Ein Zeichen nach uns im Sand Die Uhren verstummtstillnach dem Strandmit dirSchnecken verkrochenin die Muschelnkeine Welle schlägt mehr am Uferfür … Mehr
Kategorie: Literatur und Gedichte
Johann Baptist Metz, Kleine Apologie des Erzählens (1973): „Eine Theologie des Heils, die weder die Heilsgeschichte konditioniert oder suspendiert noch die Nicht-Identität der Leidensgeschichte ignoriert bzw. dialektisch überfährt, kann nicht rein argumentativ, sie muß immer auch narrativ expliziert werden; sie ist in fundamentaler Weise memorativ-narrative Theologie.“
Kleine Apologie des Erzählens Von Johann Baptist Metz Zeitgenössische theologische Lexika sind verräterisch – vor allem durch das, was sie … Mehr
Margarete Susman, Nacht: „Herr, sprich ein neues Werde, / Ein neues Werde Licht! / Die Nacht der alten Erde / Wisch’ uns vom Angesicht!“
Nacht Es deckt die düstre ErdeDein nächtiges Gericht;Verklungen ist das Werde,Verlöscht das Angesicht. Wie Nebel wogt die SeeleBildlos von Rand … Mehr
Martin Rössler, Ein neues Lied wir heben an. Ein Protestsong Martin Luthers: „Es ist ein Protestlied, und als solches ein Sololied. Hier ist ein einzelner zutiefst erschüttert, und aus dieser Betroffenheit heraus redet er, singt er. Luther übernimmt keine vorhandene Melodie, sondern formt zugleich mit den Worten seine eigene Weise, die er auf der Laute begleitet.“
Ein neues Lied wir heben an. Ein Protestsong Martin Luthers[1] Von Martin Rössler Wer Revolution machen will, muß erst zum … Mehr
Margarete Susman, Gib uns Frieden! (1950): „Daß die Menschenbitte / Von ihren Lippen / Als Wort sich nicht mehr emporwagt / Und nur noch als Schrei, / Als ein einziger brandender Weheschrei aller / Die Wolken durchstößt, / Den Himmel zerreißt: / Dona nobis pacem!“
Gib uns Frieden! Dona nobis pacem!Bitte der Bitten,Osterbitte,Gewaltiger ChorSterblicher Wesen,Die ein Unsterbliches zu suchenAngetreten sind! Ach, aber sterblicher Wesen,Die auf … Mehr
Jeder Mensch hat einen Namen (Le chol isch jesch schem). Zeldas Gedicht auf Deutsch, Hebräisch und gesungen
Die israelische Lyrikerin Zelda Schneerson Mishkovsky (1914-1984) hat mit ihrem Gedicht „Jeder Mensch hat einen Namen (Lechol isch jesch schem)“ … Mehr
Johann Peter Hebels aufklärungstheologische ‚Ideen zur Gebetstheorie‘ (1799): „Das Gebet muß auf die Empfindung, nicht auf den Verstand wirken, nicht moralisieren. Nach einer Predigt wieder ein belehrendes und moralisierendes Gebet ist das nämliche Gericht zweimal mit einer andern Sauce.“
Ideen zur Gebetstheorie (1799) Von Johann Peter Hebel 1. Wir haben unsere Gebete und Predigten von der alten Dogmatik gereiniget, … Mehr
Tadeusz Borowski, Bei uns in Auschwitz (1946): „Hätte ich Dir gesagt, damals, als wir beide in meiner kleinen Kammer tanzten, unter der orangefarbenen Lampe, nimm eine Million Menschen, nimm zwei Millionen Menschen oder drei Millionen und töte sie, aber so, dass niemand etwas davon erfährt, selbst die Getöteten nicht, nimm einige hunderttausend Menschen gefangen, brich ihr Solidaritätsgefühl, hetze einen Menschen auf den anderen Menschen und … Du hättest mich glatt für verrückt erklärt und wahrscheinlich sogar aufgehört, mit mir zu tanzen.“
Der polnische Schriftsteller Tadeusz Borowski (1922-1951) veröffentlichte schon 1946 seine Überlebnisse im Konzentrationslager Auschwitz in Briefform unter dem provozierenden Titel … Mehr
Elie Wiesel, Wo bin ich? Eine chassidische Geschichte: „Am nächsten Morgen nahm er seine Liste zur Hand und hakte einen Punkt nach dem anderen ab. Die Jacke? Im Schrank. Das Hemd? Auf dem Stuhl. Die Schuhe? Unter dem Bett. Sehr gut. Aber dann las er den letzten Punkt auf der Liste: Und ich bin im Bett. In seiner Verwirrung starrte er auf das leere Bett und rief entsetzt: Aber wo bin ich? Weinend lief er zu seinem Meister: Rabbi, wo bin ich? Sagte der Meister: Diese Frage hättest du gleich zu Anfang stellen müssen, nicht erst am Schluss.“
Wo bin ich? Eine chassidische Geschichte Ein Mann suchte in seiner Verzweiflung den berühmten Rabbi Héno’h von Alexander auf. Hilf … Mehr