Emanuel Hirschs Wahlaufruf ‚Ich werde Hitler wählen!‘ vom April 1932: „Ich komme nicht um die Tatsache herum, dass in der ohne mein Zutun entstandenen verfahrenen Lage sich mir Hitler als einziger Repräsentant eines Willens zum Bruche mit den Fehlern des Jahrzwölfts 1919-1931 und zu einem neuen deutschen Anfang bietet.“

Ich werde Hitler wählen! Vor der Reichstagswahl vom April 1932 erschien im Göttinger Tageblatt vom 9./10. April folgende Erklärung des … Mehr

Eberhard Jüngel, Die Barmer Theologische Erklärung als Bekenntnis der Kirche (1934): „Vermag man jedoch die in der Barmer Theologischen Erklärung formulierten «evangelischen Wahrheiten» auch heute zu erkennen und zu bekennen, dann wird man, wie bei jedem rechten Bekenntnis, zu prüfen haben, zu welchen Entscheidungen die Sätze von Barmen die Kirche heute herausfordern. Dazu ist es freilich unerläßlich, sich des theologischen Sinnes und der kirchlichen Absicht des Barmer Bekenntnisses möglichst präzis zu vergewissern.“

Die Barmer Theologische Erklärung als Bekenntnis der Kirche Von Eberhard Jüngel In Form eines Not- und Freudenschreis hat die Bekennt­nissynode … Mehr

Emanuel Hirschs selbstgerechte  Einsamkeitstheologie ‚Der nahe Gott‘ (1960): „Und dünk ich einsam euch zu sein: / Ich gehe keinen Weg allein. / Unmerklich fast ein leiser Tritt / Rührt an das Pflaster. Gott geht mit. // Sein Auge hab ich nie geschaut. / Nie hört ich seiner Stimme Laut. / Kaum daß ich einst, in hoher Stunde, / Den Atem spürt’ von seinem Munde.“

Der nahe Gott 1 Und dünk ich einsam euch zu sein:Ich gehe keinen Weg allein.Unmerklich fast ein leiser TrittRührt an … Mehr

Walter Sparn über Christel Schmid (1892-1970): „Die Bundesleitung des BCP gab Mater Christel, fast siebzigjährig, am 28. Oktober 1961 beim Bundesthing auf dem Schwanberg an die gewählten Hedwig Döbereiner und (als Stellvertreterin) Maria Pfister ab. Ihre Ab­schiedsrede, die immer noch von ihrem Charisma für die Jugend getragen ist, vom 28. Oktober bringt ihre mit den Pfadfinderinnen so eng verbun­dene Lebensgeschichte seit 1931 in Erinnerung – von den jetzt 24 Ordens­frauen kommen 21 aus dem Bund –, die Osternacht 1942, aber auch die schmerzliche Geburt des evangelischen Ordensgedankens im Casteller Ring – langsam selbstverständlich auch für Kirchenbehörden und schwerhörige Gemeinden. Umgekehrt gibt sie freimütig zu, dass sie, in der das Bild der Pfadfinderin deutscher Prägung lebte, die großen Gaben des Internationalen wahrzunehmen lernen musste, aber auch erfuhr.“

Christel Schmid/Mater Felizitas (1892-1970) Von Walter Spam Das überdauernde, spirituell und pädagogisch auch heute weit aus­strahlende Lebenswerk von Christel Schmid … Mehr

Martin Luther, Brief an den Kurfürsten Johann den Beständigen zur Kirchenreform vom 31. Oktober 1525: „Die Pfarreien stehen vielerorts elend da. Es gibt kaum Einkünfte, niemand zahlt etwas. Opfer- und Seelenpfennige sind weggefallen, Zinsen sind kaum oder gar nicht vorhanden. Der gemeine Mann achtet weder Prediger noch Pfarrer. Wenn hier nicht durch Eure Kurfürstliche Gnaden eine kraftvolle Ordnung und nachhaltige Sicherung der Pfarreien und Predigtstühle erfolgt, so wird es bald weder Pfarrhöfe noch Schulen oder Schüler geben – und das Wort Gottes und der Gottesdienst werden verkümmern. Darum bitte ich Euch, dass Ihr Euch weiterhin von Gott gebrauchen lasst als ein treues Werkzeug – zum Trost für viele, auch zum Frieden Eures eigenen Gewissens. Denn Ihr werdet durch uns wie durch die Not selbst, gewisslich von Gott, dazu aufgerufen. Ihr werdet Mittel finden: Klöster, Stifte, Lehen, Spenden – es ist genügend da, wenn Eure Kurfürstliche Gnaden nur den Befehl geben, dies zu prüfen, zu ordnen und zu verwalten.“

Brief an den Kurfürsten Johann den Beständigen zur Kirchenreform vom 31. Oktober 1525 Von Martin Luther An den Durchlauchtigsten, Hochgeborenen … Mehr

Hans Joachim Iwand: Predigt über 2. Korinther 2,14-17 (1935): „Da hilft nur, dass man da stehen bleibt, wo man hingestellt wird, wenn man in Christo redet. Aus Gott, Gott gegenüber. Das heißt: Gott im Rücken und Gott im Angesicht, so dass es keine Flucht gibt, keinen Rückzug und kein Überlaufen zum Gegner. Gott selbst ist unser Auftraggeber, und Gott selbst ist unser Hörer. Wer sein Wort reden muss, der gerät in den Lichtkegel seiner Wahrheit und wird durchleuchtet bis in die verborgensten Fasern seines Herzens.“

Predigt über 2. Korinther 2,14-17 (1935) Von Hans Joachim Iwand Aber Gott sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in … Mehr

Karl Barth, Wiederherstellung (zum Reformationsgedächtnis am 31. Oktober 1945): „Das Lob der Kirche und der Christen wird auch in der heutigen Zeit ein kümmerliches Lob bleiben, dem allzuviel berechtigter Tadel und Spott die Waage halten muss. Wir dür­fen und müssen aber das kleine Licht der Kirche darum so hoch halten, weil es unter so vielen anderen, scheinbar größeren und eindrucksvolleren, das einzige ist, das von einer Wiederherstel­lung redet, die, indem sie gesucht wird, auch schon gefunden, indem sie erwartet, schon lange geschehen ist.“

Wiederherstellung Von Karl Barth „Herr der Heerscharen, stelle uns wieder her! Laß dein Angesicht leuchten, so wird uns geholfen!“ (Psalm … Mehr

Ordnung der christlichen Kirchenzucht für die Kirchen im Fürstentum Hessen – Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung von 1539: „Es sollen die Ältesten und Prediger auch darauf sehen, dass die Kinder, die nun durch den Katechismus-Un­terricht im christlichen Verständnis so weit gebracht sind, dass man sie billig zum Tisch des Herrn zulassen sollte, auf ein hohes Fest wie Ostern, Pfing­sten und Weihnachten vor aller Ge­meinde dem Pfarrer an dazu verord­netem Ort von ihren Eltern und Paten vorgestellt werden; dabei sollen die Ältesten und alle anderen Diener des Wortes um ihn stehen. Da soll der Pfarrer diese Kinder über die wichtig­sten Stücke des christlichen Glau­bens befragen.“

Ordnung der christlichen Kirchenzucht für die Kirchen im Fürstentum Hessen – Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung von 1539 Apostelgeschichte 20,28 So habt nun … Mehr

Klaus Bajohr-Mau über Christoph Blumhardt (1842-1919): „Blumhardt ermahnte seine Hörerschaft, nicht dem Hass zu ver­fallen. Er forderte sie auf, sich bewusst zu machen, dass Gott der Gott aller Menschen sei, und erinnerte: »Wir sind nicht bloß Deutsche, wir sind auch Weltbürger; wir sind berufen zu Königen und Priestern in der Welt. Wir sollen beten können auch für unsere Feinde, wir sollen lieben können die ganze Menschheit, weil sie für Gott bestimmt ist in Jesus Christus«.“

Christoph Blumhardt Geb. 1. 6. 1842 in Möttlingen bei Calw; gest. 2. 8. 1919 in Jebenhausen bei Göppingen Von Klaus … Mehr