Über Hermann Friedrich Kohlbrügge (1803-1875) Von Karl Barth Kohlbrügge ist in keinem einzigen der mir bekannten Werke über Theologiegeschichte auch … Mehr
Kategorie: Protestantismus und Religionismus
Paul Tillichs Kriegspredigt über Matthäus 5,14 (1917): „‚Ihr seid das Licht der Welt!‘ Lieben Kameraden! Es treibt mich, dies Wort zuerst und vor allem euch zuzurufen, die auf vorderster Wacht steht gegen Not und Tod. Was ihr tut, was ihr leidet, was ihr kämpft, was ihr siegt (was ihr auch in dem letzten Kampfe wieder an Heldenmut gezeigt habt), das leuchtet heller als die Großtaten eurer Väter, als die Heldentaten irgendeines Geschlechtes vor euch.“
Predigt über Matthäus 5,14: „Ihr seid das Licht der Welt!“ (1917) Von Paul Tillich Was Paul Tillich in seinen Autobiographical … Mehr
Hans-Georg Gadamers Erinnerungen an Paul Tillichs Zeit in Marburg (1924-1925): „Menschlich hat Tillich es eigentlich besser gemacht als wir. Meine Reserve gegenüber Tillich bezog sich auf seine intellektuelle »Leichtfüßigkeit«, auf seine Schnelligkeit, mit der er Positionen variierte; er war ja ungeheuer schlagfertig, hatte eine hohe dialektische Gewandtheit, aber der ganze Stil seines Denkens war in meinen Augen formal.“
Erinnerungen an Paul Tillichs Zeit in Marburg (1924-1925) Von Hans-Georg Gadamer Tillich kam als Extraordinarius nach Marburg, das war wohl … Mehr
Friedrich Wilhelm Graf über Paul Tillich in der ZIG: „der aus einem deutschnationalen Pfarrhaus in der preußischen Provinz stammende, seit 1900 in Berlin aufgewachsene Pfarrer, Marburger Extraordinarius der Systematischen Theologie, Dresdner Ordinarius für Religionswissenschaften, Frankfurter Ordinarius für Philosophie und Soziologie einschließlich Sozialpädagogik, Professor of Philosophical Theology in New York, University Professor in Harvard und Nuveen Professor of Theology in Chicago dürfte unter den deutschen Intellektuellen im «Jahrhundert der Extreme» die Ehrentitel eines Genies der Ambivalenz und Heroen der Ambiguitätstoleranz verdient haben.“
In der Zeitschrift für Ideengeschichte (ZIG), Heft VIII/2 Sommer 2014 (1914), schreibt Friedrich Wilhelm Graf zu „Tillichs Durchbruch“ in der … Mehr
Karl Barth, Der Pfarrer, der es den Leuten recht macht. Predigt über Hesekiel 13,1-16 (1916): „Der falsche Prophet ist der Pfarrer, der es den Leuten recht macht. Er ist dafür da, um von Gott zu zeugen, aber er sieht Gott nicht und will ihn nicht sehen, weil er zu viel Anderes sieht. Er folgt seinen eigenen menschlichen Gedanken, bleibt innerlich ein ruhiger, bequemer und sicherer Mann, vermeidet gewandt allen Anstoß, hofft und erwartet wenig oder nichts von Gott.“
Der Pfarrer, der es den Leuten recht macht. Predigt über Hesekiel 13, 1-16 gehalten in Safenwil am Sonntag, den 6. … Mehr
Albrecht Grözinger, Trauer braucht Rituale. Mein Abschied von der Volkskirche: „Wir alle wissen, dass es diese Volkskirche nicht mehr gibt. Diese „unsere Volkskirche“ – wie Manfred Josuttis einmal mit ironischem Unterton formuliert hat – ist tot, mausetot. Und das tut weh. Das tut mir weh. … Immer wenn mich die Trauer über die vergangenen schönen Seiten „unserer“ Volkskirche überkommt, hilft mir die Erinnerung an diese andere Seite der Medaille weiter. Es gibt nicht nur Grund zur Trauer über Verluste, sondern mancher Verlust stellt auch einen Lebensgewinn dar. Der Tod „unserer“ Volkskirche ist eben nicht nur ein Verlust.“
Trauer braucht Rituale. Mein Abschied von der Volkskirche Von Albrecht Grözinger Mit erwartbarer Regelmässigkeit erscheinen in der Presse und den … Mehr
Kornelis Heiko Miskotte, Über den Begriff „Schriftgläubige“ (De term schriftgelovigen, 1950): „Der Glaube ‚an‘ kann sich streng genommen nur an eine Person richten, schon gar nicht an etwas, was auch immer es sein mag, das, von einer Person abstrahiert, eine eigenständige Existenz hätte und Gültigkeit.“
Über den Begriff „Schriftgläubige“ (De term schriftgelovigen) Von Kornelis Heiko Miskotte Die Wörter, die plötzlich bei einigen wenigen aufblühen und … Mehr
Clifford Geertz, Religion als kulturelles System: „Jemand, der beim Ritual in das von religiösen Vorstellungen bestimmte Bedeutungssystem »gesprungen« ist (vielleicht ist dieses Bild für die tatsächlichen Vorgänge ein wenig zu sportlich – »geglitten« mag zutreffender sein) und nach Beendigung desselben wieder in die Welt des Common sense zurückkehrt, ist – mit Ausnahme der wenigen Fälle, wo die Erfahrung folgenlos bleibt – verändert. Und so wie der Betreffende verändert ist, ist auch die Welt des Common sense verändert, denn sie wird jetzt nur noch als Teil einer umfassenderen Wirklichkeit gesehen, die sie zurechtrückt und ergänzt.“
Religion als kulturelles System Von Clifford Geertz Der Versuch zu sprechen, ohne eine konkrete Sprache zu sprechen, ist ebenso zum … Mehr
Über das Gebet, die göttliche Vorsehung und unser eigenes Bitten: „Das Buch der Psalmen lehrt uns, dass die Situation des Bittenden mit Gott selbst in Verbindung gebracht werden muss, entweder durch Verweis auf dessen früheren Taten oder durch Berufung auf dessen Charakter, insbesondere auf seine Gerechtigkeit, Treue und unerschütterliche Liebe. Psalmgebete wagen es, Gott daran zu erinnern, wer er in seiner Beziehung zu uns ist. Dass eine solche Beziehung zwischen Gott und den Bittstellern nicht zum Ausdruck kommt, ist ein Manko vieler heutiger Gebete.“
Über das Gebet, die göttliche Vorsehung und unser eigenes Bitten Von Jochen Teuffel „Ich sage euch aber, dass die Menschen … Mehr