Christoph Blumhardt, Morgenandacht zum Magnifikat (1898): „Der Herr Jesus geht nicht den Weg der Hoheit in dieser Welt, nicht den Weg des Selbstruhms und des Stolzes. Nicht mit Kunst und mit äußerlichem Wesen wird Er Sein Königreich aufrichten, sondern auf dem Boden der Wahrheit, auf dem Boden der Niedrigkeit, da wir Menschen sind, wie wir sind, und nichts Gesteigertes, nichts Gemachtes und nichts Gekünsteltes mehr an uns ist, denn das braucht die Welt: freie ungekün­stelte Menschen.“

Morgenandacht zu Lukas 1,43 Von Christoph Blumhardt Er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. (Lukas 1,43) Das ist aus dem … Mehr

Paul Schempp, Sacra musica. Über Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium (1953): „Gott läßt sich’s gefallen, dass wir ihm singen und spielen; Gott gefällt’s, wenn wir uns freuen und in aller menschlichen Unzulänglich­keit besingen und bestaunen, was Er an uns gewendet hat, wenn wir uns einreihen in den Chor der Dankbaren und Ehrfürchtigen und uns auf­fordern lassen, »zu kommen und zu schauen dies schwache Knäbelein«.“

Sacra musica. Über Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium Liebe Schüler und Schülerinnen, liebe Eltern, liebe Freunde unserer beiden Gymnasien und – … Mehr

Karl Barth, Predigt über Johannes 14,1 (1936): „Lassen wir uns gesagt sein, dass dieses Wort: Euer Herz erschrecke nicht! gerade auch in diese unsere letzten und tiefsten Nöte hinein gesagt ist. Wir dürfen sie ausbreiten vor Ihm, der das zu uns gesagt hat: wir dürfen und sollen ihm gestehen: Da bin ich, und kann nicht fromm sein, kann nicht beten, kann nicht glauben, weiß nicht, wie man das alles macht. Ich weiß nur das Eine, daß du der Herr, auch mein Herr, bist. Meine Freunde, wenn wir nur das wissen und gestehen, dann haben wir schon gehorcht und geglaubt, dann ist es schon geschehen, was geschehen muß, dann ist der Glaube schon da in unseren Herzen in seiner ganzen Kraft gegen alles Erschrecken.“

Das Wort sie sollen lassen stahn. Jesus sprach zu seinen Jüngern:Euer Herz erschrecke nicht!Glaubet an Gott uns glaubet an mich!Joh. … Mehr

Menschliche Wegbereitung passt nicht zu göttlicher Stärke. Warum der Wochenspruch für den 3. Sonntag im Advent Jesaja 40,3.10 aus der Lutherbibel 1912 geändert werden sollte: „Wo einer mit Macht und Stärke auf uns zukommt, muss diesem eben kein Weg geebnet werden. Vielmehr wäre der würdige Empfang im Sinne einer zuwendenden Umkehr adventlich zu bedenken. Straßenbauarbeiten sind jedenfalls im Advent unangebracht.“

Menschliche Wegbereitung passt nicht zu göttlicher Stärke. Warum der Wochenspruch für den 3. Sonntag im Advent Jesaja 40,3.10 aus der … Mehr

Hans Joachim Iwand, Adventspredigt über Lukas 21,25-36 (1940): „Jesus sieht uns wie Gefangene und die Welt als unseren Kerker. Gefangene des Todes, Gefangene der Sünde sind wir immer noch. Jesus sagt: Wenn die Mauern eures Gefängnisses Risse bekommen, wenn gewaltige Stütze das Fundament erschüttern, dann gerade richtet euch auf, dann erhebt eure Häupter, denn dann tagt der Morgen der Befreiung. Die Hand, die von außen her so gewaltige Schläge gegen das Gemäuer führt, ist Gottes Hand. Die fürchterlichen Einschläge sind seine Zeichen. Weil euch Gott nicht vergessen hat, darum geschieht dies alles.“

Predigt über Lukas 21,25-36 (2. Advent) Von Hans Joachim Iwand Liebe Gemeinde! „Alsdann“ heißt es in diesem Text, der die … Mehr

Hans Wildberger, Predigtmeditation zu Jesaja 35,3-10: „Selbst wenn solche Toren die heilige Straße betreten sollten, so werden sie auf ihr nicht irregehen, sondern mitgenommen und mitgetragen von der nach dem Zion Wallfahrtenden Menge, durch die andern mitgerissen zum Gotteslob. So müßte die christliche Ge­meinde die ‚Toren‘ von heute mit hineinziehen können in die Freude am Herrn!“

Predigtmeditation zu Jesaja 35,3-10 (1961) Von Hans Wildberger I. Vorbemerkung: Der biblische Realismus Kapitel 35 beschreibt den zweiten Akt des … Mehr

Rudolf Bultmanns Predigt über Matthäus 25,31-46 von 1959: „Wir alle wissen, dass wir Stunden der Ruhe brauchen – aber soll diese Ruhe nur unserer körperlichen Erholung dienen, damit wir Kraft für unsere Arbeit gewinnen? Sollte sie nicht auch eine Erholung für die Seele sein? Sollte sie uns nicht Zeit geben, über die tiefere Dimen­sion des Lebens nachzudenken, damit wir nicht nur für unsere Arbeit, sondern auch für die unerwarteten Begegnungen mit dem Herrn Kraft schöpfen können?“

Ich frage mich, ob sich Rudolf Bultmann damit einen Gefallen getan hat, seine 1959 auf Englisch gehaltene Predigt über Matthäus … Mehr

Jörg Barthel, Ein Himmel, der nach Erde riecht. Predigt zu Micha 4,1-5: „»Wie ist es im Himmel?«, fragen die Kinder. Und oft sind sie enttäuscht, wenn sie von goldenen Gassen und endlosen Gottesdiensten hören. Ich verstehe die kindlichen Zweifel sehr gut. Micha 4 zeigt uns einen anderen Himmel, einen menschenfreundlichen Himmel, fast möchte man sagen: einen alttestamentlichen Himmel. Einen Himmel, der nach Erde riecht. Ei­nen Himmel, der das kleine Glück der Menschen nicht verachtet, sondern ernst nimmt und ihm Glanz gibt. Ein solches Glück ist in der Tat »u­topisch«, ortlos in der Welt der großen Politik – aber ist es deshalb weniger lebensnah als die Spekulationen der Grundbesitzer und die Strategien der Feldherren?“

Ein Himmel, der nach Erde riecht. Predigt zu Micha 4,1-5 Von Jörg Barthel 1 Und es wird geschehen am Ende … Mehr