Über den Thymos und dessen schädigenden Auswirkungen: „Wo der wählerische Homo optativus immer weniger für sich selbst erreichen kann und immer mehr zu verlieren hat, lässt die Verlusterfahrung den Thymos über sich herauswachsen. Als Populismus oder Haltungsaktivismus kollektiviert zersetzt er in seinem Eifer den Gemeinsinn, senkt Toleranzschwellen und lässt Konflikte eskalieren. Ist die kommunikative Vernunft nicht länger einem kollektivierten Thymos gewachsen, zerfällt ein demokratischer Verfassungsstaat in einen Tribalismus oder wird durch eine Diktatur ersetzt.“

Über den Thymos und dessen schädigenden Auswirkungen Von der anthropologischen Tradition her unterscheidet man bezüglich des Menschseins zwischen Geist (pneuma/spiritus)…

Die Jotamfabel (Richter 9) und die Zukunft politischer Mandatsträger: „Die überkritischen Urteile bezüglich Politikern in den Medien und insbesondere die Verunglimpfungen in den sozialen Medien führen dazu, dass immer weniger kompetente Bürger mit Sachverstand, Urteilsvermögen und Entscheidungsfähigkeit bereit sind, politische Mandate zu übernehmen. Es steht zu befürchten, dass an ihrer Stelle vermehrt Personen sich zu Wahl stellen, die nichts zu verlieren haben und die in ‚bestechender‘ Weise den Herausforderung des jeweiligen Amtes nicht gewachsen sind.“

Die Jotamfabel (Richter 9) und die Zukunft politischer Mandatsträger Die sogenannte Jotamfabel, die Jotam auf die Königswahl Abimelechs und dessen…

Hans Ehrenberg, Die satanische Dreifaltigkeit. Eine Auslegung der Offenbarung 13 (The Satanic Trinity, 1941): „Die Kirche sollte weder zurückhaltend noch unvorsichtig sein, wenn sie Worte wie ’satanisch‘ verwendet, und sie sollte niemals die unverzichtbare eschatologische Perspektive des Evangeliums vernachlässigen, insbesondere in Zeiten historischer Katastrophen.“

Nachdem der Bochumer Pfarrer Hans Ehrenberg dank der Unterstützung des englischen Bischofs George Bell 1939 aus dem Konzentrationslager Sachsenhausen entlassen…

Johannes Brenz, Das Fundament der Kirche und die Pflichten ihres Amtes (1548): „Wir haben deshalb deutlich gemacht, dass die Kir­che Christi nicht auf weltliche Gewalt, sondern auf die Lehre des Evangeli­ums, d.h. unser Amt, gegründet ist. Wir wollten aber dies ein wenig reichli­cher ausführen, dass wir erkennen, dass, auch wenn die gottlose Welt die Kirche stürzt oder verfolgt, diese trotzdem nicht stürzt oder unterdrückt oder zerstört wird, wenn wir es an unserem Amt nicht fehlen lassen, das das Fundament der Kirche und durch göttliche Macht übertragen und aufs stärkste begründet.“

Das Fundament der Kirche und die Pflichten ihres Amtes (1548) Von Johannes Brenz Eingeleitet und übersetzt von Martin Brecht Im…

Katharina Staritz, Rundschreiben an die Breslauer Pfarrer zum Judenstern im Gottesdienst (1941): „Es ist Christenpflicht der Ge­meinden, sie nicht etwa wegen der Kennzeichnung vom Gottesdienst auszuschliessen. Sie haben das gleiche Heimatrecht in der Kirche wie die an­deren Gemeindeglieder und bedürfen des Trostes aus Gottes Wort besonders.“

Nachdem im September 1941 alle Juden in Deutschland den „Judenstern“ tragen mussten, verfasste die Breslauer Stadtvikarin Katharina Staritz ein Rundschreiben…

Walter Lüthi in der Predigt zu 1. Samuel 24 (1962): „Saul hat viel zu verlieren, David aber mehr. Ja, Saul hat schon verloren, was er verlieren konnte. David aber wird hier davor bewahrt, aus der Gnade der Erwählung zu fallen. Selbsthilfe hätte hier den Verlust seiner Erwählung zur Folge haben können. So baut Gott sein Reich, indem er nicht nur den Verworfe­nen an seinem verwerflichen Tun hindert, sondern auch den Erwählten vor Selbstzerstörung bewahrt.“

Zu 1. Samuel 24 Von Walter Lüthi Der Atem kommt einem zum Stocken, wenn man die Ereignisse verfolgt, die sich…