Sermon über die zweifache Gerechtigkeit (1518) Von Martin Luther Von Martin Luther Liebe Brüder! »Ein jeglicher sei gesinnt, wie Jesus…
Klaus Weigelt über Hans Graf von Lehndorff (1910 -1987) und dessen Ostpreußisches Tagebuch: „Lehndorffs Schlüssel für alles, was er erlebte, war sein Glaube. Hass konnte da gar nicht aufkommen. Die sachliche Unmittelbarkeit und Drastik der Schilderung macht betroffen – auch heute noch – und sie beteiligt den Leser an dem Wissen, ‚dass es keinen Ort gibt, an dem der Christ nicht Anteil hat an der Herrlichkeit, die in allem nur so lange verborgen ist, als die Augen zu stumpf sind, um sie wahrzunehmen!’“
„Wir sahen seine Herrlichkeit“. Hans Graf von Lehndorff (1910 -1987) zum 30. Todestag Von Klaus Weigelt Wenige Wochen nach dem…
Eric Voegelin, Der Gottesmord (1958): „Der Versuch, eine neue Welt zu schaffen, setzt also, wenn er sinnvoll unternommen werden soll, voraus, dass der Charakter der Seinsordnung als vorgegebener ausgelöscht, daß sie als wesensmäßig in der Verfügungsgewalt des Menschen stehend ausgelegt wird. Und die Übernahme des Seins in die Verfügungsgewalt des Menschen wieder erfordert, dass der transzendente Ursprung des Seins ausgelöscht wird — sie erfordert die Dekapitation des Seins, den Gottesmord.“
Der Gottesmord Von Eric Voegelin Die Analyse der parasitischen Doxa ging von den Marxischen Texten aus, die das Frageverbot betreffen.…
Wenn Vertragen der Vergeltung weicht: „Wo infolge einer ökonomischen (bzw. demographischen) Verlustdynamik Kooperationsgewinne nicht länger zu erwarten bzw. erlangen sind, nimmt die ‚Verträglichkeit‘ innerhalb einer Gesellschaft ab. Sieht man sich in Sachen Wohlstand ungerechterweise auf der Verliererseite, wächst der resonante Thymos – zorngewaltige Seelenenergie, die auf Beharrung, Vergeltung und Genugtuung aus ist. Gewinnt dieser die Überhand über eine kommunikative Vernunft, geht die gegenseitige Vertrags- bzw. Kooperationsfähigkeit verloren. Dass damit die Verlustdynamik beschleunigt wird, vermag man nicht einzusehen.“
Wenn Vertragen der Vergeltung weicht In Genesis 21,22-32 wird von einem Streit um einen Wasserbrunnen (Beerscheba = „Schwurbrunnen“) erzählt, den…
Klaus Neumann, Name in der Bibel: „Einen Namen zu haben heißt ‚Jemand‘ zu sein; der gute Name/Ruf ist eines der höchsten Güter. Der Name steht für die Bedeutung und die Rechtspersönlichkeit eines Menschen. Wer dagegen ‚ohne Namen‘ ist, existiert quasi nicht.“
Name in der Bibel Von Klaus Neumann Altes Tesament 1. Der Name (šēm) ist der wichtigste „identity marker“ und Vertreter…
Tagesgebet zum Gedenktag der Reformation (Reformationstag), 31. Oktober 2024
HERR, Du unser Gott,auf ewig steht dein Wort im Himmelund doch trifft es auf unser irdisches Leben zu.Halte uns dein…
Martin Luther in seiner Pfingstpredigt 1534 über Johannes 3,16-21: „Dieses Evangelium ist eine der herrlichsten Predigten, die man im ganzen Neuen Testament finden kann, sodass es wohl billig wäre, wenn es möglich wäre, es mit goldenen Buchstaben ins Herz zu schreiben. Jeder Christ sollte diesen tröstlichen Text wenigstens auswendig können und ihn sich täglich einmal vorsprechen, damit solche Worte uns geläufig werden und wir lernen, sie zum Trost und zur Stärkung des Glaubens zu gebrauchen.“
Dies ist wohl eine der besten Evangeliumspredigten Luthers: Predigt über Johannes 3,16-21 (Pfingstmontag 1534) Von Martin Luther Dieses Evangelium ist…
„Gott begabt nicht, ohne zu berufen, und umgekehrt.“ Ernst Käsemann als Urheber eines Kuckuckszitats, das Karl Barth untergeschoben worden ist: „Gott begabt nicht, ohne zu berufen – und er beruft nicht, ohne zu begaben.“
Gerne werden bekannten Theologen bedeutungsschwere Sentenzen untergeschoben, so zum Beispiel Karl Barth die Worte: „Gott begabt nicht, ohne zu berufen…
Karl Barth über die biblische Exegese und die Geschichtswissenschaft (1935): „Ob die Schlange im Paradies ‚wirklich‘ gesprochen habe? Ich würde mich entschieden dagegen wehren, diesen Vorgang mit ‚Mythus‘ zu bezeichnen. Wäre es nicht besser, sich daran zu halten, dass das nun einmal ‚geschrieben steht‘ und also sich für das zu interessieren, was die Schlange gesprochen hat? Sollte Gott gesagt haben? Wo diese Frage gehört wird, da muss man meinen, zu sein wie Gott, da muss von der Frucht gegessen werden. Da steht der Mensch schon reflektierend über dem Worte Gottes und wird ihm dann sicher nicht gehorsam sein.“
Über die biblische Exegese und die Geschichtswissenschaft Von Karl Barth Wir sprachen schon von dem Begriff der theologischen Exegese, die…