Stewart Winfield Herman, Jr. (1909-2006) war ein US-amerikanischer lutherischer Pastor und späterer Gründungspräsident der Lutheran School of Theology in Chicago … Mehr
Kategorie: Hans Joachim Iwand
Hans Joachim Iwand, Die Neuordnung der Kirche und die konfessionelle Frage (1946): „Von der Lehre her ist die Kirche immer wieder gefragt, ob sie denn auch für das Evangelium einsteht, ob sie nicht vielmehr längst gefallen und abgefallen ist. Die Lehre hat, wenn anders sie reine Lehre ist, eine kritische Funktion gegenüber der Kirche und darum kann die Flucht in die ‚reine Lehre‘ geradezu das Zeichen dafür sein, dass die Kirche nicht steht, die Lehre kann zur Abstraktion werden, sie verliert damit ihre konstituierende Kraft. Wenn die Lehre wirklich reine Lehre ist, wenn sie also nicht selbst etwas sein will, dann müsste sie über sich hinausweisen auf Gott und sein Wort, auf seine Offenbarung; aber im Konfessionalismus wird immer wieder die Gefahr liegen, dass es umgekehrt herauskommt, dass man meint, in der reinen Lehre des Wortes habhaft zu werden.“
Die Neuordnung der Kirche und die konfessionelle Frage (1946) Von Hans Joachim Iwand I. Die Annahme, wir hätten für die … Mehr
Hans Joachim Iwand, Predigt über 2. Korinther 6,1-10 auf der Kirchenkonferenz in Treysa 1945: „Wir sind in solcher Sorge, ja in solcher Angst und Bedrängnis, weil wir sehen, dass die Gnade Gottes da ist – und dass sie eben doch weithin umsonst da ist. Dass sich tausend und abertausend Menschen Christen nennen, aber dass dies gar nichts für ihr tatsächliches Leben bedeutet. Hier bleibt alles beim alten. Es ist umsonst, dass Christus für uns gestorben ist. Es bleibt im besten Falle die sehr privat verstandene Garantie einer sehr egoistischen Seligkeit. Mit der Wirklichkeit, in der sie leben, die sie gestalten, hat die Tatsache, dass Gott gnädig ist, dass Gott die Welt liebhat, dass Gott vergibt und Gott erlöst, offenbar gar nichts mehr zu tun.“
Predigt über 2. Korinther 6,1-10 Von Hans Joachim Iwand Wir ermahnen aber euch als Mithelfer, daß ihr nicht vergeblich die … Mehr
Hans Joachim Iwand, Antwort. Ein Brief an Josef L. Hromádka (1959): „Wir haben theologisch zwar an der Menschheit Jesu Christi festgehalten, aber dass dieser Mensch ein Jude war, das haben wir dogmatisch oder im Sinne eines allgemeinen Humanismus ethisierend für irrelevant erachtet. Wir haben den inneren Zusammenhang zwischen dem alten und dem neuen Bund weniger klar und scharf gesichtet als es der Gegner tat, der die schwächste Stelle in unserem modernen Christentum erspäht hatte. In diesem Falle lag die Decke eher vor den Augen der Kirche als über der Synagoge. Wir haben nicht gesehen, dass wir mit der Entwurzelung aus Israel unsere Ökumenizität als Kirche verlieren sollten und verloren hätten.“
Antwort. Ein Brief an Josef L. Hromádka zu dessen 70. Geburtstag am 8. Juni 1959 Von Hans Joachim Iwand Lieber … Mehr
Hans Joachim Iwand, Über die methodische Verwendung von Antinomien in der Religionsphilosophie dargestellt an Karl Heims ‚Glaubensgewißheit‘ (1924): „Die Totalität ist aber eine irrationale Größe, die jeder Rationalisierung durch Zerfall ihrer Einheit spottet, d. h. die sich dann eben in Antinomien auflöst. Der Begriff des Gesetzes kann dem der Totalität nicht gerecht werden. Daher darf man, wo es sich um die Ganzheit handelt, die kategorialen Gesetze der Vernunft nicht heranziehen, vielmehr muß man auf die religiöse Setzung der schlechthinnigen Abhängigkeit rekurrieren, der sich die Totalität des Lebens erschließt.“
Über die methodische Verwendung von Antinomienin der ReligionsphilosophieDargestellt an Karl Heims „Glaubensgewißheit“ Von Hans Joachim Iwand Zusammenfassung der gleichnamigen Dissertationsschrift … Mehr
Hans Joachim Iwand, Brief an Rudolf Hermann vom 20. Juni 1937: „In Wahrheit ist doch der Kampf, in den wir geworfen sind, ein Glaubenskampf, nur in zweiter Linie ein Kirchenkampf. Es geht darum, ob der Gott, den wir bezeugen, ein Nationalgott ist, oder der Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat und vor dem wir alle eine Menschheit sind, eingeschlossen in die beiden Pole: Adam und Christus. Jedes Kirchenregiment, das dieser Klärung dient und aus dieser Entscheidung heraus die Gemeinden sammelt, baut auf, jedes Kirchenregiment, das um diese Entscheidung herumkommen möchte, verführt.“
Brief an Rudolf Hermann vom 20. Juni 1937 Von Hans Joachim Iwand Jordan (Neumark), d. 20. VI. 37. Sehr verehrter, … Mehr
Hans Joachim Iwand in seiner Predigtmeditation zu Lukas 6,36 (1950): „Könnten wir von hier aus denken, also von da aus, dass Gott barmherzig ist, dass alles, unser Sein und unser Erlöst-Sein, dies bezeugt und unter Beweis stellt, dann würden wir gewiß die tiefe, sich immer wieder gegen den Richter kehrende Problematik des Richtens begreifen, wir würden von uns aus mithelfen, dass die Umkehrung herbeigeführt wird, dass Gnade vor Recht kommt, Evangelium vor dem Gesetz, Erbarmen vor dem Verurteilen, und würden so die Sache des Höchsten als unsere eigenste Angelegenheit fördern und vertreten.“
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. (Lukas 6,36) Gott ist barmherzig. Wir – obschon wir Staub und Asche … Mehr
Hartmut Ludwig über Hans Joachim Iwand (1899-1960): „Wie kein anderer reflektierte Iwand alles theologische Denken im geschichtlichen Kontext. An Martin Niemöller schrieb er: »Ich will Ihnen gern gestehen, daß ich seit 1945 mich viel mit jenen Vorgängen des vorigen Jahrhunderts beschäftigte, die dem Sturz Napoleons in Europa folgten, und befürchte, dass wir in Gefahr sind, wieder in jene alten Gleise einzubiegen, die sich bereits damals als tote Gleise erwiesen haben.«“
Hans Joachim Iwand Geb. 11. 7. 1899 in Schreibendorf; gest. 2. 5. 1960 in Bonn Von Hartmut Ludwig Nach den … Mehr
Hans Joachim Iwand zu 1. Petrus 1,3-9 (Quasimodogeniti): „Das Verwahrtwerden geschieht in der Kraft Gottes, nicht in der unseres Glaubens. Der uns verwahrt, tut es in derselben Kraft, die den Tod in Jesus Christus zerbrach. Sie holt auch uns aus dem Grab unseres Unglaubens heraus und bewahrt uns fortan. Sie verwahrt uns. Es bedarf also schon einer solchen Kraft, die der Macht des Todes überlegen ist, wenn wir in unseren mannigfachen Prüfungen bestehen, wenn wir jenes Erbe nicht preisgeben sollen.“
Zu 1. Petrus 1,-3-9 (Quasimodogeniti) Von Hans Joachim Iwand Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns … Mehr