Robert Louis Wilken, Die Art und Weise, wie die Kirche spricht: „Der Glaube ist in die Sprache eingebettet. Er ist nicht eine Reihe abstrakter Überzeugungen oder Ideen, sondern eine Welt gemeinsamer Assoziationen und Anspielungen mit eigener Schönheit und Klangfülle, innerem Zusammenhalt und Logik, emotionaler und rhetorischer Kraft. Die Art und Weise, wie die Kirche spricht, ist eine Sammlung von Worten und Bildern, die das Denken und Handeln derer geprägt haben, die Christus gekannt haben.“

Die Art und Weise, wie die Kirche spricht (The Church’s Way of Speaking) Von Robert Louis Wilken I. Als der … Mehr

Julian Barnes, Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn (Nichts, was man fürchten müsste): „Glauben heißt, genau das für wahr zu halten, was allen Regeln nach ’nicht geschehen sein kann‘. Die Jungfrauengeburt, die Auferstehung, ein Leben nach dem Tode. Nach allem, was wir wissen und verstehen, kann es nicht geschehen sein. Aber es ist geschehen. Oder es wird geschehen.“

Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn (Nichts, was man fürchten müsste) Von Julian Barnes Ich glaube nicht … Mehr

Helmut Gollwitzer zu Karl Barths 75. Geburtstag 1961: „So möchte er nichts anderes tun, als diese überwältigende Geschichte nacherzählen, – angemessen nacherzählen, so dass sie nicht verkleinert, nicht entstellt, nicht verflacht wird, sondern die Hörender ebenso ergreift, erschreckt, erfreut und verwandelt, wie es den erster Hörern geschehen ist. Er wundert sich, dass man neben dieser unvergleichlichen Geschichte noch anderes mit gleicher Aufmerksamkeit hören kann; er möchte der Kirche bewusst machen, dass sie nichts Schöneres, Größeres, Hoffnungsvolleres tun kam, als von dieser Geschichte zu leben und ihr zu dienen: der Geschichte des Angriffs der Liebe Gottes auf seine Menschheit, wie sie mit der Anrede Gottes an Israel angefangen, – in der Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi ihre Mitte gefunden hat. Sie ist die Offenbarung der letzten Wirklichkeit der Welt, des wahren Sinnes des Daseins, und zwar für alle. Darum ist sie nicht eine Kirchen-, sondern eine Weltangelegenheit und die Kirche hat sie nicht für sich zu behalten und gegen andere Menschen zu. verteidigen, sondern in Angriff hinauszutragen und alle Menschen damit zu belästigen und zu erfreuen.“

Zu Karl Barths 75. Geburtstag am 10. Mai 1961 Von Helmut Gollwitzer Der große Theologe, der heute 75 Jahre alt … Mehr

Eberhard Jüngel über Karl Barth: „Die Wirkung Karl Barths ist bis jetzt noch nicht absehbar. Den ‚ewigrei­chen Gott‘ einer zwar subjektiv, aber niemals objektiv gottlosen Welt zu bezeugen, war das erklärte Ziel seines Wirkens. Dabei wusste er, dass es dem Reichtum Gottes nicht widerspricht, wenn seine menschlichen Zeu­gen am Ende seufzende und stammelnde, gerade so aber menschliche Menschen sind. In dem kleinen Seufzer, so hat er einmal bemerkt, ‚mit dem wir zu Gott sagen: Ach, ja! … steckt Alles und Alles muß auch immer wieder zu diesem kleinen Seufzer werden‘. Vielleicht wird sich gerade das als die eigentliche Wirkung Barths erweisen, daß er mit seinem gewaltigen theologischen Werk die Christenheit nur eben dies gelehrt hat, auf lautere Weise beides zu sagen: ein sich dem Geheimnis der Gnade Gottes anvertrauendes Ach und ein über die große Liebe Gottes staunendes und ihr auf menschliche Weise entsprechendes entschiedenes Ja.“

Karl Barth (1886-1968) Von Eberhard Jüngel 1 „Es sind jetzt mehr als 40 Jahre her, daß ich bei Franz Overbeck … Mehr

Fernando Pessoa über die trostlose Religionslosigkeit (Das Buch der Unruhe, 1930): „Wir wurden in metaphysische Angst, in moralische Angst, in politische Unruhe hineingeboren. Trunken von äußerlichen Formeln, von den bloßen Verfahren der Vernunft und der Wissenschaft hatten die uns vorangegangenen Generationen alle Fundamente des christlichen Glaubens unterhöhlt, weil ihre Bibelkritik, die von der Kritik an den Texten zur Kritik an der Mythologie des Christentums übergegangen war, die Evangelien und die vorangehende Hierographie der Juden auf eine ungewisse Ansammlung von Mythen, Legenden und bloßer Literatur reduziert hatte.“

Über die trostlose Religionslosigkeit (Das Buch der Unruhe) Von Fernando Pessoa (1888-1935) Als die Generation geboren wurde, der ich angehöre, … Mehr

Paul Althaus über das Ewige Leben: „Ewiges Leben besteht in der Vollendung der Gemeinschaft mit Gott, wie sie dem Menschen in Jesus Christus geschenkt und im Glauben an ihn empfangen wird. Es ist Teilhabe an Christi durch seine Auferstehung ihm zuteil gewordenen Leben der Herrlichkeit und Seligkeit. Die Glaubenden empfangen es jenseits des Todes am Tage der vollen Offenbarung Christi in Herrlichkeit.“

Ewiges Leben IV. Dogmatisch Von Paul Althaus 1. Gegenwärtiges und ewiges Leben »Ewiges Leben« bezeichnet das Ziel, zu dem Gott … Mehr

Martin Luther über die Rechtfertigungslehre in seiner Vorrede zur Promotionsdisputation von Palladius und Tilemann (1537): „Der Artikel der Rechtfertigung ist der Lehrer und Fürst, der Herr, Lenker und Richter über alle Arten von Lehren. Er bewahrt und regiert die gesamte kirchliche Lehre und richtet unser Gewissen vor Gott auf. Ohne diesen Artikel ist die Welt nichts als Tod und Finsternis.“

Vorrede zur Promotionsdisputation von Palladius und Tilemann (1537) Von Martin Luther Der Artikel der Rechtfertigung ist der Lehrer und Fürst, … Mehr

Fridolin Stier über das Leben mit Gott aus den Psalmen: „Ich muss sie ja sehen, diese Völkerverjagungen, Massenmorde, Millionen zu Tode sich hungernder Menschen, Auschwitz, Majdanek, und GULAG, das Meer von Tränen, die großen Schurken, die trägen Herzen, all das von den Medien Tag und Tag zu mir Getragene, meine Augen und Ohren sind voll davon. Und der Himmel schweigt und rührt sich nicht.“

Leben mit Gott aus den Psalmen – eine Frage? Eine Losung? Eine Möglichkeit nur, wenn ich im Glauben und mit … Mehr