Der ethischen Perspektive muß eine neue Dimension hinzugefügt werden. Ein Interview mit Fragen von Mischka Dammaschke, Horst Grönke und Christoph … Mehr
Kategorie: Philosophie
Michel Foucault, Was ist ein Autor?: „Der Autor ist genau genommen weder der Eigentümer seiner Texte, noch ist er verantwortlich dafür; er ist weder ihr Produzent noch ihr Erfinder. Der Autor ist sicherlich derjenige, dem man das Geschriebene oder Gesagte zuschreiben kann. Aber die Zuschreibung – selbst wenn es sich um einen bekannten Autor handelt – ist das Ergebnis komplizierter kritischer Operationen.“
Was ist ein Autor? Von Michel Foucault Französische Gesellschaft für Philosophie Sitzung vom Samstag, den 22. Februar 1969 Michel Foucault, … Mehr
Hannah Arendt, Über den Totalitarismus. Vorwort und abschließende Bemerkungen zur ersten Auflage von The Origins of Totalitarianism (1951): „Unsere neue Schwierigkeit liegt darin, dass ein fundamentales Mißtrauen in alles, was nur gegeben ist, zu unserem Ausgangspunkt geworden ist – ein Misstrauen gegen alle Gesetze sowie moralischen und gesellschaftlichen Vorschriften, die aus einem gegebenen, umfassenden, universalen Ganzen abgeleitet werden. Die Quellen der Autorität des Rechts werden untergraben, und es werden die letzten Ziele der politischen Organisationen und Gemeinschaften in Frage gestellt; das zwingt uns nicht nur, neue Gesetze zu finden und zu vererben, sondern auch ihr eigentliches Maß, den Maßstab von Gut und Böse, das Prinzip ihrer Quelle, zu finden und zu vererben.“
Über den Totalitarismus. Vorwort und abschließende Bemerkungen zur ersten Auflage von The Origins of Totalitarianism (1951) Von Hannah Arendt Vorwort … Mehr
Über den Thymos und dessen schädigenden Auswirkungen: „Wo der wählerische Homo optativus immer weniger für sich selbst erreichen kann und immer mehr zu verlieren hat, lässt die Verlusterfahrung den Thymos über sich herauswachsen. Als Populismus oder Haltungsaktivismus kollektiviert zersetzt er in seinem Eifer den Gemeinsinn, senkt Toleranzschwellen und lässt Konflikte eskalieren. Ist die kommunikative Vernunft nicht länger einem kollektivierten Thymos gewachsen, zerfällt ein demokratischer Verfassungsstaat in einen Tribalismus oder wird durch eine Diktatur ersetzt.“
Über den Thymos und dessen schädigenden Auswirkungen Von der anthropologischen Tradition her unterscheidet man bezüglich des Menschseins zwischen Geist (pneuma/spiritus) … Mehr
Baruch de Spinoza über den Aberglauben in Zeiten der Furcht (Theologisch-politischer Traktat): „Weiter geht daraus hervor, dass er zwangsläufig sehr verschiedenartig und unbeständig ist, wie es alle Hirngespinste des Geistes und alle Antriebe der Raserei sind, und schließlich, dass er nur in Hoffnung, Hass, Zorn und Arglist seine Stütze findet, weil er ja nicht der Vernunft entspringt, sondern allein dem Affekt, und zwar dem allerwirksamsten.“
Über den Aberglauben in Zeiten der Furcht Von Baruch de Spinoza Wenn die Menschen alle ihre Angelegenheiten nach einem bestimmten … Mehr
Gisbert Greshake, Glück – ein Thema des Glaubens und der Theologie?: „Das „kleine Glück“, das nicht offen ist für das größere Glück und das in seiner Zerbrechlichkeit nicht nach Dauer verlangt, verliert leicht das Glückhafte, es erstickt und bringt seine eigene Grenze leidvoll zum Bewusstsein.“
Glück – ein Thema des Glaubens und der Theologie? Von Gisbert Greshake 1. Auseinanderbrechen von Glück und Heil Die Frage … Mehr
Über Leopoldine Weizmann (1898-2002): „Leopoldine Weizmann, Tochter des Rechtsanwalts Samuel Weizmann und der Marie Frendl, die beide aus Österreich stammten, verbrachte ihre Kindheit in einer wohlhabenden, nicht praktizierenden jüdischen Familie in Wien. Sie hatte eine ältere Schwester, Gertrud, und einen jüngeren Bruder, Fritz, die nach Kanada auswanderten. Ihr Vater starb im April 1943 bei der Deportation nach Auschwitz. Chaim Weizmann, der erste Präsident des Staates Israel, war ein Cousin, dessen zionistische Optionen sie nicht teilte.“
In seiner Biographie über Hannah Arendt erwähnt Thomas Meyer Leopoldine Weizmann, die in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts dem … Mehr
Gustav Landauer über Martin Buber 1913: „Er hat keinen Appell losgelassen, hat nicht zur Scham und zur Einsicht oder zur Duldung und Menschlichkeit aufgerufen; er hat nur öffentlich zu den Juden gesprochen und ihnen an einem groß zusammengefassten, verklärten, fast zum Mythos gestalteten Bild der Vergangenheit und aus den Tiefen seiner eigenen Seele heraus gesagt, was sie damit sind, dass sie Juden sind.“
Martin Buber[1] Von Gustav Landauer Martin Buber war in diesen Jahren eine große Verheißung; er ist jetzt ein Gelöbnis geworden, … Mehr
Hannah Arendt zu Jesu Salbung durch eine Sünderin (Lukas 7,36-50): „Nur denen, die geliebt werden, kann vergeben werden; nur denen, die man liebt, kann (und darf) man vergeben; nicht das Unrecht, das ich getan habe, kann vergeben werden, sondern nur mir, der geliebt wird.“
Zu Jesu Salbung durch eine Sünderin (Lukas 7,36-50) Von Hannah Arendt Juli 1951 Wenn man (mit Recht) sagt, dass nur … Mehr