Karl Barth, Die Theologische Fakultät (500 Jahre Universität Basel): „Die Bibel redet — der Name ist unvermeidlich, weil er die Sache selbst ist — von Jesus Christus. Dieser Ursprung der Theologie (man kann auch sagen: das «Evangelium») ist wie der Ursprung so auch der Gegenstand der Theo­logie. In der selbstverständlichen Bindung an ihn ist sie aber nach allen Seiten freie Forschung und Lehre — «über meiner Mütze nur die Sterne» —, nimmt sie keine Vorschrif­ten und Weisungen von keiner Seite entgegen, dient sie auch der Kirche in der Unabhängigkeit ihrer eigenen Verantwortlichkeit. Und weil der «Gott», von dem sie ihren Namen hat, kein Diktator ist, kann sie sich auch ihrerseits nicht diktatorisch gebärden. Nur durch seinen Gegenstand gebunden, aber auch befreit, kann und will der theologische Lehrer nur im selben Sinn freie Schüler er­ziehen und haben.“

Die Theologische Fakultät Von Karl Barth Man hat mich eingeladen, an dieser Stelle etwas von der Theo­logischen Fakultät unserer nun…

Von der protestantischen Schönschrift in Bayern (1836): „So erhalten die Consistorien etc. hiemit den Auftrag, nicht blos im allgemeinen die sämmtlichen Pfarrer und Candidaten zu ermuntern, ihrer Handschrift bei allen amtlichen Verhandlungen und namentlich bei dem Einträgen in die Kirchenbücher die möglichste Sorgfalt zu widmen, sondern es sind zugleich alle Aufsichtsbehörden anzuweisen, theils bei den Visitationen auf diesen Gegenstand ein sorgfältiges Augenmerk zu richten, theils aber auch jedes mit schwer leserlichen Zügen oder mit offenbarer Nachlässigkeit niedergeschriebene Aktenstück dem Verfasser zur Umfertigung zurückzustellen, und im Wiederholungsfälle dasselbe auf Kosten des Betheiligten umschreiben zu lassen.“

Aus der bayerischen Kirchengeschichte: Nr. 2383. Im NamenSeiner Majestät des Königs. Wiederholter Erinnerungen ungeachtet fahren einzelne Geistliche und Vicarien fort,…

Peter Graf Yorck von Wartenburg, Abschiedsbriefe vor der Hinrichtung (1944): „Dass Gott es so geführt hat, wie es gekommen ist, ge­hört zu der Unerforschlichkeit Seiner Ratschlüsse, die ich de­mutsvoll annehme. Ich glaubte mich durch das Gefühl der alle niederbeugenden Schuld getrieben und reinen Herzens. Ich hoffe deshalb auch zuversichtlich, in Gott einen gnädigen Rich­ter zu finden. … Als wir vom letzten Abendmahl hinweggin­gen, da fühlte ich eine fast unheimliche Erhabenheit, ich möchte es eigentlich Christusnähe nennen. Rückblickend scheint sie mir als ein Ruf.“

Abschiedsbriefe vor der Hinrichtung Von Peter Graf Yorck von Wartenburg Peter Graf Yorck von Wartenburg (1904-1944), Mitglied des Kreisauer Kreises,…

Alexis von Roenne (1903-1944), Gott ist die Liebe (verfasst im Gefängnis Berlin-Plötzensee): „Da heißt es also, sich unlöslich an Ihn klammern, Ihm vertrauen, mit Ihm planen, auf Sein Wort hinausführen. Auch auf dem Wege über andere Gotteskinder, die man suchen muss, kann Er Rat und Hilfe schicken und im großen, ernsten Geschehen der Zukunft alles in Gnaden hinausführen. Denn Er ist ja der Herr des Himmels und der Erden, vor dem wir stehen, dem alles ein Kleines ist! Das Größte aber, was Er zu schenken vermag, ist die Erkenntnis, dass Er uns lieb hat und die Gewissheit, dass nichts, weder Tod noch Leben, uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist.“

Gott ist die Liebe Von Alexis von Roenne Alexis Freiherr von Roenne (1903-1944) hatte sich aufgrund christlicher Gewissensbedenken nicht selbst…