Martin Luther über das wahrhaft schauende Leben (Auslegung zu Genesis 19,14): „Lasst uns zu die­sem Kind gehen, das im Schoß seiner Mutter Maria liegt, zu dem Opfer, das am Kreuz hängt: Dort werden wir Gott wahrhaft betrachten, dort werden wir ungehindert in sein Herz schauen und sehen, dass er barmherzig ist und dass er keinen Gefallen hat am Tod des Sünders, sondern dass er umkehre und lebe. Aus einer solchen Schau bzw. Betrachtung er­wächst wahrer Friede und wahre Freude des Herzens.“

Vom wahrhaft schauenden Leben (Auslegung zu Genesis 19,14) Von Martin Luther Wer in rechter Weise Gedanken entfalten will (recte speculari),…

Weihnachtsbotschaft der Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen in Jerusalem 2023: „Wenn wir diese Grüße übermitteln, sind wir uns sehr wohl bewusst, dass wir dies in einer Zeit großen Unheils im Land der Geburt unseres Herrn tun. In den letzten zweieinhalb Monaten hat die Gewalt des Krieges zu unvorstellbarem Leid für buchstäblich Millionen in unserem geliebten Heiligen Land geführt.“

Weihnachtsbotschaft der Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen in Jerusalem 2023 „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns…

Paul Tillich, Weihnachtspredigt zu Lukas 2,12 (1917): „Ja, so ist unser Gott! In einem Kinde schenkt er uns seine Gegenwart, das ist unser Weihnachtsglaube. In einem Kinde schenkt er uns sein Herz, das ist unsere Weihnachtsliebe. In einem Kinde schenkt er uns seine Seligkeit das ist unsere Weihnachtshoffnung. Siehe, das ist unser Gott!“

Nachdem Paul Tillich wohl in der ersten Jahreshälfte 1917 noch eine nationalreligiöse Kriegspredigt „Ihr seid das Licht der Welt“ gehalten,…

Über Franz von Assisis erste Weihnachtsfeier mit Krippe, Ochs und Esel 1223 in Greccio (aus Thomas von Celanos Ersten Lebensbeschreibung des heiligen Franziskus): „Nun wird eine Krippe zurechtgemacht, Heu herbeigebracht, Ochs und Esel herzugeführt. Zu Ehren kommt da die Einfalt, die Armut wird erhöht, die Demut gepriesen, und aus Greccio wird gleichsam ein neues Bethlehem. Hell wie der Tag wird die Nacht, und Menschen und Tieren wird sie wonnesam. Die Leute eilen herbei und werden bei dem neuen Geheimnis mit neuer Freude erfüllt.“

Thomas von Celano, Erste Lebensbeschreibung des heiligen Franziskus Kapitel XXX – Seine Krippenfeier in Greccio am Geburtstag des Herrn 84.…

Hieronymus‘ Homilie über die Geburt des Herrn (nach Lukas 2,7-19): „Betrachtet die Größe der Armut! Sie kehren ein in einem Stalle. Es wird nicht gesagt, dass er an der Straße stand, sondern er war an einem Nebenweg, seitwärts von der Heerstraße. Nicht am Wege, sondern abseits vom Wege, nicht an der Straße des Gesetzes, sondern auf dem Seitenpfade des Evangeliums. Anderswo war kein Platz frei für die Geburt des Erlösers als die Krippe, die Krippe, an welcher man die Lasttiere und die Esel anzubinden pflegte.“

Homilie über die Geburt des Herrn (nach Lukas 2,7-19) Von Hieronymus „Und sie legte ihn in die Krippe, weil sie…

Warlam Schalamow, Durch den Schnee (1956): „Geht man den Weg des ersten in seinen Fußstapfen, entsteht eine erkennbare, doch kaum begehbare schmale Fährte, ein Fußpfad, kein Weg — Löcher, in denen es sich schwerer läuft als im unberührten Schnee. Der erste hat es am schwersten, und wenn seine Kräfte erschöpft sind, geht ein anderer vom selben Fünfervortrupp voran. Von denen, die der Spur folgen, muß jeder, selbst der Kleinste und Schwächste, auf ein Stückchen unberührten Schnee treten, nicht in die fremden Fußspuren.“

Durch den Schnee (1956) Von Warlam Schalamow Wie tritt man einen Weg in unberührten Schnee? Ein Mann geht voran, schwitzend…