Jeremias Gotthelf über Professoren in „Zeitgeist und Berner Geist“ (1851): „Nun sei Professor ein angenehmer Titel, klinge schön und gebe z’fressen; Unzählige sprängen darnach wie Fische nach Mücken. Aber für ihn zu kriegen, müsse einer was Neues gefunden oder ersinnet haben, was Tüfelsüchtiges, das noch keinem eingefallen sei, es sei gleichgültig, was, wenn’s nur etwas sei, mit dem kein Teufel was machen könne.“

Über Professoren Von Jeremias Gotthelf Daneben sei es mit den meisten Professoren auch nicht alles; er schämte sich, wenn er … Mehr

Heinrich Böll, A propos Freude (1974): „Die hoffentlich mögliche Verzärtlichung der Theologie und ihrer Sprache schließt den großen Gegenspieler aus, der Freude, Witz, Ironie, Phan­tasie, wenn nicht direkt verhindert, aber gewiß höchst verdächtig findet: die innerkirchliche Ver­rechtlichung. Es gibt gewiß ein Recht auf Intimi­tät und Zärtlichkeit, aber verrechtlichen lassen sich beide nicht, und es ist und war so sinnlos wie kriminell, Fortpflanzung nicht nur zu wünschen, sondern geradezu vorzuschreiben.“

A propos Freude Von Heinrich Böll Die Bezeichnung der Freude als einer kommenden («Jetzt habt ihr Trauer, aber ihr werdet … Mehr

Netti Boleslav (1923-1981), Erinnerung an den Warschauer Ghettokampf: „Vater, / ich sehe dich, / wie dein Alter unter der Peitsche der Flammen sich krümmt, / wie aus den Höhlen deiner Augen / die Funken in den Himmel prasseln. / Deine brennenden Lippen / kämpfen im Schemah, / um das letzte Wort. / Jisrael geht unter!“

ERINNERUNG AN DEN WARSCHAUER GHETTOKAMPF Vater, in einer weißen Zeit,prophezeitest du die schwarze Welle.Wir sehen uns niemals wieder,sagtest du! Juden … Mehr