hin in Leiblichkeit und als Ärgernis der Welt sichtbar, verkünden? Würde anders das Evangelium in seinem Munde nicht religiöse Utopie und Ideologie werden müssen?“

Protest! Von Ernst Käsemann Als Mitbegründer der Gesellschaft für Evangelische Theologie 1940 in Berlin habe ich von Anfang an in…

Christoph Ernst Luthardt, Die Zukunft Israels. Römer 11, 11-32 (1861): „Wenn sich also Israel bekehrt, so ist das nicht eine Bekehrung wie irgend eines andern Volks, sondern die Bekehrung des erwählten Volks. Alle andern Völker haben nur kirchengeschichtlichen Beruf, Israel ist das Volk des heilsgeschichtlichen Berufs. Darum theilt die Schrift die Menschheit ein in Israel und die Völker — eine Eintheilung, die außerdem wegen der Ungleichheit der beiden Hälften die wunderlichste von der Welt wäre. Ist es aber das Volk des heilsgeschichtlichen Berufs das sich bekehrt, so wird diese Thatsache Folgen haben nicht bloß für die Kirchengeschichte.“

Die Zukunft Israels (Römer 11, 11-32) Von Christoph Ernst Luthardt „Ich sage nun: doch nicht gestrauchelt sind sie, damit sie…

Hans-Georg Gadamers Erinnerungen an Paul Tillichs Zeit in Marburg (1924-1925): „Menschlich hat Tillich es eigentlich besser gemacht als wir. Meine Reserve gegenüber Tillich bezog sich auf seine intellektuelle »Leichtfüßigkeit«, auf seine Schnelligkeit, mit der er Positionen vari­ierte; er war ja ungeheuer schlagfertig, hatte eine hohe dialektische Gewandtheit, aber der ganze Stil seines Denkens war in meinen Augen formal.“

Erinnerungen an Paul Tillichs Zeit in Marburg (1924-1925) Von Hans-Georg Gadamer Tillich kam als Extraordinarius nach Marburg, das war wohl…

There are no harps in heaven, only guitars: „Why are we still biblically attached to the harp as the instrument of heaven, when it should be the far more popular guitar? The answer is simple: when Christianity came to Europe north of the Alps and the message of the Bible had to be translated, only the Celtic harp was known there as a stringed instrument. Lute instruments only came over the Alps from the Mediterranean region in the High Middle Ages. By then, however, heaven was already full of harps in terms of books and illustrations.“

There are no harps in heaven, only guitars Everyone seems to agree: in heaven they play the harp. All English-language…

Friedrich Wilhelm Graf über Paul Tillich in der ZIG: „der aus einem deutschnationalen Pfarrhaus in der preußischen Provinz stammende, seit 1900 in Berlin aufgewachsene Pfarrer, Marburger Extraordinarius der Systematischen Theologie, Dresdner Ordinarius für Religionswissenschaften, Frankfurter Ordinarius für Philosophie und Soziologie einschließlich Sozialpädagogik, Professor of Philosophical Theology in New York, University Professor in Harvard und Nuveen Professor of Theology in Chicago dürfte unter den deutschen Intellektuellen im «Jahrhundert der Extreme» die Ehrentitel eines Genies der Ambivalenz und Heroen der Ambiguitätstoleranz verdient haben.“

In der Zeitschrift für Ideengeschichte (ZIG), Heft VIII/2 Sommer 2014 (1914), schreibt Friedrich Wilhelm Graf zu „Tillichs Durchbruch“ in der…

Alfons Deissler, Die theologische Botschaft beim Propheten Joël (1981): „Die »Umkehr des Herzens« ist Joëls betontes Anliegen, so sehr diese sich dann in Riten und Bege­hungen »verleiblichen« soll. Mit die­ser »Verinnerlichung« der Religion nimmt Joël ein durchgehendes Thema der prophetischen Verkündi­gung auf und bereitet damit auf seine Weise die Predigt Jesu vor.“

Die theologische Botschaft beim Propheten Joël Von Alfons Deissler In Kap. 1 erweist sich Joël als Pro­phet von seltener dichterischer…

Werner Schmauch über die Kirche für die Welt. Zehn Thesen zur Bergpredigt (1957): „Im Gehorsam gegenüber diesem Ruf werden Menschen aus der selbstherrlichen Existenz befreit zur Proexistenz für den Anderen, für Erde und Welt. Diese Existenz ist kein Status, sondern als konkrete Annahme des Evangeliums eschatologisches Ereignis. Auch die Jüngergemeinde existiert nur im Vollzug dieses Gehorsams, in der Proexistenz, in der Überwindung der Welt durch Hingabe an sie.“

Kirche für die Welt. Zehn Thesen zur Bergpredigt Von Werner Schmauch 1. Die Bergpredigt ist nicht ethisches Gesetz unter einer…