Denkschrift der Vorläufigen Kirchenleitung der DEK (BK) an Adolf Hitler vom Mai 1936 28. Mai 1936 An den Führer und … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Martin Luthers üble Vorrede zu Julius Menius, Der Wiedertäufer Lehre (1530): „Erstlich ist das ein gewisses Zeichen des Teufels, dass sie durch die Häuser so schleichen und laufen im Lande und nicht öffentlich auftreten, wie die Apostel getan haben und täglich alle ordentlichen Prediger tun. Sondern sie sind eitle Meuchelprediger, kommen auch in fremde Häuser und Orte, dahin sie niemand berufen noch von jemand gesandt sind, können auch solches Schleichen und Laufen keinen Grund noch Wahrzeichen bringen.“
Vorrede zu Julius Menius, Der Wiedertäufer Lehre (1530) Von Martin Luther Unser Herr Jesus Christus hat in Matthäus 18[, 7] … Mehr
Georg Mylius, Parentatio Lutheri. Eine christliche Predigt vom Herrn Martino Luthero (1592, Auszug): „Hus erduldete seine Marter geduldig und schloss sein Leben im seligen Glauben ab. Was er jedoch prophezeit hatte, erfüllte sich zur festgesetzten Zeit mächtig. Denn 101 Jahre nach Hus‘ Verbrennung, als das Jahr 1516 nach Christi Geburt erreicht wurde, begann der edle und reine Schwan, Dr. Luther selig, seinen schönen Schwanengesang und führte das Werk weiter, das Hus hundert Jahre zuvor begonnen hatte.“
Parentatio Lutheri. Eine christliche Predigt vom Herrn Martino Luthero (1592, Auszug) Von Georg Mylius Es bezeugen glaubwürdige Historien, ihr meine … Mehr
Mandat des kaiserlichen Reichsregiments gegen die Wiedertäufer vom 4. Januar 1528: „In unserer Funktion als römischer Kaiser sind wir gezwungen, euch an eure Pflicht als Obrigkeiten und Amtsträger zu erinnern und befehlen euch hiermit nachdrücklich in kaiserlicher Vollmacht, eure Untertanen, Verwandten und Angehörigen durch Gebot und Predigten von christlichen und gelehrten Predigern ernsthaft vor dieser verbotenen, irreführenden und gefährlichen Sekte der Wiedertäufer zu warnen. Sie sollen auch auf die Strafen des Gesetzes und die schweren Strafen Gottes hingewiesen werden, die sie erwarten, wenn sie sich nicht von diesem Irrglauben abwenden. Gegen jene, die sich in diesem Irrglauben schuldig machen, soll mit den vorgesehenen Strafen verfahren werden, wie es euch eure Pflicht als Amtsträger vorschreibt.“
Mandat des kaiserlichen Reichsregiments gegen die Wiedertäufer vom 4. Januar 1528 Wir, Karl der Fünfte, von Gottes Gnaden erwählter römischer … Mehr
Wiedertäufermandat des Reichstags von Speyer 1529: „Wir ordnen an, dass alle Wiedertäufer, sowohl Männer als auch Frauen, im verständigen Alter mit dem Tode bestraft werden sollen – durch Feuer, Schwert oder eine andere angemessene Strafe, abhängig von den Umständen der jeweiligen Person. Dies soll geschehen, ohne dass zuvor eine Untersuchung durch kirchliche Gerichte stattfindet. Die Hauptprediger, Anführer und Aufrührer dieser Sekte, sowie diejenigen, die zum zweiten Mal abfallen, sollen ebenfalls ohne Gnade bestraft werden.“
Kaiserliches Wiedertäufermandat des Reichstags von Speyer 1529 Wir, Karl der Fünfte, von Gottes Gnaden erwählter römischer Kaiser, entbieten allen und … Mehr
Johannes Rehm, Gedenken an Karl Steinbauer (1906–1988). Der Widerstand eines bayerischen Pfarrers gegen den Nationalsozialismus: „Steinbauer erinnert daran, dass der Landesbischof einmal gesagt habe ‚den richtigen Weg wissen wir auch, aber der ist nicht gangbar‘ –. Herr Landesbischof, solches Reden ist mir absolut unbegreiflich und tut mir geradezu körperlich weh, weil es an meine Existenz greift. Wenn ich in concreto und in actu geradezu absehen muss vom Auferstandenen und Theologie unverbindliches, theoretisches, spiritualistisches Spekulieren und Philosophieren wird, dann fahre ich lieber wieder Mist wie mein Großvater und baue Korn und Kartoffeln an, denn ich weiß mir nichts Unproduktiveres und geradezu Widerlicheres als Spekulieren. […] Es geht mir um den Glaubensgehorsam gegen den erhöhten Herrn und um Seine Ehre, der wahrhaftig! auferstanden ist und lebt und regiert und von uns nicht pensioniert und nicht zu einem dogmatischen Numinosum gemacht werden will in unseren praktischen Entscheidungen.“
Gedenken an Karl Steinbauer. Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der evangelischen Kirche am Beispiel des Pfarrers Karl Steinbauer (1906–1988) Von … Mehr
Johannes Rehm, Gemeinsam die Schrift ‚abhorchen‘. Karl Steinbauer als Gemeindepfarrer: „‚Unsere Glocken rufen zum Wort der Wahrheit und zum Gebet. Ich würde mich schämen, wieder auf die Kanzel zu gehen, wenn ich wissentlich solchen Betrug mit Glockenläuten gedeckt hätte.‘ Im Hinblick auf das angeordnete Glockengeläut ermahnte Landesbischof Meiser Karl Steinbauer: ‚Die Kirchenleitung allein trägt die Verantwortung und nicht Sie. Wir müssen darauf bestehen, dass Sie sich in Zukunft entsprechend verhalten und meinen Weisungen gehorchen.‘ Daraufhin antwortete Steinbauer unter Berufung auf sein evangelisch-lutherisches Ordinationsverständnis mit dem bis heute in der bayerischen Landeskirche zum geflügelten Wort gewordenen Diktum: ‚Bischof der evangelischen Gemeinde in Penzberg bin ich und nicht Sie. Dazu bin ich installiert.’“
Gemeinsam die Schrift „abhorchen“. Karl Steinbauer als Gemeindepfarrer Von Johannes Rehm Der Pfarrer Karl Steinbauer und seine bayerische Landeskirche hatten … Mehr
Aus dem Entwurf eines „Gesetzes über die Sterbehilfe bei unheilbaren Kranken“ (Schlussfassung vom Oktober 1940): „Wer an einer unheilbaren, sich oder andere stark belästigenden oder sicher zum Tode führenden Krankheit leidet, kann auf sein ausdrückliches Verlangen mit Genehmigung eines besonders ermächtigten Arztes Sterbehilfe durch einen Arzt erhalten. Das Leben eines Kranken, der infolge unheilbarer Geisteskrankheit sonst lebenslänglicher Verwahrung bedürfen würde, kann durch ärztliche Maßnahmen, unmerklich für ihn, beendet werden.“
Aus dem Entwurf eines „Gesetzes über die Sterbehilfe bei unheilbaren Kranken“ (Schlussfassung vom Oktober 1940) PräambelDie Erhaltung des Lebens von … Mehr
Heinrich-Wilhelm Wörmann, Gerhard Jacobi und der Kirchenkampf in Charlottenburg: „Pfarrer Jacobi erhielt am 22. Januar 1934 einen Drohbrief von einem Kirchenältesten der Deutschen Christen seiner Gemeinde, in dem ihm vorgeworfen wurde, gegen den Arierparagraphen und den Nationalsozialismus verdeckt gesprochen zu haben: «Ich bemerke, sollte wieder nichts unternommen werden, so werden wir als evangelische Nationalsozialisten ein Exempel statuieren.» Zwei Tage später, am 24. Januar 1934 nachmittags gegen 17 Uhr, wurde Pfarrer Jacobi in seiner Wohnung im Gemeindehaus der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Achenbachstraße 18, von 6 jungen Männern, vermutlich SA, überfallen und mit Schlagriemen blutig geschlagen. Nach diesem Vorfall soll Pfarrer Jacobi am darauffolgenden Sonntag mit verbundenem Kopf zur Predigt in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche erschienen sein. Pastorin Annemarie Grosch berichtet, dass Heinrich Kesen und ihr zukünftiger Mann, Vikar Götz Grosch, danach an der Kanzel Wache standen, wenn Jacobi predigte.“
Gerhard Jacobi und der Kirchenkampf in Charlottenburg Von Heinrich-Wilhelm Wörmann Der Kirchenkampf der Bekennenden Kirche in Charlottenburg war in besonderem … Mehr