Karl Barth, Eine Frage und eine Bitte an die Protestanten von Frankreich (1940 nach der deutschen Besetzung): „Es wird die Demut vor Gott mit Resignation nichts zu tun haben können: nichts mit dem staunenden Starren auf ein Schicksal, dem wir — auch nur provisorisch — eine Art von Unabänderlichkeit zuerkennen müßten. Wo es zu diesem Starren käme, da wäre ja der Glaube schon preisgegeben und hätte es der Feind schon über uns gewonnen. Der ganze Hitler lebt davon und nur davon, daß er es verstanden hat, dieses Starren um sich her zu verbreiten.“

Eine Frage und eine Bitte an die Protestanten von Frankreich, 1940 Basel, im Oktober 1940. Liebe Freunde und Brüder! Es … Mehr

Karl Barth, Des Christen Wehr und Waffen (1940): „Auch der aufrichtigste Friedensfreund steht heute vor einer letztlich sehr einfachen Frage: Bist du des ausdrücklich und unzweideutig vorliegenden Programms gewahr geworden, laut dessen ganz Europa und später einmal die ganze Erde zur „Interessensphäre“ oder zum „Lebensraum“ eines bestimmten europäischen Volkes gemacht werden soll?“

Des Christen Wehr und Waffen (1940) Von Karl Barth I. Wer seine Bibel kennt, denkt bei diesem Thema ganz von … Mehr

Karl Barth über die Dummheit: „Die Dummheit ist genial darin, alles zur Unzeit zu denken, zu sagen und zu tun, keine Möglichkeit eines Missverständnisses vorübergehen zu lassen, gerade das Notwendige, das Geforderte, das Heilsame regelmäßig zu unterlassen, das Überflüssige, Verbotene, Verderbliche aber mit sicherem Instinkte regelmäßig zu wählen, zu denken, zu sagen und zu tun.“

Über die Dummheit[1] Von Karl Barth Es muss also – wenn wir jetzt Alles überblicken – damit gerechnet und es … Mehr

Karl Barths Klarstellung zu seinem Brief an Hromadka: „Ist die politische Ordnung und Freiheit bedroht, dann trifft diese Bedrohung indirekt auch die Kirche. Und schreitet ein rechter Staat zu deren Verteidigung, dann ist an dieser Verteidigung indirekt auch die Kirche beteiligt. Sie würde ihre eigene Verkündigung nicht ernst nehmen, wenn sie hier gleichgültig bleiben könnte.“ (Aus einem Brief an Pfarrer G. J. Derksen, Holland, 1938)

Aus einem Brief an Pfarrer G. J. Derksen (Holland), 1938 Basel, 26. Oktober 1938. Ich will es in Beantwortung der … Mehr

Karl Barth zur Atombewaffnung 1957: „Die Menschen im Westen und im Osten sollen aufstehn gegen den Wahnsinn, der in dieser Sache im Gange ist. Sie sollen damit eine politische Tatsache ersten Ranges schaffen, mit der auch die Regierungen und die Presse werden rechnen müssen. Es geht nicht um Prinzipien oder Ideologien und Systeme. Es geht nicht um Machtfragen. Es geht ums Leben, es geht um sie: die Menschen.“

Es geht ums Leben Von Karl Barth Hier die Stellungnahme des bekannten Basler Theologen Karl Barth zur Erklärung der 18 … Mehr

Karl Barth zur Frage der militärischen Dienstpflicht und Dienstverweigerung (KD III/4, 1951): „Der Dienstverweigerer müßte bereit sein, die Konsequenzen der widersetzlichen Form seiner Staatstreue, die Abwehr der Regierung und Majorität, der er sich entgegensetzt, die Strafe für seine Übertretung von Verfassung und Gesetz ohne Murren und Klage auf sich zu nehmen. Er dürfte nicht verlangen, daß der nach seiner Ansicht schlecht informierte Staat von heute ihn so behandle, als ob er schon der nach seiner Hoffnung besser zu informierende Staat von morgen wäre.“

Zur Frage der militärischen Dienstpflicht und Dienstverweigerung Von Karl Barth Die pazifistische Forderung der Abschaffung der allgemeinen Dienstpflicht (vgl. G. … Mehr

Karl Barth, Ein Brief nach Frankreich (1939): „Der am Kreuz gestorben ist, ist auch für Hitler gestorben und erst recht für alle die verwirrten Menschen, die freiwillig oder unfreiwillig unter seinen Fahnen stehen. Aber eben weil die Kirche weiß um die Rechtfertigung, die wir Menschen uns selber mit keinem Mittel verschaffen können, kann sie im Großen und im Kleinen nicht gleichgültig, nicht „neutral“ sein, wo nach dem Recht gefragt, wo versucht wird, ein bißchen dürftiges menschliches Recht aufzurichten gegen das überströmende, das schreiende Unrecht.“

Ein Brief nach Frankreich, 1939 Von Karl Barth Basel, im Dezember 1939. Mein lieber Pfarrer Westphal! Sie schreiben mir, daß … Mehr