Der Bauernkrieg. Ein schönes Lied, wie es den Bauern in ganz Deutschland ergangen ist (1525): „Der Bund, als er die Sache bedachte, / zog bald mit starker Macht / nach Leipheim an der Donau; / dreitausend Bauern lagen dort, / es ist ihnen nicht wohl bekommen. // Dreitausend, so wurde mir berichtet, / wurden dort erschlagen, man spricht, / achthundert sind ersoffen, / manchem wurde der Kopf abgeschlagen, viele sind davongelaufen.“

Thomas Kaufmanns neuem Buch „Der Bauernkrieg. Ein Medienereignis“ (Herder, 2024) enthält auch ein Unterkapitel „Die Erfindung und Wertung des ‚Bauernkrieges‘ … Mehr

Hermann Sasse, Luthers Glaube an die Eine Heilige Kirche (1943): „Wie die Welt gibt, das sehen wir an den zerstörten Städten Deutschlands, an den zer­trümmerten Domen am Rhein, den tausendjährigen Gotteshäu­sern, an den rauchgeschwärzten Ruinen der alten Kirchen von Hamburg, Lübeck und Rostock. Aber durch den namenlosen Jammer dieser Zeit, durch Sterbensnot und tiefste menschliche Verzweiflung hören wir die Stimme dessen, der da zu seiner Ge­meinde spricht: „Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“ Und wir sprechen mit dem Apostel: Ja, er ist un­ser Friede. Und wir beten mit der Kirche aller Zeiten: Amen, ja komm Herr Jesu! Und wir bekennen mit Herz und Mund, mit der ganzen Christenheit: Ich glaube an den Heiligen Geist, Eine Hei­lige Christliche Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen. Amen.“

Luthers Glaube an die Eine Heilige Kirche (1943) Von Hermann Sasse Fast drei Jahrhunderte lang hat die evangelische Kirche Augs­burgs … Mehr

Edmund Schlink über den Heiligen Geist (Ökumenische Dogmatik, 1983): „Durch den seit Pfingsten ausgegossenen Heiligen Geist vollzieht Gott sein neuschaffendes Wirken. Durch ihn durchbricht er die Taubheit und Blindheit des Menschen und öffnet ihn für die Erkenntnis der Heilstat in Jesus Christus und zum Glauben an ihn. Durch den Heiligen Geist vereinigt er die Glaubenden zum Volk des Neuen Bundes und nimmt sie in Dienst für die Bezeugung Jesu Christi in aller Welt.“

Der Heilige Geist Von Edmund Schlink Kapitel XVIII: Die Ausgießung des heiligen Geistes 1. Das Pfingstereignis Als die Zeit erfüllt … Mehr

Hieronymus‘ Homilie über die Geburt des Herrn (nach Lukas 2,7-19): „Betrachtet die Größe der Armut! Sie kehren ein in einem Stalle. Es wird nicht gesagt, dass er an der Straße stand, sondern er war an einem Nebenweg, seitwärts von der Heerstraße. Nicht am Wege, sondern abseits vom Wege, nicht an der Straße des Gesetzes, sondern auf dem Seitenpfade des Evangeliums. Anderswo war kein Platz frei für die Geburt des Erlösers als die Krippe, die Krippe, an welcher man die Lasttiere und die Esel anzubinden pflegte.“

Homilie über die Geburt des Herrn (nach Lukas 2,7-19) Von Hieronymus „Und sie legte ihn in die Krippe, weil sie … Mehr

Hans W. Frei, Die „wörtliche Lesung“ der biblischen Erzählung in der christlichen Tradition: Dehnt sie sich oder bricht sie? (The „Literal Reading“ of Biblical Narrative in the Christian Tradition. Does it Stretch or Will it Break?): „Wie sieht es mit der Zukunft der ‚wörtlichen Lesung‘ aus? Je weniger sie in der Theorie verstrickt ist und je fester sie nicht in einer narrativen (literarischen) Tradition, sondern in ihrem primären und ursprünglichen Kontext verwurzelt ist, d. h. in der ‚Regel‘ einer religiösen Gemeinschaft für eine getreue Lektüre, desto deutlicher wird sie wahrscheinlich in Erscheinung treten und desto stärker, aber auch flexibler und geschmeidiger wird sie wahrscheinlich sein.“

Hans Frei (1922-1988) ist als Theologe in Deutschland weitgehend unbekannt, obwohl er in den USA äußerst einflussreich gewesen ist. Hier … Mehr

Albrecht Grözinger, Fallstricke des Erinnerns. Vom Wegschauen und Hinsehen: „Für mich gehört dazu (nicht aus dem unmittelbaren Kontext der Shoah), das neu gestaltete Denkmal für Erwin Rommel in Heidenheim. Seit 2002 steht vor dem Denkmal an Rommel ein kriegsversehrter Mensch und wirft gleichsam seinen Schatten auf das ursprüngliche Denkmal. Das ist ein Denkmal, das mich zum ‚Hinsehen‘ animiert.“

Fallstricke des Erinnerns: Vom Wegschauen und Hinsehen Von Albrecht Grözinger I. Der Tod Martin Walser hat sowohl in der Printpresse … Mehr

Paul Ricoeur, Die Goldene Regel. Exegetische und theologische Verwirrungen (1989): „Die sogenannte christliche Ethik beruht meines Erachtens auf dieser Spannung zwischen einseitiger Liebe und zweiseitiger Gerechtigkeit. Die praktischen Konsequenzen dieser gemeinsamen Ethik sind zahllos und durchaus machbar. Die Aufnahme eines Motivs der Barmherzigkeit und Großzügigkeit in alle unsere Gesetzbücher, Strafgesetzbücher und Gesetzbücher der sozialen Gerechtigkeit, stellt eine vernünftige, wenn auch schwierige und endlose Aufgabe dar.“

Die Goldene Regel. Exegetische und theologische Verwirrungen[1] Von Paul Ricoeur Das Problem, das ich Ihnen zur Diskussion stelle, lässt sich … Mehr

Horst Weigelt über Johann Michael Feneberg (1751-1812) und die Allgäuer Erweckungsbewegung. Erinnerung an einen bedeutenden Vöhringer Pfarrer: „Die kirchengeschichtliche Bedeutung Fenebergs besteht erstens darin, dass er die Allgäuer Erweckungsbewegung in ihrer Frühphase frömmigkeitstheologisch stark beeinflusst und entscheidend mitgeprägt hat. Seine Frömmigkeitstheologie war christozentrisch ausgerichtet auf die Gnade. Seine Predigt und Seelsorge waren bestimmt von der Verkündigung der bedingungslosen Gnade.“

Johann Michael Feneberg und die Allgäuer Erweckungsbewegung. Erinnerung an einen bedeutenden Vöhringer Pfarrer Von Prof. em. Dr. Horst Weigelt Im … Mehr