Adrienne von Speyr, Fragmente über das Kreuz Christi: „Am Kreuz zeigt der Herr nicht nur, dass er seine Gnade auf alle sichtbar fließen lässt, auf alle, die das Kreuz umstehen, aber auch alle, die schon früher im Alten Bund den Glauben besaßen, die seine Verheißungen so aufnahmen, wie er sie gab, und die bereit blieben, die Erfüllung dann zu erleben, wann er sie ihnen schenken wollte — sondern er zeigt auch, dass er alles, was sie für ihn geleistet haben, brauchen kann. Daß er also nicht bloß für die Sünden leidet, sondern in einem geheimnisvollen Mitleiden mit allen Glaubenden steht.“

Fragmente über das Kreuz Christi Von Adrienne von Speyr Das Thema der Passion Jesu Christi übersteigt das Thema dieses Heftes…

Reinhold Schneider, Passion (1953): „Das Kreuz kann hoch im Lichte erfahren werden von Begnadeten – und tief unten in den Schluchten, in die kein Strahl fällt; es steht ja in der Mitte aller Kreise des Geschaffenen. Der Christ wird entdecken, daß nicht seine Bestimmung, nicht seine Aufgabe das Letzte war, das ihm gesendet wurde, sondern das Kreuz, das sich in ihnen verbarg, und er wird ahnen, daß es verhüllt war in seiner Liebe und ihn mit deren Kräften zog.“

Passion (1953) Von Reinhold Schneider »Denn wenn die Toten nicht auferweckt würden, so wäre auch Christus nicht auferweckt worden; wäre…

Reinhold Schneider, Wie der Herr. Das Kreuz besteigen (1943): „In der Zeit des Leidens soll das Leben enden, daß wir bisher gelebt; wir sol­len eingehen in Christi Tod; nur dieser Tod wird uns weiter­tragen. Berührt das Licht uns wieder, so können wir nicht mehr sein, was wir waren. Das, was wir unser eigen nannten, wird dann verzehrt sein; wir konnten den großen Sieg vorbe­reiten durch unsern Entschluß zum Kreuze; aber siegen wer­den nicht mehr wir. Siegen kann und wird nur der Herr.“

Wie der Herr. Das Kreuz besteigen (1943) Von Reinhold Schneider »Jetzt ergeht das Gericht über diese Welt, jetzt wird der…

Terence E. Fretheim, Gott, Abraham und der Missbrauch Isaaks (zu Genesis 22,1-19): „Abraham vertraut darauf, dass Gott sein Bestes im Sinn hat, so dass er dem Befehl Gottes folgen wird. Der Einzige, der aus der Prü­fung etwas lernen soll, ist Gott. Der abschließende Vers 12 sagt dies: ‚Jetzt weiß ich es.‘ Es geht nicht darum, was Gott lehrt, sondern darum, was Gott lernt. Um der Zukunft willen ging es darum, dass Gott Abrahams Treue in der Beziehung erkannte.“

Gott, Abraham und der Missbrauch von Isaak Von Terence E. FretheimLuther-Seminar St. Paul, Minnesota Dies ist ein klassischer Text.[1] Er…

Karl Barth, Liberale Theologie. Ein Interview (1968): „Ich verstehe unter «liberal» – wenn ich mich jetzt auch einbegreifen darf als Liberaler – eine Haltung vor allen Dingen der Verantwortlichkeit. Denn die wahre Freiheit ist immer eine verantwortliche Sache. Und das bedingt nun, dass ich dann allerdings auch offen sein muss – jetzt kommt das herein, nicht wahr, was man gewöhnlich unter Frei­heit versteht.“

Liberale Theologie. Ein Interview[1] Von Karl Barth Herr Professor Barth, als ich Sie um Ihre Teilnahme an dieser Sendereihe «Was…

Johann Baptist Metz, Zukunft aus dem Gedächtnis des Leidens (1972): „Es ist das Leid, das einer affirmativen Theorie der Versöhnung zwischen Mensch und Natur widersteht. Jeder derartige Versuch entartet am Ende in eine schlechte Ontologisierung der Gequältheit des Menschen. Leid kontrastiert Natur und Geschichte, Teleologie und Eschatologie. Zwischen beiden gibt es keine «objektive» Versöhnung, keine durchschaubare und verwaltbare Einheit.“

Zukunft aus dem Gedächtnis des Leidens. Eine gegenwärtige Gestalt der Verantwortung des Glaubens Von Johann Baptist Metz I. Das Vertrauen…