Martin Luthers Auslegung von Philipper 2,5-11 in seiner Fastenpostille 1525: „Unsre Augen sind noch blind und finster, die nicht sehen, dass er’s sei und ihm alle Dinge gehorsam sind. Am Jüngsten Tage aber wird’s offenbar werden. Da werden wir sehen, was jetzt schon geht, nämlich wie Christus göttlicher Gestalt sich entäußert hat und ist wie ein Mensch worden.“

Epistel auf den Sonntag Palmarum, Philipper 2,5-11 (Fastenpostille 1525) Von Martin Luther Hier hält uns Paulus abermals das mächtige Exempel … Mehr

Martin Luthers Bekenntnis zur Unfreiheit des Willens (De servo arbitrio, 1525): „Wenn es irgendwie geschehen könnte, wollte ich doch nicht, dass mir der freie Wille gegeben wird, weil ich, auch wenn keine Gefahren, keine Anfechtungen, keine Dämonen da wären, dennoch gezwungen sein würde, fortwährend aufs Ungewisse hin mich abzumühen und Lufthiebe zu machen; denn mein Gewissen würde, wenn ich auch ewig lebte und wirkte, niemals gewiss und sicher sein, wieviel es tun müsste, um Gott genug zu tun.“

Bekenntnis zur Unfreiheit des Willens (De servo arbitrio, 1525) Von Martin Luther Ich bekenne gewiß von mir: Wenn es irgendwie … Mehr

Martin Luther, Auslegung von Psalm 121 (1532): „Zahllos sind die Hilfen und Trostgründe, die ein Menschenherz in der Not sucht. Und es ist so töricht dazu, dass es die Hilfe allenthalben eher sucht als bei Gott. Darum ist dieser Psalm ein Lobpreis des Glaubens und eine Vermahnung zum Glauben, damit wir uns an den einen hilfreichen Ort und die wirklich heilsamen Berge gewöhnen, von andern Bergen und Nothelfern aber unsern Glauben und unsre Hoffnung abwenden. Darum wirft er ein kritisches Auge auf die, die bei andern Bergen ihre Hilfe suchen …“

Auslegung von Psalm 121 (Aus Luthers Vorlesung über die Stufenpsalmen 1532/33) Von Martin Luther Zu Vers l[1] Ich verstehe diesen … Mehr

Martin Luther, Entwurf zum Lobpreis der Musik (Encomion musices, 1538): „In summa die edle Musica ist nach Gottes wordt / der höchste Schatz auff Erden. Sie regiret alla Gedanken / sinn / hertz und muth. Wilstu einen betrübten frölich machen / einen frechen wilden Menschen zeumen das er gelinde werde / einem zaghafftigen einen muth machen / einen hoffertigen demütigen / und dergleichen / was kann besser dazu dienen / denn diese hohe / theure / werde und edle kunst.“

Entwurf zum Lobpreis der Musik (Encomion musices, 1538) Von Martin Luther Allen liebhabern der freien Kunst Musica / wünsch ich … Mehr

Martin Luther über das wahrhaft schauende Leben (Auslegung zu Genesis 19,14): „Lasst uns zu die­sem Kind gehen, das im Schoß seiner Mutter Maria liegt, zu dem Opfer, das am Kreuz hängt: Dort werden wir Gott wahrhaft betrachten, dort werden wir ungehindert in sein Herz schauen und sehen, dass er barmherzig ist und dass er keinen Gefallen hat am Tod des Sünders, sondern dass er umkehre und lebe. Aus einer solchen Schau bzw. Betrachtung er­wächst wahrer Friede und wahre Freude des Herzens.“

Vom wahrhaft schauenden Leben (Auslegung zu Genesis 19,14) Von Martin Luther Wer in rechter Weise Gedanken entfalten will (recte speculari), … Mehr

Martin Luthers zum Neuburger Psalter (1545): „Billig sollte ein jeder Christ, der beten und andächtig sein will, den Psalter lassen sein täglich Betbüchlein sein. Und auch wohl gut wäre, dass ein jeglicher Christ denselben so übete und so geläufig darinnen würde, dass er ihn von Wort zu Wort auswendig könnte und immer in dem Munde hätte so oft ihm etwas vorkäme zu reden oder zu tun, dass er einen Spruch daraus führen und anziehen könnte, wie ein Sprichwort.“

Vorrede zum Neuburger Psalter (1545)[1] Von Martin Luther Billig sollte ein jeder Christ, der beten und andächtig sein will, den … Mehr

Oskar Söhngen, Luthers Theologie der Musik: „Jedes Geschöpf, jedes geschaffene Ding hat den Zweck, Gott auf seine eigene Art und Weise zu preisen. Das gilt auch für die Musik. Musik erfüllt ihren Zweck nur dann, wenn sie voll­ständig und ausschließlich Musik ist. Beschränkungen des Gebrauchs von Musik (z. B. sie nur im Gottesdienst zuzulassen) sind ungerechtfertigte Eingriffe in Gottes Schöpfung. Wenn Mu­sik Gottes Schöpfung ist, sind wir nicht befugt, sie in „gute“ und „schlechte“ oder „heilige“ und „weltliche“ Musik zu unterteilen.“

Luthers Theologie der Musik (Luther’s Theology of Music) Von Oskar Söhngen 1. Es sollte nicht nötig sein, zu beweisen, dass … Mehr

Martin Luther, Ein Sendbrief über die Frage, ob auch jemand ohne Glauben verstorben, selig werden möge (1522): „Da muss das Auge der Natur ganz ausgerissen sein und lauter Glaube da sein; sonst geht es nicht ohne greuliche, gefährliche Ärgernisse ab. Und wenn hierauf die verfallen, die im Glauben noch jung und ungeübt sind und dies mit dem Licht der Natur betrachten wollen (wie es ja allgemein geschieht, daß jedermann mit den höchsten Dingen anfangen will), so sind sie nah daran, dass sie einen großen Sturz und Fall tun und in einen heimlichen Widerwillen und Haß gegen Gott geraten, dem danach schwer zu raten ist.“

Ein Sendbrief über die Frage, ob auch jemand ohne Glauben verstorben, selig werden möge (1522) Von Martin Luther Gnade und … Mehr