Deutsche Ansprache. Ein Appell an die Vernunft (1930) Von Thomas Mann Meine geehrten Zuhörer, — ich weiß nicht, ob ich…
Walter Brueggemann, Kommentar zu Jesaja 61,1-11: „Die Gemeinschaft soll erfüllt werden von Gerechtigkeit und Lob. Wie ein Garten wird sie aufblühen — gerechte, lebensfördernde Beziehungen, die in Doxologie münden. Diese Vision ruft das Judentum aus der Verzweiflung. Die Hoffnung ist in JHWH verwurzelt, betrifft aber eine erneuerte, sichtbare Gemeinschaft. Die Nationen, die JHWHs Irrelevanz vermuteten, werden das ’stattdessen‘ Gottes sehen. Die österliche Freude der Kirche mag Parallelen haben — doch der Text gehört zuerst der jüdischen Hoffnung: Der ewige Bund nimmt konkrete Gestalt in einer neu konstituierten Gemeinschaft an.“
„Ich will einen ewigen Bund schließen.“ Kommentar zu Jesaja 61,1-11 Von Walter Brueggemann Diese poetische Einheit setzt die Grundakzente von…
Tagesgebet zu Epiphanias, 6. Januar 2026
HERR, Du unser Gott,im Licht deines Sohnesgeht deine Herrlichkeit über der Erde auf.So finden die Völker zu dir.Scheine bei uns…
Segen für das neue Jahr 2026 (Neujahrssegen): „Sein Wort treffe euer Herz und gehe euren Vorhaben voran. Er bewahre euch vor Unheil und Missmut und fülle eure Häuser und Familien mit seinem Frieden.“
Segen für das neue Jahr 2026 Der HERR segne euch das neue Jahr.Sein Wort treffe euer Herzund gehe euren Vorhaben…
Carl Zuckmayer, Bericht von einer späten Freundschaft mit Karl Barth (1969): „Nie hat mich ein lebender Mensch, vielleicht mit Ausnahme von Albert Einstein, so sehr davon überzeugt, und zwar durch sein pures Dasein, dass Gottesglaube vernünftig sei. Es kam zu dem Besuch in seinem Heim, im Bruderholz zu Basel, den er lange gewünscht hatte. Für mich war es der Höhepunkt in dieser späten Freundschaft, und ich hatte kein Gefühl von einem Abschied, kein Vorgefühl. Ich sah sein »Pfarrhausgärtchen«, das er sehr liebte, in der Maiblüte. Wir saßen, am Nachmittag er und ich allein, am Abend und bis tief in die Nacht mit einigen seiner nächsten Freunde, von Pfeifenrauch umschwebt in seinem anheimelnden Studierzimmer, zwischen dessen von Büchergestellen verkleideten Wänden er wirkte wie Hieronymus im Gehäuse.“
Bericht von einer späten Freundschaft (1969) Von Carl Zuckmayer In memoriam Karl Barth Wie sich das oft ergibt, gerade bei…
Klaus Scholder, 1945. Das Jahr ohne Vergleich: „Es stellte sich heraus, dass die Generation, die die Katastrophe überlebt hatte, nicht nur entschlossen, sondern auch fähig war, einen demokratischen Staat zu gründen und zu erhalten. Diese Entschlossenheit und Fähigkeit zu demokratischen Formen aber bedeutete tatsächlich zugleich eine überzeugende und wirkungsvolle Absage an das Dritte Reich. Es war eine Absage, die Bestand hatte – auch wenn sie viele Fragen offenließ. So hat eine ausdrückliche Auseinandersetzung über Schuld und Verantwortung der Deutschen bisher kaum stattgefunden. Vielleicht war das von der Generation der Betroffenen auch nicht zu erwarten. Aber wir sind aus dieser Frage nicht entlassen.“
1945. Das Jahr ohne Vergleich Von Klaus Scholder Das Jahr 1945 war ein Jahr ohne Vergleich. Kein Deutscher, der es…
Claus Westermann, Verheißungen an Israel: „Das Alte Testament ist von Anfang bis Ende durchzogen von einer Kette von Ankündigungen, Versprechen oder Zusagen Gottes. Es gehört zum Wesen dieser Verheißungen, daß ihre Erfüllung nach neuer Verheißung ruft, denn immer ragt die Verheißung über die Erfüllung hinaus . Auch wenn gesagt werden kann, ‚es kam alles‘, so steht in einem weiteren Horizont doch immer noch etwas aus. Dabei sind die Verheißungen so in die Geschichte des Gottesvolkes verwoben, dass man ihre Geschichte nachzeichnen kann.“
Verheißungen an Israel (Weissagung und Erfüllung) Von Claus Westermann Das AT ist von Anfang bis Ende durchzogen von einer Kette…
Gerhard von Rad, Predigtmeditation zu Josua 1,1-9 (Neujahr): „Unser Glaube ist schon zufrieden, wenn er je den nächsten Schritt als von Gott gewiesen erkennen darf. Tatsächlich gehen V. 3 und 5 in einem äußersten Pathos der Zuversicht einher, das uns den Atem verschlagen möchte. Aber hier geht es nicht um den individuellen Weg dieses oder jenes Menschen, sondern um den des ganzen Gottesvolkes in seine Ruhe, und von ihm gilt: Gott geht mit ihm, ja, er hat ihm in jeder Hinsicht den Weg schon bereitet; an jeden Fußbreit Bodens hat er gedacht.“
Predigtmeditation zu Josua 1,1-9 (Neujahr) Von Gerhard von Rad Entscheidend für das Verständnis dieses Textes ist die Bestimmung des heilsgeschichtlichen…
Tagesgebet zum 2. Sonntag nach dem Christfest, 4. Januar 2026
HERR Gott,unsere Zeit steht in Deinen Händen.Ein neues Jahr hast Du für uns vorgesehen.Was auch immer auf uns zukommt,lass es…