Hans-Georg Gadamers Erinnerungen an Paul Tillichs Zeit in Marburg (1924-1925): „Menschlich hat Tillich es eigentlich besser gemacht als wir. Meine Reserve gegenüber Tillich bezog sich auf seine intellektuelle »Leichtfüßigkeit«, auf seine Schnelligkeit, mit der er Positionen vari­ierte; er war ja ungeheuer schlagfertig, hatte eine hohe dialektische Gewandtheit, aber der ganze Stil seines Denkens war in meinen Augen formal.“

Erinnerungen an Paul Tillichs Zeit in Marburg (1924-1925) Von Hans-Georg Gadamer Tillich kam als Extraordinarius nach Marburg, das war wohl…

There are no harps in heaven, only guitars: „Why are we still biblically attached to the harp as the instrument of heaven, when it should be the far more popular guitar? The answer is simple: when Christianity came to Europe north of the Alps and the message of the Bible had to be translated, only the Celtic harp was known there as a stringed instrument. Lute instruments only came over the Alps from the Mediterranean region in the High Middle Ages. By then, however, heaven was already full of harps in terms of books and illustrations.“

There are no harps in heaven, only guitars Everyone seems to agree: in heaven they play the harp. All English-language…

Friedrich Wilhelm Graf über Paul Tillich in der ZIG: „der aus einem deutschnationalen Pfarrhaus in der preußischen Provinz stammende, seit 1900 in Berlin aufgewachsene Pfarrer, Marburger Extraordinarius der Systematischen Theologie, Dresdner Ordinarius für Religionswissenschaften, Frankfurter Ordinarius für Philosophie und Soziologie einschließlich Sozialpädagogik, Professor of Philosophical Theology in New York, University Professor in Harvard und Nuveen Professor of Theology in Chicago dürfte unter den deutschen Intellektuellen im «Jahrhundert der Extreme» die Ehrentitel eines Genies der Ambivalenz und Heroen der Ambiguitätstoleranz verdient haben.“

In der Zeitschrift für Ideengeschichte (ZIG), Heft VIII/2 Sommer 2014 (1914), schreibt Friedrich Wilhelm Graf zu „Tillichs Durchbruch“ in der…

Alfons Deissler, Die theologische Botschaft beim Propheten Joël (1981): „Die »Umkehr des Herzens« ist Joëls betontes Anliegen, so sehr diese sich dann in Riten und Bege­hungen »verleiblichen« soll. Mit die­ser »Verinnerlichung« der Religion nimmt Joël ein durchgehendes Thema der prophetischen Verkündi­gung auf und bereitet damit auf seine Weise die Predigt Jesu vor.“

Die theologische Botschaft beim Propheten Joël Von Alfons Deissler In Kap. 1 erweist sich Joël als Pro­phet von seltener dichterischer…

Werner Schmauch über die Kirche für die Welt. Zehn Thesen zur Bergpredigt (1957): „Im Gehorsam gegenüber diesem Ruf werden Menschen aus der selbstherrlichen Existenz befreit zur Proexistenz für den Anderen, für Erde und Welt. Diese Existenz ist kein Status, sondern als konkrete Annahme des Evangeliums eschatologisches Ereignis. Auch die Jüngergemeinde existiert nur im Vollzug dieses Gehorsams, in der Proexistenz, in der Überwindung der Welt durch Hingabe an sie.“

Kirche für die Welt. Zehn Thesen zur Bergpredigt Von Werner Schmauch 1. Die Bergpredigt ist nicht ethisches Gesetz unter einer…

Hans W. Frei, Die „wörtliche Lesung“ der biblischen Erzählung in der christlichen Tradition: Dehnt sie sich oder bricht sie? (The „Literal Reading“ of Biblical Narrative in the Christian Tradition. Does it Stretch or Will it Break?): „Wie sieht es mit der Zukunft der ‚wörtlichen Lesung‘ aus? Je weniger sie in der Theorie verstrickt ist und je fester sie nicht in einer narrativen (literarischen) Tradition, sondern in ihrem primären und ursprünglichen Kontext verwurzelt ist, d. h. in der ‚Regel‘ einer religiösen Gemeinschaft für eine getreue Lektüre, desto deutlicher wird sie wahrscheinlich in Erscheinung treten und desto stärker, aber auch flexibler und geschmeidiger wird sie wahrscheinlich sein.“

Hans Frei (1922-1988) ist als Theologe in Deutschland weitgehend unbekannt, obwohl er in den USA äußerst einflussreich gewesen ist. Hier…